Der Restart ist dem FSV Zwickau gänzlich misslungen. Beim ZFC Meuselwitz gingen die Schwäne mit 0:4 unter - und nun reist mit der VSG Altglienicke ausgerechnet jene Mannschaft in die "GGZ-Arena", welche diese letztmalig als Gast siegreich verlassen konnte. Der Anstoß ertönt am Samstag, dem 28. Februar, um 14 Uhr. Die Spieler des FSV Zwickau werden mit Trauerflor auflaufen.
Voller Fokus auf das Heimspiel
Auf der Spieltagspressekonferenz wollte FSV-Trainer Rico Schmitt nicht lange über die Meuselwitz-Pleite sprechen: "Kurzum: Meine Idee hat nicht funktioniert", übernahm der erfahrene Fussballlehrer die Verantwortung und fügte - angesprochen auf seine gewählte Startformation - folgendes hinzu: "Es haben die Spieler gespielt, die mich in der Vorbereitung überzeugt haben." Dazu gehörte beispielsweise Innenverteidiger Sonny Ziemer, welcher in dieser Spielzeit 18 von 20 Partien absolviert hat. Am 24-Jährigen wird auch am Samstag kein Weg vorbeiführen.
FSV-Verteidiger Ziemer: "Wir möchten Nietfeld mit null Toren wieder nach Berlin schicken."
Die Aufgabe Altglienicke ist alles andere als einfach, denn in den Reihen der Berliner steht mit Jonas Nietfeld der torgefährlichste Spieler der Regionalliga-Nordost. Der 32-jährige Stürmer führt mit 15 Treffern diese Liste an. Im Hinspiel steuerte er beim 3:0-Sieg über die Schwäne einen Doppelpack bei. Ziemer weiß also, welches Kaliber auf ihn zukommt, zeigt sich aber kämpferisch: "Wir möchten Nietfeld mit null Toren wieder nach Berlin schicken und das Spiel gewinnen." Angesprochen auf das Meuselwitz-Spiel sagt der Innenverteidiger: "Wir haben es ausführlich ausgewertet und in der Woche entsprechende Abläufe im Defensivverhalten und bei Standards trainiert."
Viel Bewegung bei den Berlinern in der Winterpause
Altglienicke-Trainer Ersan Parlatan hat fünf neue Spieler hinzubekommen, wodurch die Stärke und Qualität des Kaders gesteigert werden konnte. "Für mich ist die VSG eine der besten und spielstärksten Mannschaften der Liga", so Schmitt und benennt einen Grund: "Sie haben einen sehr guten Mix aus jungen und erfahrenen Spielern." Mit Erik Tallig und Jonas Weik konnten zwei Kicker mit Drittliga-Erfahrung verpflichtet werden. Nikos Zografakis - geholt vom griechischen Zweitligisten Athens Kallithea - hat zuvor bereits 143 Einsätze in der Regionalliga-Nordost und -Südwest bestritten. Mehmet Ibrahimi - ausgebildet bei RasenBallsport Leipzig - komplettiert das Quintett. Verlassen haben die VSG drei Spieler. Der Defensivspieler Ben Wagner ist zu Eintracht Mahlsdorf gewechselt. Mit Johannes Manske und Paul Manske haben im Winter zwar zwei Spieler ihre Karriere beendet, jedoch bleiben die Brüder der VSG treu und übernehmen ab sofort Aufgaben innerhalb der Geschäftsleitung.
Ausgerechnet Angstgegner Altglienicke
Der FSV Zwickau hat sein letztes Heimspiel in der Regionalliga-Nordost am 30. August 2024 verloren. Die VSG Altglienicke siegte damals vor 4.219 Zuschauern in der "GGZ-Arena" mit 3:0. Ein Jahr zuvor kam der FSV gegen die VSG gar mit 0:5 unter die Räder, zwei Tore steuerte damals der heutige Schwan Cemal Sezer bei. Gelingt im dritten Duell vor heimischer Kulisse zumindest der erste Punktgewinn? Dieser wäre das Minimalziel, damit die bockstarke Heimserie von 23 Spielen ohne Niederlage nicht ihr Ende findet.
Während die Schmitt-Schützlinge immerhin schon ein Ligaspiel im Fussballjahr 2026 absolvieren konnten, musste Altglienicke bisher mit vier Absagen vorliebnehmen. Schmitt bewertet das nicht als Vorteil gegenüber dem Tabellennachbarn. Der FSV Zwickau steht auf dem fünften Platz, die VGS einen dahinter.
Schwäne trauern um Ehren- und Gremienmitglied
Am vergangenen Sonntag ist im Alter von nur 69 Jahren Lutz Beuchold viel zu früh verstorben. Bei der letzten Mitgliederversammlung der Schwäne, die Ende Januar stattfand, erhielt der "Unterstützer, Förderer, Sponsor, Mutmacher & Begleiter" die Ehrenmitgliedschaft. Der allerletzte Besuch in seinem "Wohnzimmer" fand unter Standing Ovations statt. "Lutz war mehr als nur Mitglied des FSV-Ehrenrats. Er war unser stetiger - eine der wenigen Konstanten der letzten Jahrzehnte! Wir sind dankbar und stolz, dass wir ihm diese Ehre noch zu Teil lassen werden konnten.", schrieb der Verein auf seiner Homepage. Die Schwäne werden im Heimspiel gegen die VSG Altglienicke mit Trauerflor auflaufen und eine Schweigeminute durchführen.
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