Architektonisches Juwel Hartensteins im Fokus: Museum präsentiert jahrhundertelange Zeitgeschichte

Museum Burg Stein zeigt seit heute eine neue Sonderausstellung

Hartenstein

Im Museum Burg Stein in Hartenstein ist seit heute und bis 1. November eine neue Sonderausstellung zu sehen.

Einblick in Architektur- und Zeitgeschichte

Das Thema „Schloss Wolfsbrunn - Ein Landsitz für den Kohlenbaron“. Dort widmet man sich einem architektonischen Juwel der Stadt Hartenstein, dem Schloss Wolfsbrunn. Über die Jahrzehnte erlebt das Ensemble eine wechselhafte Geschichte - auf Burg Stein sind historische Aufnahmen und originale Einrichtungsgegenstände zu sehen und man fängt die Architektur- und Zeitgeschichte ein und holt den „Geist von Wolfsbrunn“ ins Hier und Jetzt.

Ehemaliger Landsitz mit großer Geschichte

„Das Wolfsbrunn hat einst Dr. Karl Georg Wolf als Landsitz in Auftrag gegeben“, erzählt Museumsleiterin Susann Gramm. Gebaut wurde von 1911 bis 1916 gegenüber der Burg Stein. Hintergrund der Ausstellung: zum einen war es der Fakt, dass seit dem Bauabschluss 110 Jahre vergangen sind und zum anderen die Tatsache, dass über 150 Teile aus dem Wolfsbrunn im Depot lagern. „Das Material ist schon 1955 ins Museum gekommen“, so Gramm: „In den letzten Jahren sind wir dran, im Museum alles aufzuarbeiten und den heutigen Standards entsprechend zu bearbeiten. Und dabei sind wir auch auf die Dinge vom Wolfsbrunn gestoßen und haben uns gesagt, da müssen wir was draus machen.“

Gestaltung durch bekannte Münchner

Bei der Recherche habe man erkannt, so Gramm, dass beim Wolfsbrunn neben dem Münchener Architekten Emanuel von Seidl auch die bekanntesten Münchner Künstler, Kunsthandwerker und Designer bei der Architektur, dem Innendesign, der Inneneinrichtungen und auch der Landschaftsgestaltung Hand angelegt haben.

Vielseitige Geschichte zu bieten

Das Gebäude-Ensemble hat eine wechselvolle Nutzung erfahren: vom Wohn- und Repräsentationssitz der Familie Dr. Wolf über die Nutzung als Jugendherberge, Reichsführerinnenschule, Lazarett, Wehrmachtsquartier und 1945 auch kurzzeitig Unterkunft für Flüchtlinge. Später war es FDJ-Bezirksjugendschule, dann ein Zentralinstitut der Pionierorganisation, wo die Ausbildung von Pionierleitern und Lehrern erfolgte und von 1977 bis 1989 gab es Studienaufenthalte für Leiter von Kinderorganisationen aus über 40 Ländern.

von Schlosshotel zu Wohlfühl-Hotel

Ab 1990 stand das Wolfsbrunn für sieben Jahre leer, bevor die Gebrüder Leonhardt GbR die Immobilie von der Stadt Hartenstein erworben hat. Es folgte der Umbau zum Schlosshotel, dass 1999 eröffnete und ab 2010 als Gästehaus Wolfsbrunn geführt wurde. Seit 2021 ist das Wolfsbrunn ein Wohlfühl-Hotel der MeineZeit Mgt. AG

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