Zwickaus "Historisches Dorf" feiert Richtfest

Geschichte Viele Freiwillige helfen bei dem Projekt

zwickaus-historisches-dorf-feiert-richtfest
Am Donnerstagabend wurde im historischen Dorf Richtfest für das Hauptgebäude gefeiert. Koordinatorin Anja Bausch, Zimmermann Uwe Pikart, Patrik Gräfe vom Likedeeler Verein und Streetworker Elfried Börner (v.l.). Foto: Andreas Wohland

Zwickau. Bei der Errichtung des historischen Dorfes "Territorium Zcwickaw" an der Mulde ist jetzt eine weitere wichtige Etappe geschafft. Auf den fertigen Dachstuhl des einmal als Haupthaus dienenden Gebäudes konnte am späten Donnerstagnachmittag die symbolische Richtkrone gesetzt werden.

Mitarbeit steht im Vordergrund

"Ob die Leute vor 900 Jahren schon Richtfest gefeiert haben, kann ich nicht sagen. Aber es ist für alle am Bau Beteiligten ein schöner Anlass, einmal auf das bis zu diesem Zeitpunkt Geschaffene anzustoßen", sagte Zimmerer Uwe Pikart. Grund zum Feiern gab es genug, denn seit dem ersten Spatenstich am 21. April 2015 hat sich auf dem Gelände viel getan. Wenn Zwickau im kommenden Jahr den 900.Jahrestag der Nennung des territorio Zcwickaw begeht, soll auch das Dorf fertig sein.

Es widerspiegelt dann, wie ein kleiner Flecken zu Zeiten slawischer Siedler in der hiesigen Region ausgesehen haben könnte. Allerdings steht bei dem Projekt nicht so sehr der museale Charakter im Vordergrund. Vielmehr geht es darum, möglichst viele große und kleine Zwickauer für die Mitarbeit am Bau des Dorfes zu begeistern.

Dazu haben sich die Diakonie Stadtmission Zwickau, der Alter Gasometer und der Historienverein Likedeeler unter dem Motto "Jugendliche in Verantwortung bringen" zusammengetan. Elfried Börner, Streetworker der Stadtmission schätzt ein, dass schon jetzt grundlegende Ziele erreicht wurden.

Anfang 2018 sollen die Holzarbeiten abgeschlossen sein

"Hunderte von Kindern und Jugendlichen haben in den zurückliegenden zweieinhalb Jahren an dem ehrgeizigen Vorhaben mitgewirkt. Ohne die Kraft die vielen kleinen Leute würde hier nichts gehen - zumindest nicht so handgemacht, partnerschaftlich und lustig", sagte er.

Und dann seien da ja noch die Sponsoren, die nicht nur an die Idee geglaubt, sondern auch ihre sozialen Aspekte erkannt hätten. So erfreulich das erreichte Etappeziel für die Mitwirkenden auch ist, gibt es noch viel zu tun. So sollen bis Anfang 2018 die großen Holzarbeiten abgeschlossen werden.

Dann geht's ans Ausmauern des Fachwerkes mit Lehm und den Innenausbau. Außerdem planen der Alte Gasometer und die Stadtmission für 2018 einige Aktionen. Projektkoordinatorin Anja Bausch: "Gemeinsam mit den Jugendliche wollen wir einige Höhepunkte auf die Beine stellen. Im Moment sind wir dabei, das Team für die Planung des Feuerzaubers im Mai und für das Herbstbaumeln im September zusammenzustellen."



Bewerten Sie diesen Artikel:1 Bewertung abgegeben