Bürgerfest in Limbach-Oberfrohna doch gerettet: Das ist geplant

Damit die Innenstadt auch im Frühjahr ein Anlaufpunkt bleibt

Limbach-Oberfrohna

In allen Kommunen muss gespart werden. Damit der städtische Haushalt stimmt, wird auch an bewährten Projekten der sprichwörtliche Rotstift angesetzt. In der Großen Kreisstadt betrifft das aktuell das Bürgerfest, das sich in den letzten Jahren im Frühjahr etabliert hatte und vor allem 2025 mit solchen Highlights wie dem Auftritt vom früheren Randfichten-Sänger Rups auch bei nicht-Limbachern für Furore sorgte. Da es mit dem Innenstadtfest im Spätsommer ein zweites Event in der Art gibt, wurde schweren Herzens entschieden, das Bürgerfest zumindest vorerst aufzugeben.

Enttäuschung über das Aus des Bürgerfests

Sascha Baumann war bestürzt, als er von der Entscheidung erfuhr: „Es ist doch so: Wenn so ein Fest auch nur ein Jahr pausiert, ist es schnell aus den Gedanken und am Ende ganz weg. Damit das nicht passiert, bringen wir uns jetzt ein.“

Initiative aus der Unternehmerschaft

Der Inhaber des „Cafè Meyer“ und „Cafè Rhino“ fand zunächst mit Veranstalter Jörg Barnofsky einen Mitstreiter. Beide haben bereits Erfahrungen beim Mitgestalten solcher großen Feste, aber: „Wir brauchten einen Hauptsponsor, der, wie es jetzt der Fall ist, die Hälfte des geplanten Budgets trägt.“

Unterstützung durch die Volksbank Chemnitz

Fündig wurde man beim Team der Volksbank Chemnitz, die ihren Sitz am Johannisplatz hat. Da dieser zum Bürgerfest am 2. Mai offiziell eingeweiht wird und auch die Hauptaustragungsfläche stellt, bot sich eine Zusammenarbeit an, wie Lucas Stein bestätigt.

Rückkehr ins Herz der Stadt

Anders als zuletzt wird sich wieder alles im Herzen der Stadt abspielen, also von der Bachstraße über den Johannisplatz bis hoch zum Esche-Museum an der Sachsenstraße.

Offizielle Eröffnung und Programmzeiten

Um 10 Uhr eröffnet OB Härtig mit einem Freibieranstich, das eigentliche Programm ist von 11 bis 22 Uhr angedacht.

Aftershowparty im Kulturkeller geplant

„Danach gibt es bis 2 Uhr die Aftershowparty im Kulturkeller“, gab Baumann bereits bekannt. Das dortige Team steht nicht nur beim ganztägigen Programm zur Seite, die hauseigene Band wird auch ein Special darbieten. Die einzelnen Auftritte werden erst kurz vor dem fest bekannt gegeben.

Esche-Museum mit vielseitigem Angebot

Das Esche-Museum stellt wieder ganztägig einen Anlaufpunkt beim Fest dar. Das Museum ist von 11 bis 17 Uhr geöffnet, Kinder bis 18 Jahre haben freien Eintritt. Um 13 und um 15 Uhr gibt es Führungen durch die Modellbahn-Sammlung Ziemert mit Mirko Hummel. Um 14 und um 16 Uhr gibt es Kurzführungen durch die Dauerausstellung. In der Zeit von 13 bis 16.30 Uhr sind Mitmach-Angebote für Kinder angedacht. Im Esche Lab steht ab 13 Uhr das Handarbeitstreffen für Kreative unter dem Motto „einfach mal vorbeischauen“.

Unterstützung durch Stadt und Vereine

Neben dem dreiköpfigen Organisationsteam stehen Mitarbeiter der Stadt beratend zur Seite. Der Bauhof wird rund um den Auf- und Abbau gebraucht. Mit im Boot ist auch der Handels- und Gewerbeverein der Stadt.

Optimismus trotz finanziellen Risikos

Was ist die Motivation, als Privatpersonen solch ein Risiko einzugehen? „Wir schauen einfach wie es läuft und lernen daraus für 2027“, sind Baumann und Barnofsky optimistisch; auch wenn sie wissen, dass allein das Wetter schon über einen Erfolg mitbestimmen kann. „Wir machen es einfach gern, tragen das Risiko mit und werden alle Stärken bündeln“, betonte Sascha Baumann.

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