405.000 Euro für den Stadtpark Planitz: Zwickau rettet Sanierung unter Zeitdruck

Bauausschuss stimmt Vorhaben zu

Zwickau

Die geplanten Maßnahmen im Stadtpark Planitz haben im Bau- und Verkehrsausschuss in Zwickau für Diskussionen gesorgt. Im Mittelpunkt steht die Sanierung der Terrassenanlage, für die die Stadtverwaltung Gesamtausgaben in Höhe von voraussichtlich 404.910 Euro brutto veranschlagt hat.

Debatte um Prioritäten im Stadtpark

Trotz der grundsätzlichen Zustimmung gab es kritische Stimmen aus den Reihen der Ausschussmitglieder. Stadtrat Tristan Drechsel (BfZ) betonte, dass er die Sanierung der Terrassen zwar für fachlich begründet und sinnvoll halte, jedoch andere Projekte Vorrang hätten. Er verwies auf das Entwicklungskonzept von 2018: „Auf Platz 1 steht da der Planitzer Markt und auf Platz 2 der Wassergarten.“

Besonders der Wassergarten liegt den Lokalpolitikern am Herzen, da dieser bereits seit 2015 außer Betrieb ist. Während das Thema Wassergarten seit 2017 im politischen Fokus steht, sei die Terrassen-Sanierung erst deutlich später priorisiert worden.

Ein Kompromiss für die Parkanlage

Nach einem intensiven Austausch einigte sich der Ausschuss auf einen Kompromiss: Das Vorhaben zur Sanierung der Terrassen wurde offiziell abgesegnet. Gleichzeitig wurde die Verwaltung jedoch beauftragt, zeitnah einen Vorhabenbeschluss für den Wassergarten zu erstellen, um auch dort Fortschritte zu erzielen.

Finanzierung und Zeitplan

Die Aufwertung der Terrassen ist bereits seit dem Stadtentwicklungskonzept von 2012 (fortgeschrieben 2018) als städtebaulicher Mangel festgeschrieben. Für die Umsetzung stehen Finanzhilfen aus dem Bund-Länder-Programm in Höhe von 269.940 Euro bereit. Diese Fördermittel sind jedoch an eine Frist gebunden: Sie müssen bis spätestens Ende Februar 2027 fest untersetzt sein.

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