Zwickaus "Weg zur Industriekultur"

Weg Strecke verbindet 18 Gebäude und Orte im Stadtgebiet

Zwickau. 

Zwickau. In der Muldestadt Zwickau gibt es seit dieser Woche Mittwoch einen "Weg zur Industriekultur". Er verbindet die Innenstadt mit dem im nördlichen Stadtgebiet gelegenen Gelände des August Horch Museums und des Audi-Baus. Insgesamt 18 Gebäude und Orte wurden an der Strecke mit Tafeln und Stelen gekennzeichnet. Sie alle stehen in engem Zusammenhang mit der Wirtschafts- und Industriegeschichte der Automobil- und Robert-Schumann-Stadt.

Namensgebung war bewusste Wahl

Matthias Merz vom Oberbürgermeisterbüro erklärte dazu: "Bewusst wurde nicht die Bezeichnung 'Weg der Industriekultur', sondern 'Weg zur Industriekultur' gewählt. Denn einerseits erlauben die ausgewählten Objekte, sich der reichhaltigen Industrietradition Zwickaus anzunähern, ohne jedoch einen Anspruch auf Vollständigkeit geben zu können. Andererseits handelt es sich um einen Pfad, der Besucher der viertgrößten Stadt Sachsens von der Innenstadt zu zwei besonderen Ausstellungen führt: zum August Horch Museum und zur Landesausstellung 'Boom.

500 Jahre Industriekultur in Sachsen', die am 11. Juli ihre Pforten für alle Interessierten öffnet. Umgekehrt erhalten Besucher des Automobilmuseums oder der Landesausstellung einen Anreiz, Richtung Stadtzentrum zu laufen."

Viele Objekte mit neuem Leben erfüllt

Am Weg liegen Bauten, die für die Industrie- und Wirtschaftsgeschichte Zwickaus stehen. Dazu gehören unter anderem die einst für einen der Erfinder der Benzinsicherheitslampe gebaute Villa im Stadtzentrum (Wolf'sche Villa, "Moccabar") und die Brauerei in der Nähe der Zwickauer Mulde, die ehemalige Ingenieurschule in der Nordvorstadt oder der heute noch genutzte Straßenbahnbetriebshof im Stadtteil Pölbitz. Viele Objekte konnten mit neuem Leben erfüllt werden. So der Alte Gasometer, der vor 20 Jahren als soziokulturelles Zentrum eröffnet wurde, oder die ehemalige Knopffabrik, in der heute geklettert werden kann.