Der FSV Zwickau & seine zwei Gesichter: „Wir haben uns selbst geschlagen.“

Nach dem starken Auftaktsieg in Jena setzte es für die Schwäne eine 0:3-Heimpleite gegen Greifswald. Sowohl Sportdirektor Lenk als auch Trainer Schmitt übten harsche Kritik an der „Nicht-Leistung“.

Zwickau

Die digitale Anzeigentafel in der „GGZ-Arena“ vermeldete nach 90 Minuten ein 0:3. Zuletzt flackerte eben dieses Ergebnis am 30. August 2024 über die Leinwand. Damals war die VSG Altglienicke dafür verantwortlich, diesmal nun der Greifswalder FC. Dazwischen lagen 701 Tage, in denen der FSV Zwickau saisonübergreifend 31 Heimpartien ungeschlagen blieb. „Wir haben eine ganz, ganz schwache erste Halbzeit gespielt und in Greifswald mit ihrem cleveren Konterspiel unseren Meister gefunden“, resümierte FSV-Trainer Rico Schmitt und wusste sogleich zu betonen: „Es tut mir für unsere Fans wahnsinnig leid, ich kann mich für den Auftritt meiner Mannschaft nur entschuldigen.“

Schwäne in allen Belangen absolut unterlegen

Dass jede Serie irgendwann reißt, ist ein ungeschriebenes Gesetz. Nach dem starken Start beim FC Carl-Zeiss Jena wollten die Schwäne allerdings vor heimischem Publikum nachlegen, doch wurde deren Höhenflug abrupt beendet. FSV-Sportdirektor Robin Lenk redete sofort Tacheles: „Greifswald war giftig und gierig, wollte unbedingt gewinnen, wir wiederum waren pomadig, viel zu selbstsicher und letztlich in allen Belangen dem Gegner heute absolut unterlegen.“

FSV-Torwart Hiemann: „Wir haben es Greifswald zu einfach gemacht.“

Vor den 4.330 Zuschauern – darunter 28 Gäste – zeigte sich bereits nach zwei Zeigerumdrehungen, dass die neuformierte Greifswalder Mannschaft mehr im Sinn hatte. Als die Schmitt-Schützlinge zum ersten Mal eine Unachtsamkeit an den Tag legten, hatten sie noch Glück, dass Grace Bokake die schnelle Führung verpasste. „Man hatte die gesamte Spielzeit über nicht das Gefühl, dass heute irgendwas bei uns geht“, sagte FSV-Torwart Lucas Hiemann nach der Partie und benannte den Hauptgrund für die verdiente Niederlage: „Wir haben es Greifswald zu einfach gemacht, um schlussendlich drei überlegte Tore erzielen zu können.“ In der 26. Minute nutzte der 24-jährige Bokake einen Konter aus und traf zum 1:0.

Alle Gegentore fielen über Zwickaus rechte Seite

Der zweite Treffer der GFC-Elf hatte eine identische Entstehung wie die Führung. Kay Seidemann – eingesetzt von Marcus Niemitz – bediente zum zweiten Mal mustergültig seinen Mitspieler. In der 45. Minute schob diesmal Colin Kroll-Thiel locker ein. Den 0:3-Endstand besorgte der eingewechselte Felix Heim. Die drei Gegentore fielen allesamt über Zwickaus rechte Abwehrseite um Ben-Luca Moritz. Der Neuzugang vom FC Rot-Weiß Erfurt erwischte alles andere als eine gute Heimpremiere. „Es ist immer schwer, gegen einen stehenden Gegner zu agieren, wenn einem Ideen und Lösungen fehlen. Am Ende haben wir uns – auch wegen einer vernachlässigten Restverteidigung – selbst geschlagen“, erklärte FSV-Trainer Schmitt.

Chemnitz am kommenden Dienstag

Am Dienstag, dem 04. August, hat der FSV Zwickau sofort die Möglichkeit, die Heimniederlage wettzumachen. Allerdings wartet mit dem Chemnitzer FC ein Gegner, der nach zwei Spielen sechs Punkte auf dem Konto und noch kein Gegentor kassiert hat. „Wenn wir gegen den CFC so spielen, dann müssen wir uns warm anziehen“, stellte FSV-Sportdirektor Lenk klar, und -Trainer Schmitt verspricht: „Wir wollen wieder neues Feuer entfachen.“

Stahnsdorf an einem Mittwoch

Die zweite „Englische Woche“ hat eine Korrektur erfahren. Das Duell beim Aufsteiger RSV Eintracht Stahnsdorf 1949 wurde um einen Tag verschoben und findet entsprechend am Mittwoch, dem 26. August, statt. Der Anstoß im „Preussenstadion Malteserstraße“ bleibt unverändert bei 18 Uhr. Dazu hat der „Nordostdeutsche Fußballverband“ (NOFV) die Spiele gegen den SV Babelsberg (H, 29. August, 16 Uhr), Chemie Leipzig (A, 12. September, 14:30 Uhr), die VSG Altglienicke (H, 15. September, 19 Uhr) und den Halleschen FC (H, 18. September, 19 Uhr) fix terminiert.

Habt ihr eine Meinung zu diesem Artikel oder einen Fehler entdeckt? Dann weist uns gern darauf hin.

Auch interessant für dich