Die Eispiraten Crimmitschau haben mit einer absoluten Willensleistung am heutigen Dienstagabend einen wichtigen Heimdreier eingefahren. Vor 1.248 Zuschauern setzten sich die personell angeschlagenen Westsachsen mit 2:1 gegen die favorisierten Ravensburg Towerstars durch. Tim McGauley und Dylan Wruck drehten einen frühen Rückstand noch im ersten Durchgang zugunsten der Gastgeber.
Das Heimspiel gegen die Towerstars stand - personell betrachtet - unter keinem guten Stern. Neben den zahlreichen Langzeitausfällen musste Cheftrainer Jussi Tuores, der seinen Vertrag um zwei weitere Jahre verlängerte, weiterhin auch auf Mario Scalzo, Louis Brune, Robin Veber und Kevin Reich verzichten. Dafür rückte Lars Hamori in den Kader, der bereits im Dezember sein Profi-Debüt im Sahnpark feierte, sonst allerdings für die U20-Mannschaft der Chemnitz Crashers in der DNL2 aktiv ist.
Früher Rückstand - McGauley und Wruck drehen die Partie
Die Eispiraten erwischten an diesem kalten Dienstagabend eine noch kältere Dusche zu Spielbeginn. Erik Karlsson erzielte nach einem Querpass von Ex-Pirat Robbie Czarnik die Führung der Gäste und sorgte nach gerade einmal 16 Sekunden - also mit dem ersten Angriff - für das 0:1 (1.). Auch die folgenden Minuten gehörten den Towerstars, während sich die Eispiraten erst nach und nach besser in die Partie hineinarbeiteten.
Die nur drei Offensivreihen und eine immer kompakter werdende Defensive machten es den Ravensburgern alles andere als leicht und konnten sich für ihren mühevollen Einsatz dann auch belohnen. Corey Mackin ließ seinen Gegenspieler an der roten Linie sensationell aussteigen, Dylan Wruck verzögerte clever und Tim McGauley, der Nico Pertuch im Tor der Ravensburger keine Abwehrchance ließ, schoss zum 1:1 in den Winkel (14.). Die Crimmitschauer nahmen den Schwung mit, blieben heiß und konnten erneut treffen. Corey Mackin hatte das Auge für den mitgelaufenen Dylan Wruck: Der Deutsch-Kanadier bugsierte die Hartgummischeibe unter die Querlatte und sorgte somit für die nicht unverdiente 2:1-Führung der Hausherren (16.).
Intensives Mitteldrittel im Sahnpark
Das zweite Drittel im Sahnpark war ein ganz intensives. Beide Teams schenkten sich nichts, die Eispiraten hielten mit ihrem kleinen Kader weiter wacker gegen die Towerstars dagegen - sinnbildlich dafür stand die überstandene doppelte Unterzahl. Dabei konnten sie sich auch immer wieder auf Christian Schneider verlassen, der seinen Vorderleuten den Rücken freihielt. Auf der Gegenseite waren es Corey Mackin am langen Pfosten, McGauley nach Ablauf seiner Strafzeit sowie Denis Shevyrin, die aus den besten Möglichkeiten im Mitteldrittel keinen Ertrag erzielen konnten.
Eispiraten bringen knappen Vorsprung über die Ziellinie
Die 1.248 Zuschauer sahen auch im Schlussabschnitt ein enges und körperbetontes Spiel beider Teams. Die dezimierten Crimmitschauer kämpften weiterhin aufopferungsvoll, spielten dabei aber auch cleveres und immer wieder ansehnliches Eishockey mit Zug zum gegnerischen Tor. Vor allem in numerischer Überzahl lief die Scheibe bei den Hausherren gut, Ertrag konnten die Westsachsen aus aussichtsreichen Positionen jedoch nicht erzielen. Sebastian Streu traf dabei nur den Pfosten.
In den Schlussminuten intensivierten die Gäste aus der Puzzlestadt noch einmal ihre Bemühungen. In eben jener Phase mussten die Eispiraten auf ihren Topscorer Corey Mackin verzichten, der sich nach einem Check an der Bande eine Oberkörperverletzung zuzog. Die verbleibenden Piraten warfen sich folglich - nach einer überaus strittigen Strafe gegen Ole Olleff - in jeden Schuss und überstanden auch die letzte Unterzahl kurz vor Ablauf der Schlusssirene.
Die Schützlinge von Chefcoach Jussi Tuores brachten den knappen Vorsprung schließlich über die Ziellinie und konnten sich nach intensiven 60 Minuten Eishockey über einen nicht unverdienten, aber ganz wichtigen Heimdreier freuen.
Torfolge (2:1, 0:0, 0:0):
0:1 Erik Karlsson (Robbie Czarnik) 00:16
1:1 Tim McGauley (Dylan Wruck, Corey Mackin) 13:53
2:1 Dylan Wruck (Corey Mackin, Tim McGauley) 15:43
Zuschauer: 1.248
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