FSV Zwickau feiert Heimsieg und deren Ultras Geburtstag!

Dobruna und Eixler treffen beim 2:0 gegen Hertha BSC II

Zwickau

Der FSV Zwickau hat die erste Niederlage in diesem Jahr - das 0:2 beim Tabellenzweiten, dem Halleschen FC - ausgewertet und analysiert - und im Heimspiel gegen die zweite Mannschaft von Hertha BSC die richtige Reaktion gezeigt. Die heimstarken Schwäne gewannen vor 4.055 Zuschauern in der "GGZ-Arena" durch Tore von Dobruna und Eixler mit 2:0 gegen die Hauptstädter. Der nunmehr elfte Heimsieg war zugleich auch ein Geburtstageschenk an die Ultra-Gruppe "Red Kaos", welche anlässlich ihres 28. Ehrentages zwei Choreografien mit pyrotechnischer Untermalung präsentierte.

28 Jahre Ultra' in Zwickau: "Stets nach vorn!"

Flutlichtspiele versprühen immer eine besondere Atmosphäre - und von dieser konnten sich die Kicker des FSV Zwickau in dieser Saison bereits mehrfach überzeugen. Anlässlich ihres 28. Geburtstages zeigte die Ultra-Gruppe "Red Kaos" zwei sehenswerte Choreografien. Zu dem Song "Let there be rock!" der Band Tocotronic wurde in der ersten Halbzeit die Kurve in schwarze Zettel gehüllt, dazu stieg roter und weißer Rauch empor. Am Zaun prangte - eingerahmt von zwei gemalten Lautsprecherboxen - das RK-Logo. Von diesem gab es in der zweiten Halbzeit eine größere Blockfahne, rot und weiße Luftballons sowie das Frontbanner "28 Jahre Red Kaos". Zudem wurden ein zweites Mal Rauchtöpfe ins Vereinsfarben gezündet.

Ende der vergangenen Spielzeit - in welcher die eher medienscheuen Zwickauer Ultras vor allem mit der Crowdfunding-Kampagne "Fussball gehört den Fans" aktiv in die Öffentlichkeit traten - resümierte "Red Kaos": "Wir sind an unseren Aufgaben gewachsen (…) und haben gelernt, was es heißt, am Ende zu sein, und wir haben gesehen, dass man mit gemeinsamer Arbeit Undenkbares erreichen kann. Der Zulauf zum FSV und unserer Kurve ist ungebrochen. (…) Mit den Freiheiten, die wir genießen, stehen wir gleichermaßen in der Verantwortung. Es liegt in unserer Hand, welche Richtung wir einschlagen wollen und setzen alles daran, dass es stets die "nach vorn" sein wird: Der FSV Zwickau lebt!"

Der 25. April steht im Zeichen "75 Jahre Meisterschaft in Zwickau!" und die damit verbundene rot-weiße Feierlichkeit - mit Meistermarsch und -singen sowie einer anschließenden Kneipennacht - unter dem Motto "HURRA! Zwickau ist Meister!".

Ziemers erstes Mal gegen die Ex

Zurück auf den Rasen: Im Vergleich zur ärgerlichen Niederlage gegen den HFC veränderte FSV-Trainer Schmitt sein Team auf zwei Positionen. Für Somnitz und Dittrich nahmen Fobassam und Zimmermann auf der Bank Platz. Gleiches galt wieder für Albert, der nach überstandener Verletzung in den Kader zurückkehrte. Ziemer, der in der Hertha-Jugend seine fußballerische Ausbildung erfahren hat, stand in der Startformation und spielte - nachdem der Innenverteidiger die vorigen drei Duelle aus unterschiedlichen Verletzungsgründen verpasste - zum ersten Mal gegen seinen Ex-Verein. Es fehlten Martens aufgrund einer Erkrankung sowie Schlüsselburg, der sich mit einer Bänderverletzung im Sprunggelenk herumplagt.

Erstes Tor nach zwei Minuten

Der Rauch aus dem Heimbereich war noch nicht richtig verzogen, schon zappelte der Ball im Kasten der Hertha-Bubis. Dobruna verwertete eine gefühlvolle Dittrich-Flanke zum frühen Führungstreffer. Für den Offensivmann war es das vierte Saisontor. Die Gäste aus Berlin antworteten prompt und besaßen in der vierten Minute durch Pereira Mendes die sofortige Chance auf den Ausgleichstreffer, dessen Kopfball an den Pfosten klatschte. In der Anfangsphase ging es muntermutig hin und her - und Herrmann hatte in der elften Minute die nächste FSV-Gelegenheit. Allerdings konnte Hertha-Schlussmann ihm den Ball im letzten Augenblick vom Fuß spitzeln. Nach fulminanter Anfangsphase verflachte die Partie merklich. Erst in der 37. Minute wurde es das nächste Mal gefährlich. Hiemann musste einen Flankenball von Aksakals abwehren.

Eixler manifestiert elften FSV-Heimsieg

Der zweite Durchgang ist schnell erzählt: Mit einem mustergültig vorgetragenen Konter starteten die Schwäne in diesen. Könnecke schickte in der 55. Minute Herrmann mit einem Zauberpass auf die Reise und dieser bediente uneigennützig Eixler, welcher aus elf Metern den Ball in den Winkel schob. Für den Offensivspieler war es das fünfte Saisontor. Hertha machte in der Folgezeit mehr schlecht als recht das Spiel, Zwickau konterte derweil. So in der 69. Minute über Eixler, dessen Hereingabe Dittrich knapp verpasste. Drei Zeigerumdrehungen später verpasste Dobruna mit einem Kopfball seinen zweiten Treffer. In der Schlussphase vergab zudem Herrmann eine Möglichkeit auf das 3:0. Den Hertha-Bubis gelang - trotz guter Gelegenheiten - kein eigenes Tor, sodass es beim verdienten 2:0 für den FSV Zwickau blieb.

Mit dem elften Heimsieg wahrt der FSV Zwickau weiterhin die Chance, als beste Heimmannschaft die Regionalliga-Spielzeit 2024/25 abzuschließen. Die ärgsten Rivalen um diesen Titel sind der 1. FC Lokomotive Leipzig und der Hallesche FC.

"Englische Woche" mit zwei Auswärtsspielen

Die Schwäne schwärmen in der kommenden "Englischen Woche" zweimal aus. Am Mittwoch, dem 9. April, steht das Nachholspiel bei der VSG Altglienicke an. Wurde in der vergangenen Saison noch im "Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark" gespielt, tragen die Berliner ihre Heimspiele mittlerweile in der "HOWOGE-Arena Hans Zoschke" aus - und dieser Ground stellt für den FSV und seine Schlachtenbummler eine Premiere dar. Denn es ist das erste Spiel für sie in diesem Ground. Der Anstoß ertönt um 19 Uhr. Am Samstag, dem 12. April, geht es dann zum FSV Luckenwalde. Das Kellerkind konnte jüngst die Partien gegen die zweite Mannschaft von Hertha BSC und Viktoria Berlin mit 1:0 gewinnen. Anstoß im "Werner-Seelenbinder-Stadion" ist um 13 Uhr.

 

Auch interessant für dich