Aue siegt 2:0 in Zwickau & schnappt sich den „Wernesgrüner Sachsenpokal“

Der FSV Zwickau muss sich vor 9.686 Zuschauern in der heimischen „GGZ-Arena“ dem Drittliga-Absteiger geschlagen geben.

Zwickau

Die Never-Ending-Story zwischen dem FSV Zwickau und dem Landespokal geht weiter. So mussten sich die Schwäne auch bei ihrer sechsten Finalteilnahme geschlagen geben. Das „Finale Daheeme“ ging in der mit 9.686 Zuschauern ausverkauften „GGZ-Arena“ mit 0:2 gegen den FC Erzgebirge Aue verloren. Für den Drittliga-Absteiger trafen Collins und Bär. Die Veilchen holten sich zum fünften Mal den Pott und nehmen in der kommenden Saison am DFB-Pokal teil.

FSV-Verteidiger Somnitz: „Die Festung bleibt mein Zuhause!“

FSV-Trainer Rico Schmitt sagte auf der Pressekonferenz, dass – bis auf die Langzeitverletzten Maximilian Somnitz und Gabriel Figurski Vieira - „alle Mann an Bord und online sind“. Dazu zählten auch der zuletzt in der Liga gesperrte Theo Martens, der - genau wie Cemal Sezer - vorerst nur auf der Bank saß. Im Vergleich zum 1:0-Heimsieg gegen die BSG Chemie Leipzig gab es insgesamt drei Änderungen. Sandro Sengersdorf fing für Josua von Baer als Linksverteidiger an, außerdem Veron Dorbuna für den Siegtorschützen Marc-Philipp Zimmermann. Vor dem Anpfiff nahm Somnitz das Mikrofon in die Hand und verkündete seine Vertragsverlängerung um zwei Jahre: „Die Festung bleibt mein Zuhause!“, sagte der 22-jährige Innenverteidiger voller Leidenschaft.

Motto der FSV-Choreografie: „Träume wagen.“

Die Heimfans führten eine Choreografie durch, an der alle Tribünen beteiligt wurden. Unter dem Motto „Träume wagen“ wurde mit Konfetti in Vereinsfarben geworfen. Im „E5“ erblickten zudem weitere pyrotechnische Elemente das Nachmittagslicht, was sich anschließend regelmäßig fortsetzen sollte. Der gefüllte Gästeblock sang derweil hinter dem Banner „Ruhe in Frieden Harald Mothes!“, der nach einer Viertelstunde wieder abgenommen wurde. Bis auf Bengalos wurde bei den Gästen auf sonstiges Tifo-Material gänzlich verzichtet, sie hinterließen jedoch ein Wismut-Graffiti im Block.

Prasse & Majetschak mit ersten Hochkarätern

Die Schmitt-Schützlinge stürmten sofort los und erarbeiteten sich in den ersten drei Minuten zwei Eckbälle, mit denen jedoch keine Gefahr versprüht werden konnte. In der zehnten Minute schlug Dobruna eine traumhafte Flanke, am langen Pfosten rutschte Luca Prasse der Ball über den rechten Schlappen. In der 14. Minute musste Lucas Hiemann nach einem Eckball sein Können gegen Erik Majetschak unter Beweis stellen. Vier Minuten später klärte FSV-Kapitän Andrej Startsev in höchster Not gegen Marcel Bär, den Goalgetter der Gäste.

Collins lupft die Gäste in Führung

Nach dem tempointensiven Anfang beruhigte sich das Spielgeschehen. In der 31. Minute zeigten dann die Veilchen ihre individuelle Klasse. Jamilu Collins lupfte den Ball nach präziser Vorlage von Luan Simnica über herausgeeilten Hiemann ins Tor. Die Schwäne kamen fünf Zeigerumdrehungen durch Kilian Senkbeil zu einem nächsten Abschluss, der aber Martin Männel vor keinerlei Probleme stellte. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit verpasste Bär das 2:0 denkbar knapp. Sonny Ziemer klärte kurz vor der Linie.

FSV-Trainer Schmitt bringt frische Offensivspieler

Die erste Gelegenheit nach dem Seitenwechsel oblag den Schwänen: In der 51. Minute schoss Lukas Eixler - nach einem fix vorgetragenen Konter über Dobruna - den Ball am Kasten vorbei. Für den besten Torschützen des FSV ging es anschließend aufgrund von muskulären Problemen nicht mehr weiter, für ihn kam Sezer in die Partie. Das Team von Khvicha Shubitidze stand in der zweiten Halbzeit vordergründig tief und überließ den Zwickauern das Spiel – und das erhielt mit Lennert Möbius und Martens zwei frische Kicker.

Auch der rot-weiße „Fußballgott“ kann für keine Wende mehr sorgen

Für die Schlussviertelstunde kam außerdem „Fußballgott“ Zimmermann für Senkbeil. Und dieser stieg in der 84. Minute nach einer Fobassam-Flanke zum ersten Mal gefährlich in die Luft. Für eine Wende konnte der 36-jährige Vollblutstürmer allerdings auch nicht mehr sorgen. Am Ende hatte der FSV bei einem Freistoß von Martens Pech, welcher ans Aluminium klatschte. In der Nachspielzeit knipste Bär und beendete alle rot-weißen Träume.

Der FC Erzgebirge Aue holte damit zum fünften Mal den Sachsenpokal und spielt in der nächsten Saison im DFB-Pokal. Zuletzt war das in der Saison 2024/25 gegen Borussia Mönchengladbach der Fall. Zudem dürfen sich die Veilchen über Einnahmen in Höhe von 160.000 Euro freuen, die Schwäne erhalten immerhin noch etwas mehr als 50.000 Euro.

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