Zwischen Trabant und Stadtansicht

Schau Georg Schindler war vielseitig aktiv - Kunst gibt es auch im öffentlichen Raum

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Aribert Höhnemann (li.) und Siegfried Otto Hüttengrund halfen bei der Ausstellungseröffnung. Foto: Markus Pfeifer

Hohenstein-Ernstthal. Dem Hohenstein-Ernstthaler Ehrenbürger Georg Schindler (1912-2005) ist die neue Ausstellung im Rathaus gewidmet. Sie wurde am Donnerstag eröffnet und wird bis zum 24. November gezeigt.

Der Maler und Grafiker hat einen umfangreiches Werk hinterlassen, das sich nicht nur auf Bilder beschränkt. "Im öffentlichen Raum findet man immer wieder Arbeiten von ihm", weiß der Hohenstein-Ernstthaler Stadtchronist Wolfgang Hallmann. Er hat vor einigen Jahren ein Buch über Georg Schindler herausgeben.

Buntglasfenster im Rathaus oder die Wandgestaltung im Hot-Badeland sind beispielsweise von dem Künstler entworfen worden. Auch das Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus an der Auffahrt zum Pfaffenberg erinnert die Nachwelt an Georg Schindler, der außerdem einen ganz besonderen Entwurf realisierte.

Er zeichnet für das legendäre Trabant-Logo verantwortlich, das noch heute auf mehreren Zehntausend "Pappen" durch die Lande tuckert. In der Ausstellung sind auch viele Entwürfe zu sehen, die längst nicht alle realisiert wurden.

Unter anderem werden Sachsenringfans interessante Plakatgestaltungen entdecken. Zudem malte Georg Schindler Ansichten von Hohenstein-Ernstthal, die es aufgrund von baulichen Veränderungen heute so nicht mehr gibt. Auch ein Bild der Hermannstraße, die noch viel bebauter ist als in der Gegenwart, wird zusammen mit vielen anderen Arbeiten in der Ausstellung im Treppenhaus des Rathauses am Hohensteiner Altmarkt gezeigt.

Während der Rathausöffnungszeiten kann die Ausstellung kostenlos besichtigt werden.