FSV Zwickau: Schweres Spitzenspiel im „Steigerwaldstadion“!

Die Schwäne reisen mit Demut und einem motivierten Sezer zum Ostschlager nach Erfurt.

Zwickau

Wenn der Tabellenfünfte zum Drittplatzierten reist, dann steht ein echtes Spitzenspiel an. Am Samstag, dem 08. November, gastiert der FSV Zwickau beim FC Rot-Weiß Erfurt. Anstoß im „Steigerwaldstadion“ ist um 14:03 Uhr. Während das Team von Rico Schmitt eine absolute Heimmacht ist, zeigen sich die Schwäne auf fremdem Platz auch in dieser Saison ziemlich zahm. Die letzten beiden Auswärtsspiele – beim BFC Dynamo und BFC Preussen – gingen verloren. „Wir wollen in Erfurt punkten und damit unsere Auswärtsbilanz aufbessern“, gibt der FSV-Trainer den Kurs vor.

Erstes Sezer-Tor nach langer Leidenszeit

Beim jüngsten Heimspiel gegen Luckenwalde – angereist mit einer Bilanz von sechs Spielen ohne Niederlage – überzeugte besonders Cemal Sezer. Der Neuzugang vom FC Carl-Zeiss Jena stand zum ersten Mal in der Startformation und rechtfertigte die Nominierung mit seinem ersten Tor nach 434 Tagen. Nach einer sauberen Flanke von Linksverteidiger Josua von Baer traf der 29-jährige Mittelstürmer zum vorentscheidenden 2:0. Den Führungstreffer von Veron Dobruna hatte Sezer mit einer überragenden Aktion eingeleitet. „Cemal gibt unserem Spiel eine andere Note, und genau davon partizipieren seine Mitspieler“, lobte Schmitt seinen Schützling, der wegen einer schweren Knieverletzung mehr als ein Jahr verletzt war. Diese lange Leidenszeit ist nun vorbei. „Endlich wieder von Beginn an auf dem Platz stehen dürfen und der Mannschaft zu helfen, gibt mir Kraft und Selbstvertrauen. Bei meinem ersten Torjubel für den FSV ist der Ballast förmlich von meinen Schultern gefallen“, sagte Sezer erleichtert zu seinem Premierentreffer.

Das 3:0 in „einem der besten Heimspiele“ war dem eingewechselten Nick Breitenbücher vorbehalten. „Die komplette Mannschaft hat ein richtig tolles Spiel gemacht und die Unterstützung der Fans war wieder großartig – Zwickau lebt“, so Schmitt. Einziges Manko: die Chancenverwertung.

Zu Gast bei einer Torfabrik

Während Lucas Hiemann in der heimischen „GGZ-Arena“ in fünf von sieben Spielen seinen Kasten sauber halten konnte, kassierte der 26-jährige Torwart auswärts bereits in vier Partien allein drei Gegentore – und mit dem FC Rot-Weiß Erfurt geht es nun gegen einen Gegner, welcher mit 28 erzielten Toren die drittbeste Offensive der Regionalliga-Nordost stellt. In der letzten Spielzeit wurden die Schmitt-Schützlinge in der Blumenstadt förmlich überrannt und lagen zur Pause schon mit 1:4 in Rückstand. „Wir sind damals euphorisch angereist und desillusioniert wieder nach Hause gefahren“, blick der FSV-Trainer auf das letzte Duell im „Steigerwaldstadion“ zurück. Diese Geschichte soll sich nicht wiederholen.

Schwäne-Stürmer Sezer, der erstmals in diesem Stadion auflaufen wird, freut sich auf das Aufeinandertreffen mit RWE: „Mit Jena habe ich das Derby gegen Erfurt gewonnen, jetzt möchte ich mit Zwickau in Erfurt siegen.“ Sandro Sengersdorf wird wegen einer Oberschenkelverletzung einige Woche ausfallen. Ob Marc-Philipp Zimmermann, der die Woche zumindest wieder Teiltraining absolvierte, die Reise nach Erfurt antritt, ist noch offen. In den letzten vier Duellen zwischen den beiden rot-weißen Traditionsvereinen fielen insgesamt 21 Tore.

Punkteteilungen trüben starken Saisonstart von Rot-Weiß Erfurt

Nach einem sehr starken Saisonstart mit sieben Siegen aus acht Spielen – und damit verbunden einer Tabellenführung – haben die Thüringer anschließend aufgrund von mehreren Unentschieden wichtige Punkte liegengelassen. Zuletzt gegen die Kellerkinder aus Eilenburg und Meuselwitz. Vor allem die fehlerhafte Defensive – resultierend aus einer langen Verletztenliste – mit 19 Gegentreffern wird den Thüringern immer wieder zum Verhängnis. Im „Steigerwaldstadion“ hat RWE nur elf von möglichen 21 Punkte geholt, wodurch der Nimbus als Festung angekratzt ist. Können die Schwäne daraus Kapital schlagen und wiederum ihre schwache Auswärtsbilanz aufpolieren?

Auch interessant für dich