Nach drei Siegen in Folge musste sich der FSV Zwickau erstmalig wieder geschlagen geben. Vor 8.300 Zuschauern – darunter 877 FSV-Anhängern – im „Leuna-Chemie-Stadion“ verloren die Schwäne gegen den Halleschen FC mit 0:3. Neben den beiden Ex-Zwickauern Löhmansröben und Hauptmann traf weiterhin Stierlin beim achten HFC-Sieg in Serie. Nach der sechsten Auswärtsniederlage in dieser Saison bleibt das Team von Rico Schmitt auf dem fünftem Platz.
Schwäne starten ohne Sezer und der HFC ohne Trainer
Überraschung in der Startformation des FSV Zwickau: Erstmals seit dem 14. Spieltag stand Cemal Sezer nicht in dieser. Für ihn kehrte Theo Martens nach seiner Gelbsperre in diese zurück. Außerdem ersetzte Joshua Putze im Mittelfeld Nick Breitenbücher. Mit Jan Löhmannsröben und Marius Hauptmann begannen beim Halleschen FC zwei ehemalige FSV-Kicker. Wegen einer Gelbsperre fehlte beim HFC Trainer Robert Schröder. Für ihn stand sein Co-Trainer Sascha Prüfer an der Seitenlinie.
HFC-Ultras fackeln foxteufelswild
Im letzten Heimspiel gegen den Chemnitzer FC zeigten die HFC-Ultras das Spruchband „Der Armee von Träumern die Waffe geraubt. Die 25.000 Euro holen wir mit Strafzahlungen heraus!“ – und gegen den FSV Zwickau lösten sie das Versprechen sofort ein. Die Choreografie stand unter dem Motto „In stürmischen Zeiten entfacht der Wind das Feuer!“ und mehr als 50 Mitglieder aus der „Armee der Träumer“ zündeten über die komplette Kurvenbreite verteilt Bengalos. Hintergrund: Der jüngst mit sofortiger Wirkung zurückgetretene Präsident Dr. Jürgen Fox hatte auf einen Lizenzantrag für die 3. Liga verzichtet, was die Fanseele erzürnte. Im Gästeblock wurde derweil eine Trikot-Blockfahne mit dem The-Cure-Songtitel „Friday, I‘m in Love!“ hochgezogen sowie – wenngleich deutlich weniger – Bengalos gezündet.
Halle trifft via Standard zum 1:0
Die Gastgeber starteten – angelehnt an die Choreo – stürmisch und erspielten sich in der Anfangsphase sofort mehrere Ecken, aus denen diese – im Vergleich zu den letzten Spielen – vorerst kein Kapital schlagen konnten. In der neunten Minute köpfte Malek Fakhro nach einem überfallartig vorgetragenen Spielzug über den Kasten von Lucas Hiemann. Zwei Zeigerumdrehungen später hatte Veron Dobruna für den Sachsen den ersten Abschluss. Sein Kopfball ging gleichfalls über das Tor. In der 19. Minute schlug der HFC via Standard zu: Den Freistoß von Max Kulke köpfte ausgerechnet Löhmannsröben ein. Für den 34-jährigen Defensivspieler war es das zweite Saisontor.
Ziemer verhindert und Eixler verpasst Tor
Der HFC erhöht kontinuierlich den Druck und hatte in der 22. Minute die Chance, um schnell auf 2:0 zu stellen. Fabrice Hartmann konnte zwar den herausgeeilten Hiemann überlupfen, allerdings klärte Sonny Ziemer unmittelbar vor der Linie. Auf der anderen Seite antizipierte Lukas Eixler einen Fehlpass. Anstatt aber den freien Mitspieler zu bedienen, brachte der Emsländer den Ball nicht an Sven Müller vorbei.
Duplizität der HFC-Führung
Die Hallenser blieben ihrer Standardstärke treu und erhöhten nach einer guten halben Stunde auf 2:0, welches dem Führungstreffer ähnelte. Kulke flankte, Hiemann sprang diesmal vorbei und Niclas Stierlin schob den Ball – am langen Pfosten lauernd – sicher ein. Der 26-jährige Mittelfeldspieler ist mit acht Saisontoren nun bester HFC-Schütze. Diese drückten weiter auf die Tube und hatten mit Hauptmann die Möglichkeit, vor der Pause bereits den Sack zu schließen. Hiemann hielt den Schuss und damit die Schwäne noch im Spiel. Kurz vor der Pause prüfte Rechtsverteidiger Oliver Fobassam mit einer missglückten Flanke den Hallenser Schlussmann.
Wenn zwischen dem zweiten und fünften Platz drei Tore liegen
FSV-Trainer Schmitt reagierte zur Pause und brachte für den unauffälligen Luca Prasse Stürmer Sezer – und dieser setzte nach 50 Minuten mustergültig Dobruna ein, der allein auf Müller zulief, jedoch an diesem nicht den Ball vorbeibekam. Der zweifache Vorlagengeber Kulke hatte – nach einem Fehler von FSV-Kapitän Andrej Startsev – wenige Momente später einen Abschluss, scheiterte jedoch an Hiemann. Dieser war dann in der 69. Minute beim Schuss von Hauptmann – die Vorlage lieferte zum dritten Mal Kulke – machtlos. Damit traf ebenso der zweite ehemalige FSV-Spieler, für den es ebenso das zweite Saisontor war. Der Hallesche FC verwaltete in der zweiten Halbzeit souverän und besiegte schlussendlich vollkommen verdient den FSV Zwickau im „Leuna-Chemie-Stadion“ mit 3:0. Auch weil die Schmitt-Schützlinge – bis auf einen Kopfball des eingewechselten Till Jakobi – keine nennenswerten Gelegenheiten zustande brachten.
Heimspiel gegen Hertha-Bubis
Der FSV Zwickau geht in seine zweite „Englische Woche“ im Jahr 2026. Mit der zweiten Mannschaft von Hertha BSC kommt am Dienstag, dem 24. März, ein Team aus dem Tabellenmittelfeld in die „GGZ-Arena“. Die Hauptstädter sind mit drei Siegen in die Restrückrunde gestartet, anschließend folgten drei Niederlagen. Das Hinspiel endete vor 917 Zuschauern im „Stadion auf dem Wurfplatz“ 3:3. Für die Schwäne waren bei der Punkteteilung Lennert Möbius, Startsev und Daniel Haubner erfolgreich.
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