FSV Zwickau: Vorfreude auf erstes Saisonspiel & Freude über Sponsorenneuling!

Die Schwäne möchten im vierten Auswärtsauftaktspiel seit 2023 endlich ihr erstes Tor erzielen sowie idealerweise etwas Zählbares mit nach Sachsen nehmen. Diesem Vorhaben steht jedoch mit dem FC Carl-Zeiss Jena ein Schwergewicht der Regionalliga-Nordost entgegen.

Zwickau

0:3 beim BFC Dynamo, 0:5 bei Hertha Zehlendorf, 0:3 beim FC Eilenburg – so endete jeweils das erste Auswärtsspiel für den FSV Zwickau in der Fremde. Und am ersten Spieltag der Regionalliga-Saison 2026/27 startet die Schmitt-Elf direkt beim FC Carl-Zeiss Jena.

„Da ist natürlich sofort Druck auf dem Kessel“, betont FSV-Trainer Rico Schmitt und fügt hinzu: „Wir haben die Qualität, um in Jena bestehen zu können, nur müssen wir das von der ersten Minute an auch abrufen.“ Auf die Frage, ob es ein Vor- oder Nachteil ist, gleich gegen den Vorjahresmeister zu starten, entgegnet der 57-Jährige: „Weder noch. Letztes Jahr hatten wir Lok, diesmal Jena. Bei mir überwiegt vor allem die Vorfreude, dass es endlich losgeht.“ Mehr als 1.000 rot-weiße Schlachtenbummler werden ihren Verein nach Thüringen begleiten.

Der Ball ruht für eine Minute

Anstoß in der „ad-hoc-arena im Ernst-Abbe-Sportfeld“ ist am Sonntag, dem 26. Juli, um 14 Uhr. Danach wird der Ball allerdings erst einmal für eine Minute ruhen. Die Initiative „Aufstiegsreform 2025“ – zu der mittlerweile fast 80 Vereine gehören – möchte mit dieser Protestaktion den Druck auf die Verbände konsequent weiter erhöhen. Rückendeckung erhalten die jeweiligen Vereine dabei von ihren Fanszenen. Gegenwärtig liegt die Regionalliga-Reform für eine faire Aufstiegsregelung auf Eis.

Katastrophale Erinnerung an letzten Auftritt im Paradies

Das letzte Duell der beiden Traditionsvereine liegt erst vier Monate zurück. Damals schoss der FCC die Schwäne mit 5:1 aus dem Paradies. „Wir haben uns damals absolut unter Wert verkauft, das darf kein zweites Mal passieren“, betont Schmitt und verlangt von seinen Schützlingen „mehr Gier an den Tag zu legen und die eigenen Stärken zu zeigen“.

Die gute Nachricht: Alle Torschützen haben im Sommer die Thüringer verlassen. Emeka Oduah, der mit einem Dreierpack glänzte, schloss sich Liga-Konkurrent VSG Altglienicke an. Alexander Prokopenko (Viktoria Köln) und Nicolas Wähling (SG Barockstadt Fulda-Lehnerz) stehen ebenfalls bei anderen Vereinen unter Vertrag. Nun die schlechte Nachricht: Mit Elias Löder wurde ein altbekannter Torjäger verpflichtet. Denn der 26-jährige Stürmer, der bereits von 2023 bis 2025 in Jena spielte, kehrte nach einer Saison beim Drittligisten SSV Ulm 1846 zurück. Mit zehn Toren sowie drei Vorlagen in 37 Spielen konnte Löder dessen Abstieg allerdings nicht verhindern.

FSV-Trainer Schmitt: „Wir richten den Fokus nur auf uns.“

Carl-Zeiss konnte außerdem Luca Wollschläger von Drittligist 1. FC Saarbrücken verpflichten. Der 23-jährige Mittelstürmer hat seine fußballerische Ausbildung bei der zweiten Mannschaft von Hertha BSC genossen. Gleiches gilt für Dion Ajvazi, der vom Hauptstadtklub gekommen ist. Der 22-jährige Spielmacher, der schon internationale Erfahrungen in den Nachwuchsauswahlen von Deutschland, Kosovo und zuletzt der U21 Albaniens machte, traf vergangene Saison beim 3:3 gegen den FSV Zwickau. Trainiert wird das Team seit von Sommer von Marco Grote.

Die Vorbereitung wurde getrübt von der schweren Verletzung von Maxim Hessel. Der Innenverteidiger zog sich im Testspiel gegen den 1. FC Union Berlin (2:0) im linken Knie den Riss des vorderen Kreuzbandes zu und fällt für einen längeren Zeitraum aus. „Jena hat - genau wie wir - den Großteil des Kaders gehalten, dazu gute Transfers getätigt, was die Auswärtsaufgabe damit keineswegs leichter macht. Im Gegenteil“, erklärt der FSV-Trainer und ergänzt: „Der Fokus liegt aber klar bei uns.“

Martens fehlt & Kapitän geht voran

Bei den Schwänen fehlt – neben den beiden Langzeitverletzten – nur Theo Martens. Der 23-jährige Offensivspieler hatte in der vergangenen Saison am 32. Spieltag im Heimspiel gegen Rot-Weiß Erfurt die rote Karte gesehen und wurde daraufhin für drei Spiele gesperrt. Dessen ungeachtet geht der alte und neue Kapitän Andrej Startsev motiviert und optimistisch ans Werk: „Wir müssen kompakt und geschlossen auftreten und die Chancen, die wir definitiv bekommen werden, eiskalt nutzen. Ich werde als Kapitän vorangehen.“

Unterstützung auf dem Rasen erhält der 32-jährige Leader vom Mannschaftsrat, der sich aus Joshua Putze, Sonny Ziemer und Daniel Haubner sowie Neuzugang Ben-Luca Moritz zusammensetzt. Hinsichtlich des Saisonzieles sagte Startsev: „Wir denken von Spiel zu Spiel, wollen aber in Jena gleich einen guten Start hinlegen.“

Weiteres Wachstum in der rot-weißen Region

Bei der „rollenden PK“ hatte André Beuchold, Geschäftsführer der FSV Zwickau Spielbetriebsgesellschaft mbH, darüber berichtet, dass das Sponsorennetzwerk des FSV Zwickau um 20 neue Partner angewachsen ist.

Einer davon ist die „Koch Dachtechnik GmbH“ aus Meerane, die Bestandteil der traditionsreichen „KOCH Gruppe“ ist. Thorsten Koch, geschäftsführender Gesellschafter der Koch Gruppe: „Rot-Weiß sind nicht nur die Farben von KOCH, sondern sie stehen auch für die fußballerischen Farben der gesamten Region. Wir wollen mit unserem Engagement auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein Zeichen für den Standort Westsachsen setzen und freuen uns auf eine erfolgreiche und zukunftsgerichtete Kooperation.“

Habt ihr eine Meinung zu diesem Artikel oder einen Fehler entdeckt? Dann weist uns gern darauf hin.

Auch interessant für dich