Deutsche Meisterschaft im Rallyeflug: Flugplatz Zwickau wird zum Zentrum des Luftsports

Piloten stellen sich der Herausforderung

Zwickau

Der Flugplatz in Zwickau ist bis Sonntag Dreh- und Angelpunkt für die 32. Offene Deutsche Meisterschaft im Rallyeflug. Joachim Lenk, Vorsitzender vom Aero-Club Zwickau sagt: „In Zwickau hatten wir schon einige große Events und jetzt erstmalig eine Navigationsmeisterschaft, die sich Rallyeflug nennt.“

Anspruchsvolle Navigation ohne technische Hilfsmittel

Die Herausforderung für die Teilnehmer: sie müssen eine bestimmte Route abfliegen mit einer bestimmten Geschwindigkeit. Joachim Lenk spricht von einer komplizierten Angelegenheit, weil die Teams eine Zeitvorgabe haben und alle vorgegebenen Punkte, die als Fotos vorgelegt sind, finden müssen: „Allerdings ohne die Verwendung navigatorischen Hilfsmittel. Sie müssen alles auf der Karte einzeichnen, was sie gesehen haben.“

Das Komplizierte: die Teilnehmer bekommen erst 20 Minuten vor Start die Aufgabe ausgehändigt und müssen sich dann in der kurzen Zeit entsprechend auf den Flug vorbereiten.

Fünf Strecken und zwölf Teams

Die Flugzeit beträgt ungefähr 90 Minuten – die Strecken sind rund 200 Kilometer lang. In Summe gibt es fünf verschiedene Strecken, die im Vorfeld abgeflogen worden sind. Dabei wurden die relevanten Punkte alle fotografiert.

In Summe sind es 12 Teams bestehend aus Pilot und Navigator, die am Start sind. Eine bestimmt Flugzeugklasse ist nicht vorgeschrieben. Wie Joachim Lenk erklärt, müssen die Maschinen nur eine bestimmte Geschwindigkeit aufbringen und einen Propeller haben. Das geht vom Motorsegler bis zur Motormaschine.

Drei Wertungsflüge für den Meistertitel

„Insgesamt brauchen wir drei geflogene Strecken, damit die Meisterschaft gewertet werden kann“, erklärt Wettbewerbsleiter Henry Franzkowiak, der hinzufügt: „Für die Weltmeisterschaft muss man sich in Deutschland nicht qualifizieren, weil wir nicht so viele Piloten haben. In der Regel ist es so, wer möchte und die Leistung in den nationalen Wettbewerben hat, kann antreten Das sieht anders aus, wenn man bespielweise in Polen, Tschechien oder Frankreich ist. Diese Länder haben einen Kader von ungefähr 40 bis 50 Piloten, die sich über nationale Wettbewerbe qualifizieren.“

Im kommenden Jahr wird in Zwickau eine Weltmeisterschaft im Navigationsflug ausgetragen, allerdings nicht im Rallyeflug.

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