FSV Zwickau baut „gigantische Heimserie“ mit Unentschieden gegen Eilenburg aus!

Die Schwäne spielen gegen die Nordsachsen nur 2:2

Zwickau

Das letzte Spiel des Jahres fällt für den FSV Zwickau zweigeteilt aus. Die gute Nachricht: Nach dem 2:2 gegen den FC Eilenburg haben die Schwäne das Fussballjahr 2025 sensationell ohne eine einzige Heimniederlage abgeschlossen. Die weniger gute Nachricht: Durch die Punkteteilung gegen den abstiegsbedrohten FCE konnte der FSV die Scharte der 0:3-Hinspielniederlage nicht wettmachen und überwintert nun mit starken 35 Punkten auf dem 4. Platz. Vor 4.095 Zuschauern im der „GGZ-Arena“ trafen Dobruna und Sezer. Für die Gäste waren Mattmüller und Niemitz – jeweils in der Nachspielzeit beider Halbzeiten – erfolgreich.

Eine Änderung gegen Eilenburg

Gegen den Tabellenvorletzten veränderte FSV-Trainer Schmitt sein Team auf einer Position. Für Lennert Möbius – der vor zwei Wochen zum Spieler des Jahres beim FC Eilenburg gewählt wurde – fing Veron Dobruna an. Außerdem blieb die Innenverteidigung vom 2:0-Auswärtssieg beim 1. FC Lokomotive unberührt. Weil Jonas Dittrich und Josua von Baer erneut als Außenverteidiger starteten, saßen die gelb-gesperrten Sonny Ziemer und Kilian Senkbeil vorerst auf der Bank. „Das wird eine knifflige Aufgabe. Eilenburg liegt zwar am Tabellenende, aber sie spielen nicht so, auch rein von der Spielanlage nicht“, sagte der 57-Jährige vor dem Duell gegen den FCE.

Dobruna rechtfertigt Startelfeinsatz

Die Gäste aus Nordsachsen, die in den letzten beiden Jahren jeweils zwei Tore in der „GGZ-Arena“ erzielen konnten, versteckten sich keineswegs. Die erste Gelegenheit oblag aber dem FSV in der neunten Minute. Nach Vorlage von Theo Martens streichelte Daniel Haubner auf die Latte. Drei Zeigerumdrehungen später hatte Cemal Sezer den zweiten Abschluss, der allerdings geblockt werden konnte. Die Eilenburger blieben mutig und hatten in der 20. Minute eine riesengroße Chance, um in Führung zu gehen. Corvin Kosak scheiterte aus Nahdistanz an Lucas Hiemann. Auf der Gegenseite wurde Dobruna in der 23. Minute beim Klärungsversuch angeschossen, und der Ball landete im Netz. Für den Angreifer war es das vierte Saisontor.

Verletzungsbedingter Wechsel & kalte Dusche in der Nachspielzeit

Unmittelbar vor dem Führungstreffer verletzte sich Haubner an der linken Schulter. Für den 27-jährigen Mittelfeldspieler kam Joshua Putze in die Partie. Die Schwäne verwalteten anschließend, verpassten aber mehrmals den wichtigen zweiten Treffer zu erzielen. Nach einem Kopfball von Maximilian Somnitz, der nach einer Martens-Ecke auf dem Tornetz landete, dauerte es bis zur Nachspielzeit, ehe Sezer und Dittrich jeweils noch einmal zum Abschluss kamen. Beide blieben jedoch erfolglos. Als alle mit dem Pausenpfiff von Schiedsrichter Luis Riedel aus Chemnitz rechneten, tauchte Jeronimo Mattmüller nach einem Doppelpass frei vor dem FSV-Schlussmann auf und traf zum nicht ganz unverdienten Ausgleich.

Sezer-Elfmeter reicht nicht zum siebten Heimsieg aus

Nach dem Seitenwechsel hatten wieder die Eilenburger die erste Gelegenheit. Kosak prüfte Hiemann von der Strafraumgrenze. Die Schmitt-Schützlinge agierten fahrig und hatten in der 57. Minute, als ein Klärungsversuch von Dobruna ans Aluminium klatschte. Die Schwäne mühten sich redlich, blieben aber in der Offensive größtenteils schwach. Sezer und Top-Scorer Lukas Eixler hatten jeweils eine Halbchance. Den Gästen wiederum fehlte die Zielstrebigkeit, um die Entscheidung zu suchen. In der 77. Minute sorgten zwei geniale Momente für einen berechtigten Elfmeter. Fobassam leitete den Spielzug mit einem energischen Solo ein und Eixler wurde im Strafraum von den Beinen geholt. Sezer schnappte sich den Ball und verwandelte abgezockt zum - zu diesem Zeitpunkt schmeichelhaften - 2:1. Für den 29-Jährigen war es das dritte Saisontor, zwei davon vom Punkt. Eixler und Sezer verpassten in der Schlussphase das 3:1. Und dann kam wieder die Nachspielzeit und der zweite Ausgleich der Eilenburger: Marcus Niemitz sorgte für das 2:2 und für gerechte Punkteteilung. Wie schon im Hinspiel ist der FC Eilenburg zu einem Stolperstein geworden.

Immerhin: Das Fussballjahr 2025 schließt der FSV Zwickau ungeschlagen ab. Seit insgesamt 23 Spielen sind die Westsachsen in der heimischen „GGZ-Arena“ unbesiegt.

Schwäne überwintern auf 4. Platz & fliegen in den Süden

Die Schwäne überwintern in ihrer dritten Regionalliga-Saison mit stolzen 35 Punkten (10 Siege, 5 Unentschieden, 4 Niederlagen) auf dem 4. Platz. Der Rückstand zum Tabellenführer 1. FC Lokomotive beträgt stattliche elf Punkte. Vor einem Jahr war es mit 32 Punkten (10 Siege, 2 Unentschieden, 7 Niederlagen) gleichfalls der vierten Platz.

Am 05. Januar 2026 beginnt der FSV Zwickau mit der Vorbereitung auf die Restrückrunde. Das erste Highlight des Jahres ist das „21. ZEV-Hallenmasters“ in der „Sparkassen-Arena“ in Zwickau. Das Team von Schmitt geht als Titelverteidiger ins Rennen und trifft in der Gruppe B auf den VFC Plauen und die U21 der SG Dynamo Dresden. In der Gruppe A duellieren sich die Westsachsenauswahl, der FC Carl-Zeiss Jena und der Chemnitzer FC. Einen Tag später fliegen die Schwäne ins Trainingslager in die Türkei, wo zwei Testspiele stattfinden werden. Mit dem Wuppertaler SV aus der Regionalliga-West steht bereits der erste Kontrahent fest. Die Rückreise ist für den 18. Januar avisiert. Der Punktspielbetrieb beginnt mit einem Heimspiel gegen den SV Babelsberg Ende Januar.

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