Bezirksderby: FSV Zwickau zu heimstark für den Chemnitzer FC

Die Himmelblauen verlieren mit 0:4 deutlich bei den Schwänen

Zwickau

Das Bezirksderby zwischen dem FSV Zwickau und Chemnitzer FC endete vor 8.429 Zuschauern in der "GGZ-Arena" mit 4:0.

Schwäne sichern sechsten Heimsieg

Für die heimstarken Schwäne trafen Ziemer, Dobruna, Somitz und Eixler, die den sechsten Heimsieg in dieser Saison sicherten und damit vorübergehend auf den vierten Platz springen. Für die Himmelblauen, die vor allem in der zweiten Halbzeit einen blutleeren Auftritt ablieferten, war es die fünfte Auswärtsniederlage.

FSV mit keiner & CFC mit einer Änderung in der Startformation

Wenngleich FSV-Trainer Rico Schmitt wieder mehr Optionen hatte - so standen Theo Martens und Lukas Albert wieder sowie Joshua Putze erstmalig im Kader -, nahm der gebürtige Karl-Marx-Städter gegen den Chemnitzer FC keine Veränderungen vor. Ergo stand Linksverteidiger Josua von Baer gegen seinen Ausbildungsverein von Beginn auf dem Rasen und Till Jacobi wegen seiner fünften gelben Karte nicht zur Verfügung.

Torwartwechsel beim CFC

Bei den Himmelblauen schickte Cheftrainer Benjamin Duda - im Vergleich zur 2:2-Punkteteilung gegen die VSG Altglienicke - überraschenderweise Artur Mergel anstelle von Johannes Pistol aufs Feld. Das Tor hütete - nach seiner verletzungsbedingten Auswechslung - Daniel Adamczyk. "Wir fahren in der bestmöglichen Verfassung, die man überhaupt haben kann, zu diesem Auswärtsspiel und müssen zweikampfstark und mit viel Intensität auftreten", sagte der 37-Jährige. Wegen einer Oberschenkelverletzung verpasste mit CFC-Kapitän Tobias Müller ein Schlüsselspieler das Bezirksderby.

12. Mann mit 12 Minuten "Sound of Silence"

Am vergangenen Sonntag liefen mehr als 10.000 Ultras - darunter waren auch die aus Chemnitz und Zwickau - geschlossen und friedlich durch Leipzig, um ein Zeichen gegen die kommende Innenministerkonferenz (IMK) in Bremen Anfang Dezember zu setzen. Auf der stehen unter anderem personalisierte Tickets und verschärfte Stadionverbote auf der Tagesordnung - und genau dagegen wehren sich die Fußballfans. Nun wird der Protest von der Straße in die Stadien getragen. Aus diesem Grund schwiegen beide Kurven und verzichteten in dieser Zeit bewusst auf Material wie Banner und Fahnen. In einem gemeinsamen Schreiben riefen Ultras deutschlandweit ihre Vereine dazu auf, Flagge zu bekennen: "Es geht nur gemeinsam! Wir Fans haben letztes Wochenende über Rivalitäten, Farben und Ansichten hinweg eine starke Einheit gebildet und unsere Haltung zum Ausdruck gebracht. Nun seid ihr an der Reihe!"

Bozic vergibt 1.000-Prozenter & Ziemer trifft

In der dritten Minute hatte der CFC sofort die Möglichkeit, um fix in Führung zu gehen. Toptorjäger Dejan Bozic brachte den Ball - nach feiner Vorlage von Maurizio Grimaldi - aus drei Metern allerdings nicht im Tor unter. Nach dem Schreckmoment bauten die Schwäne ihr Spiel in aller Ruhe auf - und gingen mit ihrer ersten Gelegenheit in Führung. Eine flache Freistoßhereingabe verstolperte zwar Veron Dobruna, aber fand mit Sonny Ziemer schlussendlich einen Abnehmer. Für den Innenverteidiger war es das erste Saisontor. Die nächste FSV-Möglichkeit oblag Lukas Eixler, dessen Schuss am langen Pfosten vorbei segelte. In beiden Kurven erblickten derweil chice Choreografien und Pyrotechnik das Licht der Welt. Im weiteren Spielverlauf wurde - zumindest im Gästesektor - weitere gezündet.

Dobruna stellt vor der Pause auf 2:0

Die Himmelblauen waren dessen ungeachtet gut im Spiel und hatten in der 24. Minute eine Ausgleichschance, Grimaldi hämmerte den Ball jedoch aus aussichtsreicher Position über das Tor. Die Gastgeber wiederum zeigten sich effektiver. So schlenzte Dobruna den Ball in der 42. Minute unhaltbar in die lange Ecke. Für den Stürmer war es das dritte Saisontor. Die Vorlage lieferte Nick Breitenbücher.

Schwäne siegen & bauen Serie auf 22 Spiele aus

Zur Pause blieb Torschütze Ziemer, leicht angeschlagen und bereits gelb-verwarnt, in der Kabine. Sein Platz in der Innenverteidigung wurde von Oliver Fobassam eingenommen. Die erste Gelegenheit nach dem Wechsel hatten die Schmitt-Schützlinge. Eixler chipte einen flachen Dobruna-Freistoß in der 53. Minute darüber. Nach einer Stunde brachte Duda mit Pistol, Leon Damer und Jonas Marx drei frische Akteure. Als nächstes hatte Breitenbücher das 3:0 auf dem Fuß. Nach plumpem Foul von Bochmann an Sezer zeigte Schiedsrichter Patrick Kluge aus Zeitz in der 72. Minute auf den Elfmeterpunkt. Diesmal übernahm Maximilian Somnitz wieder die Verantwortung und wusste Adamczyk sicher zu verladen. Für den Innenverteidiger war es bereits das vierte Saisontor.

Katastrophaler Ballverlust

In der Schlussminute sorgte Eixler - nach einem katastrophalen Ballverlust des eingewechselten Samuel Biven - für den in der Höhe durchaus verdienten 4:0-Heimsieg für den FSV Zwickau, an dem auch noch Putze mitwirken durfte. Der FSV baut damit den Vorsprung auf den Chemnitzer FC, der auf den zehnten Platz abrutscht, auf sechs Punkte sowie zudem die Heimserie auf 22 Spiele ohne Niederlage aus.

Zwei Traditionsduelle: BFC kommt nach Chemnitz, Zwickau reist zu Chemie

Am letzten Hinrunden-Spieltag stehen zwei Traditionsduelle auf der Agenda. Bereits am Freitag, dem 28. November, trifft der Chemnitzer FC auf den BFC Dynamo. Anstoß im "eins-Stadion - An der Gellertstraße" ist um 19 Uhr. Einen Tag später tritt der FSV Zwickau um 14 Uhr im altehrwürdigen "Alfred-Kunze-Sportpark" gegen die BSG Chemie Leipzig. Beide Gegner - sowohl die Berliner als auch die Messestädter - haben bisher eine enttäuschende Serie gespielt und sich deswegen im hinteren Tabellenfeld eingefunden.

 

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