Eine „Englische Woche“ bietet immer den Vorteil, dass eine Niederlage innerhalb weniger Tage wieder wettgemacht werden kann. Der FSV Zwickau hat – nach dem 0:3 beim Halleschen FC – bereits am Dienstagabend die Möglichkeit dazu, wenn um 19 Uhr die zweite Mannschaft von Hertha BSC in der „GGZ-Arena“ gastiert. „Das ist ein sehr wichtiges Spiel für uns, gegen ein spielstarkes und talentiertes Team“, schätzt FSV-Trainer Rico Schmitt den Kontrahenten ein, der zuletzt dreimal in Folge den Platz als Verlierer verließ.
Fällt Ziemer gegen seinen Ex-Verein aus?!
Sonny Ziemer hatte sich in der ersten Halbzeit gegen den HFC bei einer Rettungsaktion eine leichte Verletzung zugezogen. Deswegen wird der gebürtige Berliner gegen die Hertha, in deren Nachwuchsmannschaften die der mittlerweile 24-jährige Innenverteidiger spielte, höchstwahrscheinlich ausfallen. Tritt dieser Fall ein, könnte Oliver Fobassam zusammen mit Maximilian Somnitz die Innenverteidigung bilden Kilian Senkbeil als Rechtsverteidiger in die Startformation rücken. Gleiches gilt für Cemal Sezer, der gegen den HFC auf der Bank saß: „Ich wollte einen anderen Impuls setzen“, begründete Schmitt diese Maßnahme und leitete direkt zur Video-Analyse über. Neben der Standardschwäche und den vergebenen Chancen gab es aber auch Lichtblicke im Spiel der Rot-Weißen. „Wir sind deutlich mehr gelaufen als der Gegner, haben zudem wir wieder deutlich besser mit dem Ball operiert und Fussball gespielt. Einziges Manko: Es fehlte der finale Pass in die Box“, erklärte der 57-jährige Fußballlehrer.
Beißt the Snake endlich wieder zu?!
Mit Marc-Philipp Zimmermann steht ein erfahrener und torgefährlicher Stürmer in den Reihen der Schwäne. Der 36-Jährige wartet in dieser Saison allerdings noch auf seinen Premierentreffer, bekommt aber Rückendeckung: „Wir wissen um seine Qualitäten und glauben an ihn: The Snake wird bald wieder zubeißen“, sagte Schmitt, der weiterhin den Kurs vorgab, um die Heimspielserie aufrechtzuerhalten. „Wir wollen mutig nach vorn spielen, und müssen – nicht wie zuletzt in Halle – unsere Chancen einfach eiskalt verwerten.“ Und darüber hinaus wieder zur alten defensiven Stärke finden.
Schwäne zerschießen sich ihr Torverhältnis
Das Prunkstück der Schwäne – eine stabile Defensive – ist mittlerweile nicht mehr ganz so sattelfest: In den 17 Spielen der Hinrunde hat der FSV Zwickau nur 18 Gegentore hinnehmen müssen, stellte damit die viertbeste Defensive der Regionalliga-Nordost. In den bisherigen acht Partien in der Rückrunde musste Torwart Lucas Hiemann bereits 14 Gegentore hinnehmen. Mit diesem Wert steht das Team von Schmitt im unteren Tabellendrittel. Nach dem 1:0-Sieg über Hertha Zehlendorf – das erste und bis dato einzige in der Rückrunde ohne Gegentor – hatte der FSV-Trainer resümiert: „Wir hatten uns – angefangen bei den viert Treffern gegen Meuselwitz – schon unser Torverhältnis zerschossen.“
Gefährlicher Außenseiter
Geht es gegen die kleine Hertha weiter? Diese hat zwar die letzten drei Spiele allesamt verloren, ist aber dennoch stets in der Lage, gefährlich zu agieren und damit ihre Gegner zu ärgern, wie das Hinspiel zu beweisen wusste: Beim 3:3 gab es erst einen Berliner Blitzstart nach vier Minuten sowie am Ende den Last-Minute-Ausgleich.
Hertha BSC II: Hinten pfui, vorn hui!
Die zweite Mannschaft von Hertha BSC spielt seit nunmehr 14 Jahren in der Regionalliga-Nordost. In der aktuellen Spielzeit rangiert das Team von Rejhan Hasanovic auf dem elften Platz. Ein Grund dafür ist die Defensive. Mit 48 Gegentoren stellt Hertha II mittlerweile die schlechteste. Daran konnte auch Winter-Neuzugang Elias Decker – ausgeliehen vom FC Ingolstadt – noch nichts ändern. Der 19-jährige Innenverteidiger absolvierte bis dato alle sechs Partien in 2026. In den letzten beiden setzte es – wenngleich gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig und den FC Rot-Weiß Erfurt – sieben Gegentore.
Treffsicher wie Zwickau
Es läuft jedoch regelmäßig auch in der Offensive der Berliner. Mit 38 Toren haben sie genauso viele wie der FSV Zwickau geschossen. Der beste Torjäger ist Mittelstürmer Oliver Rölke, der acht Tore auf seinem Konto hat. Aus dem sehr jungen und talentierten Kader stechen vor allem Kapitän Änis Ben-Hatira (37 Jahre), Rechtsverteidiger Peter Pekarík (39 Jahre) und Offensivspieler Joel Richter (27 Jahre) heraus.
Habt ihr eine Meinung zu diesem Artikel oder einen Fehler entdeckt? Dann weist uns gern darauf hin.




