Auswärtssieg: Schwäne schocken Spitzenreiter Lokomotive

Der FSV Zwickau besiegt den 1. FC Lokomotive abgezockt mit 2:0.

Leipzig/ Zwickau

Die "Leipziger Wochen" endeten für den FSV Zwickau wie sie begonnen haben: Mit einem Auswärtssieg. Nach der BSG Chemie Leipzig musste sich nun der 1. FC Lokomotive Leipzig den Schwänen geschlagen geben. Vor 6.122 Zuschauern im altehrwürdigen "Bruno-Plach-Stadion" besorgten Fobassam und Somnitz den vierten Auswärtssieg in dieser Saison. Für die Lok‘sche war es hingegen die erste Heim-Niederlage nach 13 Monaten. Zuletzt war das Kunststück dem Chemnitzer FC gelungen. Im letzten Spiel des Jahres trifft der FSV in der heimischen "GGZ-Arena" auf den FC Eilenburg.

 

Zwickau startet mit zwei neuen Außenverteidigern und -stürmern

Der Last-Minute-Triumph bei Chemie Leipzig ging mit zwei Gelbsperren einher. Sowohl Innenverteidiger Sonny Ziemer als auch Rechtsverteidiger Kilian Senkbeil fehlten gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig. Dementsprechend setzte sich die FSV-Viererkette neu zusammen. Links spielte Josua von Baer und rechts agierte Jonas Dittrich, die Innenverteidigerduo bildete Maximilian Somnitz und Oliver Fobassam. Dazu nahm Trainer Rico Schmitt zwei weitere Änderungen vor. Für die beiden Außenstürmer Nick Breitenbücher und Veron Dobruna starteten Theo Martens und Lennert Möbius. Auf der Bank saß wieder Marc-Philipp Zimmermann, der in der Schlussphase zu seinem Einsatz kommen sollte.

 

Zwickau übersteht Volldampf-Viertelstunde ohne Gegentor

Die 800 Schwäne-Anhänger starteten das Spitzenreiterspiel mit einer ansehnlichen Choreografie, welche unter dem Motto "FSV Zwickau gegen Polizeiwillkür" stand, sowie einer Schalparade und diversen im gesamten Block verteilten Blink-Elementen. Auf dem Rasen gab Lukas Eixler in der ersten Minute den ersten Schuss für die Gäste ab. Auf der Gegenseite hatte Innenverteidiger Lukas Wilton, der zuletzt als Torschütze in Erscheinung trat, die erste Chance. Als Nächstes war Alexander Siebeck an der Reihe. Lucas Hiemann wusste beide jedoch zu parieren. Mit Schüssen von Hinspieltorschütze Jonas Arcelean und David Grözinger endete die Volldampf-Viertelstunde der Lok‘sche.

 

Drei Schwäne-Chancen vor dem Halbzeitpfiff

Lok-Kapitän Farid Abderrahmane schoss nach einer knappen halben Stunde von der Strafraumgrenze vorbei. Kurz vor der Pause tauchten dann die Schwäne dreimal gefährlich vor dem Kasten von Andreas Naumann auf. Einen Schuss von Daniel Haubner klärte Siebeck. Nach Freistößen von Haubner scheiterte Eixler erst aus Nahdistanz am Lok-Schlussmann. Danach köpfte der beste Schwänescorer daneben, sodass es torlos in die Kabinen ging.

 

Cevis fliegt, Fobassam trifft

In der zweiten Halbzeit feierten die Zwickauer Ultras "Red Kaos" - umrahmt mit zahlreichen Bengalos - den 25-jährigen Geburtstag der "Ultras Dynamo", deren große Fahne am Zaun hing. Während dieser Zeremonie hatten die Schmitt-Schützlinge durch Martens in der 50. Minute ihre nächste Chance. Nach einer Stunde brannten dann Dorian Cevis an der Seitenlinie die Sicherungen durch. Eine Tätlichkeit an FSV-Kapitän Andrej Startsev hatte für den 24-jährige Mittelfeldspieler die rote Karte zur Folge. Für die Leipziger war es in dieser Saison bereits der vierte Platzverweis - und diese Überzahl nutzte der FSV Zwickau in der 64. Minute eisbärenkalt aus: Nach einem Haubner-Freistoß landete der Ball auf dem Fuß von Fobassam, der flach zum 0:1 einschob. Das erste Saisontor des Innenverteidigers war erst das zweite Heimgegentor für den Herbstmeister.

 

Somnitz macht vom Elfmeterpunkt den Sack zu

Die Lokomotive reagierte wütend und hatte mit einem Grözinger-Freistoß sofort die Möglichkeit, um auf 1:1 zu stellen. Unterstützt vom Publikum drückte sie weiter. Die Schmitt-Schützlinge agierten dessen ungeachtet konzentriert weiter und erlaubten den Leipzigern nur noch wenige gefährliche Gelegenheiten. Vorn verpasste der sehr auffällige, aber heute glücklose Eixler das vorentscheidende 2:0. In der 86. Minute sorgte Somnitz via Handelfmeter schlussendlich dafür. Für den Innenverteidiger war es bereits das fünfte Saisontor, mit dem der vierte Auswärtssieg des FSV Zwickau manifestiert wurde. Das Spitzenreiterspiel endete mit einer kurzzeitigen Spielunterbrechung. Nach einem Becherwurf auf einen Zwickauer Betreuer unterbrach Schiedsrichter Lukas Pils aus Magdeburg das Spiel für wenige Augenblicke.

 

Der Tief- wurde zum Wendepunkt

Zum letzten Heimspiel des Jahres empfängt der FSV Zwickau am Sonntag, dem 14. Dezember, um 14 Uhr den FC Eilenburg in der "GGZ-Arena". Das Hinspiel verloren die Schmitt-Schützlinge vor 986 Zuschauern im "Ilburg-Stadion" mit 0:3, was den "absoluter Tiefschlag" in der Hinrunde darstellte. Danach konsolidierten sich die Schwäne im fremden Gefilde etwas und holten anschließend - einschließlich dem Gastspiel bei der Lok‘sche - 14 Auswärtszähler. Mit vier Toren zeigte sich Zimmermann bis dato am treffsichersten gegen die Nordsachsen. In dieser Saison wartet der Torschütze vom Dienst noch auf seinen Premierentreffer. Gelingt dieser im Heimspiel gegen Eilenburg?

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