FSV Zwickau: Schaffen die Schmitt-Schützlinge eine Saison ohne Heimniederlage?!

Die Derby-Wochen gehen für die Schwäne in die zweite Runde: Nach dem Chemnitzer FC folgt nun das Duell gegen die BSG Chemie Leipzig. „Wir sehen das Spiel nicht als Generalprobe, sondern als ein Topspiel zwischen zwei formstarken Teams an“, betont FSV-Trainer Rico Schmitt.

Zwickau

Wie schon in der vergangenen Saison bestreitet der FSV Zwickau sein letztes Heimspiel gegen die BSG Chemie Leipzig – und mit den Messestädtern gastiert am Samstag, dem 16. Mai, um 14 Uhr das aktuell formstärkste Team der Regionalliga-Nordost in der „GGZ-Arena“. Für das Traditionsduell sind bereits mehr als 7.000 Tickets verkauft. Die Leipziger werden den Gästeblock mit 1.800 Fans gänzlich füllen.

Gelingt den Schwänen eine Punkteteilung, da hätten sie keines der 17 Heimspiele verloren. Vor einem Jahr es vor 9.651 Zuschauern 1:1. Im Mittelpunkt stand dabei FSV-Stürmer Marc-Philipp Zimmermann, der nach einer Viertelstunde via Kopfball den frühen Rückstand zu egalisieren wusste, allerdings in der 69. Minute mit der gelb-roten Karte vom Platz gestellt wurde. „Zimbo“ erwartet erneut ein „kampfbetontes und intensives Spiel auf Messers Schneide“ und verspricht: „Ich werde mich in jedes Kopfballduell und jeden Zweikampf reinhauen.“

„The Snake“ beißt wieder zu

In dieser Saison lief es für den regionalliga-erfahrenen Stürmer nicht wirklich rund. Erst am 32. Spieltag platzte der Torknoten. Nach Vorlage von Lucas Albert erzielte „The Snake“ den 2:1-Siegtreffer gegen den FC Rot-Weiß Erfurt. Eine Woche später knipste er – erneut nach einer Albert-Vorlage – zum zwischenzeitlichen 2:2 beim Chemnitzer FC. Gelingt dem 36-Jährigen nun der dritte Treffer im dritten Spiel?

FSV-Trainer Schmitt freut sich darüber, dass „The Snake“ wieder zubeißt. Das Spiel gegen die Chemiker wird für den Angreifer das letzte Spiel in der Regionalliga-Nordost sein. Es wäre der 303. Einsatz, in über 100 davon trug er das FSV-Trikot. „Ich haben beim FSV Zwickau vor allem das Familiäre geschätzt - sowohl auf dem Platz als auch daneben. Die Rückkehr 2023 fühlte sich wie ein Nach-Hause-Kommen an“, so Zimmermann, der zudem noch einen Wunsch für das Duell gegen die Leipziger hat.

FSV-Stürmer Zimmermann: „Wir möchten endlich wieder in Führung gehen.“

„Unser Ziel muss es sein, endlich wieder in Führung zu gehen. Mit dieser sowie unseren Fans im Rücken wird es noch schwerer sein, uns zu schlagen.“ Zuletzt hatten die Schwäne mehrere Topchancen liegengelassen. Lukas Eixler traf im Hinspiel in der Nachspielzeit zum 2:1 und ließ den Gästeblock im „Alfred-Kunze-Sportpark“ explodieren. Ob der Goalgetter, der beim Benefizspiel gegen den AC „Löwen“ Zwickau die gesamte Spielzeit auf dem Rasen stand, eine Option ist, wird die Trainingswoche zeigen. Gleiches gilt für Joshua Putze, der jüngst in Chemnitz wegen Rückenproblemen. Gesperrt für das Traditionsduell ist Theo Martens. Dessen ungeachtet fordert FSV-Trainer Schmitt von seinen Jungs: „Ich erwarte von der ersten Minute an einen aggressiven und griffigen Auftritt. Und ich weiß: Meine Mannschaft wird brennen.“

Chemie Leipzig: Neuer Trainer, alte Sorgen

In der Winterpause stellte die BSG Chemie Leipzig alles auf links und verpflichtete mit Alexander Schmidt einen neuen Trainer – und dieser erhielt mit Marcel Bergmann, Anton Bulland, Tim Hoops, Julian Bell, Rodriguez Fantozzi, Cyrill Akono und Kay Seidemann sieben neue Spieler. Der erhoffte Erfolg sollte sich allerdings nicht ad hoc einstellen. Stattdessen blieben die alten Sorgen. In den ersten neun Spielen holten die Chemiker gerade einmal neun Punkte und verharrten auf dem 16. Platz. Zuletzt gab es jedoch sechs Siege am Stück. „Chemie hat eine starke Truppe zusammen, die sich unter dem neuen Trainer entwickelt hat und zuletzt richtig aufgeblüht ist. Die Siegesserie spricht für sich“, schätzt FSV-Trainer Schmitt den Kontrahenten sein.

Stadtderbysieg bringt Wende & vorzeitigen Klassenerhalt

Der bedeutsamste war zweifelsfrei der 1:0-Erfolg im ausverkauften „Alfred-Kunze-Sportpark“ gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig. Für das 1:0 im Stadtderby zeichnete sich Nils Lihsek verantwortlich. Der 26-jährige Mittelfeldmalocher ist der beste Vorlagengeber. So war er bereits an acht Toren beteiligt. Durch das 3:2 im letzten Spiel gegen den FC Eilenburg haben die Schmidt-Schützlinge den vorzeitigen Klassenerhalt – mittlerweile auf dem elften Platz stehend – eingefahren. Bester BSG-Torschütze ist Stanley Ratifo. Der Nationalspieler aus Mosambik hat 17 Tore auf seinem Konto. Beim 4:0‑Auswärtssieg gegen den ZFC Meuselwitz erzielte der 31-jährige Stürmer alle Treffer. Es folgen Julius Hoffmann mit sechs sowie Chemie-Kapitän Janik Mäder mit fünf Toren.

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