Ein Leben voller Tempo und Reaktionsstärke: 90-Jähriger steht immer noch an der Platte

Rudolf Ebert aus Lauterbach hält dem Tischtennissport die Treue

Lauterbach

Geschwindigkeit ist keine Hexerei, doch wer Tischtennis spielt, muss schon recht flink sein und benötigt dazu auch noch gute Augen und einen gesunden Reflexmechanismus! Über all das verfügt der Lauterbacher Rudolf Ebert noch reichlich - trotz dass bei seinem Alter jetzt die Vorzahl "9" steht!

 

Geboren in Gersdorf, verwurzelt in Neukirchen

Über den rüstigen Senior zu schreiben, würde bedeuten, man könnte einen Roman verfassen - selbst wenn man nur das Wichtigste nimmt! Also muss man aufgrund der vielen Jahre, über die es zu berichten gäbe, gekonnt filtern. Am 21. Januar 1936 wurde Rudolf Ebert in Gersdorf bei Pirna geboren. Aufgewachsen ist er in Neukirchen, wo er von 1942 bis 1950 die Schule besuchte.

 

Vom Maschinenschlosser in die Welt

In der Crimmitschauer Maschinenbaufabrik erlernte er von 1950 bis 1952 den Beruf des Maschinenschlossers. In diesem Beruf war er unter anderem beim damaligen Gewächshausbau Neukirchen (später Metallverarbeitung und Buderus) sowie im KfL (Kreisbetrieb für Landtechnik) Neukirchen tätig. Sein Wissen und seine Fähigkeiten verschlugen ihn aber auch nach Esslingen in Baden-Württemberg und zwischen 1963 und 1965 sogar nach Südafrika. Bis zu seinem Eintritt ins verdiente Rentenalter 1996 arbeitete er als Schlosser bei Buderus in Neukirchen.

 

Erste sportliche Erfolge in der Armeezeit

Seine sportlichen Aktivitäten erwachten während seiner Armeezeit 1954. Damals war es die Leichtathletik, die es ihm angetan hatte. Für erste Erfolge, unter anderem im Weitsprung, kann er noch heute stolz eine Urkunde präsentieren.

 

Seit 1976 am Tischtennis-Tisch

Mit dem aktiven Tischtennis begann Rudolf Ebert im Jahr 1976 und spielte anfangs in der damaligen Crimmitschauer Lederfabrik. Seit 1990 ist er bei Post Crimmitschau aktiv und spielte hier in der 1. Kreisklasse, zuletzt in der Altersklasse 85. Eigentlich wollte er seit Anfang dieses Jahres seinen Tischtennisschläger an den sogenannten "Goldenen Nagel" hängen. Doch ganz aufhören? Das kommt nicht infrage. Weiterhin wird er im Notfall als Spieler aushelfen. "Demzufolge muss ich, um mich fit zu halten, auch immer noch regelmäßig einmal wöchentlich zum Training nach Crimmitschau gehen", sagt er schmunzelnd.

 

10 Pokale und 48 Top-Platzierungen

Natürlich hat sich über die Jahre einiges an Auszeichnungen und Pokalen angesammelt, die jederzeit angeschaut werden können. Neben zehn Pokalen kommt die Sammlung der Urkunden und Auszeichnungen von vorderen Plätzen (1. bis 3. Platz) auf die stattliche Zahl von 48!

 

Aktiv auch abseits der Platte

Doch nicht nur sportlich ist der rüstige Senior noch aktiv. Täglich, bei fast jedem Wetter, werkelt er im und auf dem Wohngrundstück am Schänkenberg, wo er gemeinsam mit seinem Sohn Karsten und der Familie wohnt. Ob beim Bau von Unterständen fürs Feuerholz, beim Errichten von Hasenställen oder beim Spalten von Feuerholz - er ist immer in Bewegung und an der frischen Luft.

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