FSV Zwickau: Rückrundenauftakt beim Ligakrösus

Die Schwäne treten beim 1. FC Lokomotive Leipzig an.

Zwickau

Der FSV Zwickau ist mit einem Sieg in die „Leipziger Wochen“ gestartet. Bei der BSG Chemie Leipzig gewannen Westsachsen dank eines Last-Minute-Treffers von Lukas Eixler mit 2:1. Nun wartet auf das Team von Rico Schmitt mit dem 1. FC Lokomotive Leipzig der Herbstmeister der Regionalliga-Nordost. Die Lok‘sche hat in der Hinrunde alle acht Heimspiele – und das bei nur einem einzigen Gegentor – für sich entscheiden können. Eixler – mit sechs Toren sowie sechs Vorlagen bester Schwäne-Scorer – möchte das gern ändern. Anstoß im altehrwürdigen „Bruno-Plache-Stadion“ ist am Freitag, dem 05. Dezember, um 19 Uhr.

Zwei Stammspieler fehlen wegen Gelbsperre

Mit Sonny Ziemer und Kilian Senkbeil stehen FSV-Trainer Schmitt zwei Stammspieler seiner Viererkette nicht zur Verfügung. Beide hatten sich bei Schiedsrichterin Franziska Wildfeuer im Chemie-Spiel jeweils ihre fünfte gelbe Karte abgeholt und fallen dementsprechend aus. „Wir haben in der Breite und Tiefe einen guten Kader und können auch Ausfälle aufgrund von Sperren, die es im Saisonverlauf immer wieder geben wird, gut kompensieren“, sagte der 57-Jährige auf der Spieltags-Pressekonferenz. Für die Gesperrten werden Josua von Baer und Jonas Dittrich in die Startformation rücken.

Eixler: „Bock auf Lok!“

Die Schwäne fliegen mit breiter Brust und einer stolzen November-Bilanz zum Ligakrösus 1. FC Lokomotive Leipzig. So konnten zehn von zwölf Punkten in der Regionalliga-Nordost geholt sowie zudem der Einzug ins Viertelfinale des „Wernesgrüner Sachsenpokals“ gefeiert werden. Verantwortlich dafür war unter anderem auch Eixler, der in den letzten drei Ligaspielen immer traf. Der 22-jährige Offensivspieler hat „Bock auf Lok“ und benennt Gründe für seine bis dato bockstarke Saison: „Wir pushen uns gegenseitig, helfen einander. Die ganze Mannschaft hat sich weiterentwickelt, und das möchten wir auch gegen Lok zeigen. Ich erwarte ein richtig cooles, geiles Spiel.“

Die Lokomotive hat im „Bruno“ keine Bremse

Einfach wird es für den FSV Zwickau allerdings nicht. Denn die Heimbilanz Herbstmeister aus der Messestadt im „Bruno“ mehr als beeindruckend: 8 Spiele, 8 Siege, 18:1 Tore. Für das bis dato einzige Heim-Gegentor sorgte Tobias Müller vom Chemnitzer FC. Apropos CFC: Die Himmelblauen sorgten am 8. November 2024 für die letzte Lok-Heimniederlage. „Lok ist hervorragend ausgestellt, hat die älteste und erfahrenste Mannschaft der Liga, in der sich Spieler – wie beispielsweise Torwart Naumann – weiterentwickeln und besser werden, insgesamt treten sie sehr souverän auf“, schätzt Schmitt den Gegner.

Zuletzt gewann das Team von Jochen Seitz mit 5:1 bei der spielstarken zweiten Mannschaft des 1. FC Magdeburg. Die interne Torjägerliste der Lok‘sche führt Ayodele Adetula mit elf Toren an, es folgt Stürmer Stefan Maderer mit neun Toren. Mit fünf Treffern und sieben Vorlagen ragt weiterhin Jonas Arcalean in der Offensive heraus. Mit zehn Gegentoren hat die Lokomotive darüber hinaus die beste Defensive der Liga. Der FC Carl-Zeiss Jena (1:0) und Aufsteiger BFC Preussen (2:0) konnten – wenngleich jeweils im eigenen Stadion – die Lokomotive ausbremsen. „Lok spielt auf einem sehr hohen Level, machen nur ganz wenige Fehler, aber diese müssen wir am Freitagabend unter Flutlicht nutzen“, so Schmitt. Ist der FSV Zwickau dazu in der Lage?!

Spitzenspiel unter Flutlicht

In der vergangenen Saison waren die Schmitt-Schützlinge sehr lange auf einem Punktgewinnkurs. Vor 4.479 Zuschauern in Leipzig-Probstheida konnten Mike Könnecke und Theo Martens damals die Rückstände egalisieren. In der 94. Minute erhielten dann die Gastgeber schlussendlich einen Handelfmeter, den Noel Eichinger zum 3:2 zu verwandeln wusste. Für das letzte Heimspiel in diesem Jahr wartet die Lok‘sche mit einer Aktion auf: Kommt man mit vier Leuten ins Stadion, müssen nur drei davon Eintritt bezahlen. Die Gastgeber rechnen mit bis zu 6.000 Zuschauern.

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