Ein Besuch im Amerika-Tierpark ist aktuell mit Einschränkungen verbunden. Nach langen Planungen und Vorarbeiten hat vor einem Monat der Abriss der Affen- und Sittichanlage begonnen.
Ein Umbau für bessere Haltungs- und Arbeitsbedingungen
Mit Hilfe von Fördermitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) soll die bisherige Anlage modernisiert werden. Einzelne Bereiche werden erhalten, vieles aber auch grundlegend neu gestaltet. Damit sollen sich nicht nur die Haltungsbedingungen für die Tiere, sondern ebenso die Arbeit der Tierpfleger verbessern.
Die Besucher können sich zukünftig auf mehr Einblicke freuen. Rund 2,3 Millionen Euro sind für diese Investition gesamt geplant, die Ende 2027 abgeschlossen sein soll. Um Baufreiheit zu schaffen, wurden bereits im März und April einige Bäume gefällt und der Zaun zwischen der Anlage und dem Parkplatz entfernt. Dadurch gibt es derzeit auch Einschränkungen bei den Parkmöglichkeiten direkt vorm Tierpark.
Tiere ziehen vorübergehend aus
Die bisherigen Bewohner der Affen- und Sittichanlage wurden wegen des Projekts an andere Zoos- und Tierparks sowie Halter abgegeben. Nach der Fertigstellung sollen wieder zahlreiche Tiere Einzug halten. So können sich die Besucher beispielsweise auf Schwarzbüschelaffen und Sittiche freuen.
Schwierige Suche nach einem neuen Zuhause
Für Affe Vitaly war es schwer ein neues Zuhause zu finden, da nur wenige Einrichtungen überhaupt Mohrenmakaken halten. Die Art stammt aus Asien und bewohnt dort lediglich eine Halbinsel im Süden Sulawesis. Deshalb ist das 17 Jahre alte Männchen aktuell noch in der Quarantänestation zu Hause.
„Den Umzug hat er gut weggesteckt und wir versuchen, ihm die Übergangszeit so angenehm wie möglich zu machen. Mit Enrichment und Training soll er beschäftigt und geistig gefordert werden. Außerdem schauen regelmäßig Mitarbeiter des Tierparks und der Tierparkschule sowie eine Stammbesucherin bei ihm vorbei und sorgen für zusätzliche Ablenkung. Im Juli kann er dann endlich seine schon lange geplante Reise in den französischen Zoo Refuge de l‘Arche antreten, wo er in eine Gruppe Makaken integriert werden soll und dort unter anderem auch seinen Halbbruder wiedertreffen wird“, so Tierparkleiter Patrick Prüß.
Auch der Tierparkleiter verabschiedet sich
Diesen Abschied wird Prüß vermutlich noch begleiten, bevor sein eigener bevorsteht: Die Stadt Limbach-Oberfrohna geht im Amerika-Tierpark neue Wege. Künftig wird die Einrichtung im gemeinsamen Schulterschluss von kaufmännischer und tierpflegerischer Leitung geführt.
Beide Bereiche arbeiten eng und gleichberechtigt zusammen, um den Tierpark nachhaltig, qualitätsorientiert und zukunftsfest weiterzuentwickeln. Der Tierparkförderverein bleibt dabei ein starker und verlässlicher Partner, der diesen Weg aktiv unterstützt.
Neubesetzung läuft bereits
Tierparkleiter Patrick Prüß wird den Amerika-Tierpark Ende August auf eigenen Wunsch verlassen, um sich nach zwei Jahren vor Ort beruflich neu zu orientieren. Die Stadt dankt ihm für sein Engagement und die geleistete Arbeit und wünscht ihm für seinen weiteren Weg alles Gute.
Das Verfahren zur Neubesetzung der Leitungsfunktionen läuft bereits - mit dem Ziel, die erfolgreiche Weiterentwicklung des Tierparks nahtlos fortzuführen.
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