Bahnpendler aufgepasst: Hier rollen ab August keine Züge mehr

Schienenersatzverkehr ab 8. August aufgrund einer Großbaustelle auf der Sachsen-Franken-Magistrale

Region

Auf Bahnreisende in Sachsen und Thüringen kommen ab dem 8. August erhebliche Einschränkungen zu. Zwischen Altenburg, Gößnitz und Werdau wird der Zugverkehr bis zum 26. Oktober komplett eingestellt. Grund dafür ist der Ausbau der Sachsen-Franken-Magistrale, eine der größten Infrastrukturmaßnahmen der Deutschen Bahn in der Region.

Millioneninvestition für leistungsfähigere Infrastruktur

Rund 330 Millionen Euro investiert die DB InfraGO allein in den Bereich um Gößnitz, um die Bahnstrecke fit für die Zukunft zu machen. Ziel ist es, die Voraussetzungen für schnellere Züge, kürzere Reisezeiten und eine leistungsfähigere Infrastruktur zu schaffen.

Was genau wird gebaut?

In Gößnitz entstehen neue barrierefreie Bahnsteige, Gleise und Signaltechnik, zudem werden zwei Eisenbahnbrücken erneuert. In Crimmitschau wird das Streckengleis modernisiert und auch in Werdau stehen umfangreiche Arbeiten an: Neben der Modernisierung der Bahnsteige bereitet die DB dort die Verlängerung der Gleise vor. Außerdem wird ein sogenanntes Zugdeckungssignal eingebaut, das künftig die Koppelung von S-Bahn-Zügen aus Plauen und Zwickau ermöglichen soll.

Was sich für Fahrgäste ändert

Die umfangreichen Bauarbeiten machen eine vollständige Sperrung des Streckenabschnitts Altenburg-Gößnitz-Werdau notwendig. In der Zeit vom 8. August bis zum 26. Oktober kommt es deshalb zu Fahrplanänderungen, Zugausfällen und Umleitungen. Betroffen sind unter anderem die Linien S 5 und S 5X von Halle über Leipzig nach Zwickau, die Regionalexpresslinien RE 1 und RE 3 sowie die Linie RB 37 der City-Bahn Chemnitz.

Auskunft zu Schienenersatzverkehr

Für die betroffenen Strecken wird ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Alle Änderungen werden in die digitalen Fahrpläne eingepflegt und sind unter www.bahn.de sowie in der App DB Navigator abrufbar. Zusätzlich informiert die Bahn über Aushänge an den Bahnhöfen sowie telefonisch und online über die Portale www.s-bahn-mitteldeutschland.de und www.bahn.de/bauarbeiten.

Schnellere Verbindungen

Mit dem Ausbau der Sachsen-Franken-Magistrale verfolgt die Deutsche Bahn ein ehrgeiziges Ziel: Die Strecke soll nicht nur moderner, sondern auch deutlich schneller werden. Nach Abschluss der Bauarbeiten können Züge auf weiten Teilen der Strecke mit bis zu 160 km/h fahren - bislang sind es vielerorts nur 120 km/h.

Verbindung mit strategischer Bedeutung

Darüber hinaus entstehen insgesamt 32 neue elektronische Stellwerke. Mehr als 220 Eisenbahnbrücken werden saniert oder komplett erneuert. Die Magistrale verbindet wichtige Metropolen wie Dresden, Leipzig, Gera, Hof und Nürnberg miteinander und ist damit nicht nur für den Regionalverkehr, sondern auch für den Güter- und Fernverkehr von strategischer Bedeutung.

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