Capybara-Glück im Tierpark Hirschfeld: Leser von BLICK.de taufen die drei Jungtiere mit außergewöhnlichen Namen

Drei flauschige Capybara Babys, ein liebevoll geschmücktes Gehege und hunderte Stimmen aus der BLICK.de-Community: Im Tierpark Hirschfeld wurde die verspätete Namensgebung zu einem besonderen Erlebnis – und wir verraten, warum es so lange ein Geheimnis bleiben musste. Doch was bringt die Zukunft für die süßen Wasserschweine?

Hirschfeld/Z

Drei Buchstaben aus Paprika, Möhre und Gurke, fünf flauschige Wasserschweine und viele strahlende Gesichter: Die Capybara-Taufe im Tierpark Hirschfeld am Dienstag wurde zu einem herzlichen, kleinen Fest für Tierfreunde - und zu einem besonderen Moment für die Leserinnen und Leser von BLICK.de, die mit ihrer Stimme über die Namen entschieden haben...

 

Gemüsige Kunst für große Namen

Zwischen weichem Moos und unter Bäumen bot sich am Dienstag ein ungewohntes Bild im Gehege der Capybaras: Auf frischem Grünfutter waren drei große "W" aus knackigem Gemüse drapiert - eine liebevolle Vorbereitung von Tierpflegerin Patrizia Weidlich. Während die Capybaras neugierig an Möhren und Äpfeln knabberten, war klar: Die Leserabstimmung ist abgeschlossen - die Babys heißen Waltraud, Waldemar und Walfred.

Ein Familienfest am Capybara-Gehege

Besucher verfolgten das Ereignis von der Brücke und vom Gehegerand aus. Zwischen Baumriesen und Vogelstimmen versammelten sich Familien, Tierliebhaber und auch zwei der kreativen Namensgeber, um die niedlichen Capys zu feiern. Die Familie hinter dem zweitplatzierten Vorschlag "Cara, Cap und Capper"erlebte die Taufe live mit. Sie nahm ein Geschenkpaket mit u.a. einem kuscheligen Capybara-Plüschtier entgegen, persönlich überreicht von BLICK.de.

Das Voting: Ein Leserereignis mit Herz

Insgesamt hatten hunderte Leserinnen und Leser von BLICK.de abgestimmt. Die Auswahl war nicht leicht - von humorvollen Wortspielen bis zu klassischen Tiernamen war alles dabei. Doch letztlich entschied sich die Mehrheit für das sympathische "W-Trio".

Die drei beliebtesten Namensgruppen waren:

  • Waltraud, Waldemar, Walfred
  • Cara, Cap, Capper
  • Babsy, Bobby, Balu

Warum das Voting erst so spät stattfand

Ursprünglich war die Namensgebung schon früher geplant - doch bei Capybaras braucht es Geduld, wie Tierpflegerin Patrizia Weidlich erklärt: "Man erkennt bei ihnen erst spät, ob es Männchen oder Weibchen sind - und wir wollten ganz sicher gehen."

Tatsächlich sind männliche und weibliche Capybaras äußerlich kaum zu unterscheiden. Nur wenige Merkmale verraten das Geschlecht: Männliche Tiere besitzen eine sogenannte Morillo-Duftdrüse auf der Nase, die besonders während der Paarungszeit anschwillt und Duftstoffe abgibt - zur Markierung ihres Reviers oder um Weibchen anzulocken. Das ausgeprägt Drüsenfeld auf dem Nasenrücken haben die Jungtiere auch, jedoch oftmals erst nur angedeutet, was aber kein sicheres Zeichen zur Geschlechtbestimmung sei.

Haarproben von Tierärztin bestimmt

Da sich diese Merkmale bei Jungtieren noch nicht zuverlässig erkennen lassen, entschied sich das Team im Tierpark Hirschfeld, mit dem Namenswettbewerb zu warten, bis das Geschlecht der drei Capy-Kids eindeutig bestimmt war. Zur Bestimmung wurde sogar die Tierärztin mit hinzugezogen. "Sie hat von den drei Jungtieren Haarproben genommen, und diese im Labor bestimmen lassen", sagt die Tierpflegerin". Dabei kam heraus, dass es zwei Männchen und ein Weibchen sind. Erst dann konnte das große Leser-Voting auf BLICK.de starten - und Waltraud, Waldemar und Walfred ihre passenden Namen bekommen.

Ein Baby zieht bald aus

Zwischen all der Freude über die Namensgebung gab es auch einen kleinen Ausblick: Eines der Capybara-Babys wird schon bald den Tierpark verlassen und in den Natur- und Freizeitpark Edelwies umziehen. Dieser liegt am Rande des Vorderen Bayerischen Waldes bei Neukirchen auf 146 Hektar - eine Kombination aus Freizeitpark, Tierpark und Naturgelände.

"Natürlich ist da ein bisschen Wehmut dabei", sagt Tierpflegerin Weidlich, "aber wir wissen, dass es dort ein schönes, neues Zuhause finden wird."

Ein Jahrzehnt ohne Nachwuchs - jetzt dreifaches Glück

Der Capybara-Nachwuchs im Tierpark ist ein kleines Wunder: Seit zehn Jahren gab es keine Jungtiere mehr. Umso größer war die Freude, als Ende August 2024 gleich drei gesunde Babys zur Welt kamen. Die Elterntiere Fee und Fred- sie stammen aus Berlin und Osnabrück - hatten es anfangs nicht leicht miteinander. "Das Weibchen hat den Bock gebissen", erinnert sich die Tierpflegerin. Doch mit Geduld und Einfühlungsvermögen gelang die Vergesellschaftung - und das Ergebnis tapselt nun neugierig durchs Gehege.

Capybaras - Publikumslieblinge mit Persönlichkeit

Mit ihrem sanften Wesen, dem plüschigen Fell und ihrer Gelassenheit zählen Capybaras zu den Lieblingen im Tierpark. Sie baden gern, grasen genüsslich und lassen sich kaum aus der Ruhe bringen - es sei denn, es liegt frisches Obst bereit.

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