Emsland-Connection eskaliert erstmalig beim FSV Zwickau!

Die Schwäne zeigten Mentalität und besiegten den SV Babelsberg nach Pausenrückstand mit 3:2.

Zwickau

„Mit diesem Spiel und seinem Verlauf haben wir gezeigt, dass wir zur Liga-Spitze gehören“, sagte FSV-Trainer Rico Schmitt nach dem 3:2-Heimsieg über den SV Babelsberg. Die Gäste aus Potsdam wussten zwei Fehler in der ersten Halbzeit eiskalt zu nutzen und lagen zur Pause mit 2:1 in Führung. Mit einer deutlichen Leistungssteigerung und Toren der Emsland-Connection konnten die Schwäne die Partie vor 3.713 Zuschauern in der „GGZ-Arena“ noch drehen.

Schwäne-Defensive wieder mit Winterschlafmomenten

Vier Gegentore beim ZFC Meuselwitz sowie jeweils zwei in den folgenden zwei Heimspielen – erst gegen die VSG Altglienicke und nun gegen den SV Babelsberg. Die so sattelfeste Schwäne-Defensive präsentierte sich in den ersten drei Spielen im Jahr 2026 immer wieder unkonzentriert und hatte mehrere Winterschlafmomente. Gegen die Kiezkicker beging Maximilian Somnitz, der zuletzt gegen die VSG schon einen Elfmeter verursacht hatte, den nächsten kapitalen Fehler. Aus diesem resultiere in der elften Minute das 0:1 durch Linus Queißer. Beim zweiten Gegentor in der 28. Minute ließen sich Oliver Fobassam und Luca Prasse mit einem Doppelpass düpieren, und nach einer mustergültigen Flanke von Gordon Büch traf Tobias Hasse via Direktabnahme zum 2:1. „Wir haben es in der ersten Halbzeit nicht verstanden, Ruhe in unser Spiel zu bringen, stattdessen waren wir lethargisch und haben einfache Fehler gemacht, wodurch die Pausenführung der Babelsberger auch verdient gewesen ist“, resümierte FSV-Sportdirektor Robin Lenk.

FSV-Trainer Schmitt: „Pfostentreffer hat uns am Leben gehalten.“

Die Schmitt-Schützlinge hatten Glück, dass Darijan Silic bei seinem Abschluss im Abseits stand und Luis Müller nach einem Eckball nur den Pfosten traf. Der zwischenzeitliche 1:1-Ausgleich war Lukas Eixler vorbehalten, dessen Schuss aus 30 Metern an Freund und Feind vorbeiging und schlussendlich im Netz zappelte. „Babelsberg hat es uns in der ersten Halbzeit mit ihrer flinken und disziplinierten Spielweise sehr schwer gemacht, und der Pfostentreffer uns letztlich am Leben gehalten“, sagte FSV-Trainer Rico Schmitt. „Wir sind in der Pause ruhig geblieben und wussten, dass wir eine deutliche Leistungssteigerung sowie einen schnellen Ausgleich brauchen“, erklärte der 57-Jährige – und so sollte es letztlich kommen, denn sein Team stürmte nach der Pause sofort los.

Emsland-Connection dreht auf & das Spiel

Nach dem Seitenwechsel traf Eixler mit einem satten Schuss in der 48. Minute zum wichtigen 2:2. Der Doppelpacker fasste das Auf-und-Ab-Spiel wie folgt zusammen: „Die erste Halbzeit war ehrlicherweise nicht gut von uns, da dürfen wir keine zwei Gegentore kassieren, ich freue mich, dass wir nach dem Seitenwechsel das Spiel noch drehen konnten.“ Daran hatte auch Luca Prasse eine gewaltige Aktie. Nach einer Stunde erzielte der Winter-Neuzugang seinen Premierentreffer für die Schwäne. „Beim Jubeln kamen viele Emotionen hoch“, betonte Eixler und fügte hinzu: „Und natürlich auch Erinnerungen.“

Eix & Prasse schossen Meppen in die Bundesliga

Denn die beiden gebürtigen Emsländer schossen in der Saison 2021/22 die U19 des SV Meppen in die Bundesliga. „Wir haben damals zusammen vorn gespielt und viele Tore erzielt – und jetzt gelingt uns das zum ersten Mal im Männerbereich, das ist natürlich cool“, freut sich „Eix“, der zum Prasse-Premierentreffer sagte: „Den Instinkt zu haben, diesen Weg zu gehen, zeigt seine Qualität.“ Der Siegtorschütze, der sich gegen Altglienicke bereits als Vorlagengeber ausgezeichnet hatte, war gleichfalls glücklich: „Es ist ein geiles Gefühl, vor so einer Kurve zu knipsen.“

FSV-Sportdirektor Lenk lobt „Mentalität und starke Reaktion in der zweiten Halbzeit“

Der FSV Zwickau hat zum zweiten Mal in dieser Saison aus einem Rückstand einen Sieg gemacht. Zuletzt gelang das gegen den Halleschen FC am zehnten Spieltag. „Die Jungs haben in der zweiten Halbzeit Mentalität und eine starke Reaktion gezeigt und die Führung bis zum Schluss aufopferungsvoll verteidigt“, lobt FSV-Sportdirektor Lenk die Mannschaft.

Nach dem siebten Heimsieg setzen sich die Schwäne in der Spitzengruppe der Regionalliga-Nordost fest und hat nur noch zwei Punkte Rückstand auf den dritten Platz. Am Samstag, dem 07. März, gastieren sie bei der zweiten Mannschaft des 1. FC Magdeburg. Anstoß in der „Avnet-Arena“ ist um 14 Uhr. Cemal Sezer wird FSV-Trainer Schmitt wegen seiner fünften gelben Karte nicht zur Verfügung stehen.

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