Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar in Zwickau

Ab 17 Uhr sind verschiedene Aktionen geplant

Zwickau

Die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz jährt sich am 27. Januar zum 80. Mal.

Befreiung von Auschwitz

Gegen 15 Uhr an diesem kalten Wintertag vor 80 Jahren erreichte die Rote Armee die kleine Stadt Oswiecim: Auschwitz. Und befreite das größte Konzentrations- und Vernichtungslager der Nationalsozialisten, das heute als das Symbol für den Holocaust, den systematischen Mord an den Juden Europas, gilt.

Gedenktag in Zwickau

Anlässlich dieses Ereignisses veranstalten das Bündnis für Demokratie und Toleranz, das Theater Plauen-Zwickau sowie der Alter Gasometer einen Gedenktag in Zwickau. Wer möchte, kann sich an einer Kranich-Origami-Aktion beteiligen: Ab 17 Uhr steht das Gewandhaus offen für Unterstützung beim Falten und bietet Raum für Gespräche.

Kleines Programm

Um 18 Uhr eröffnet Generalmusikdirektor Leo Siberski mit Trompetenspiel das Gedenken. Anschließend sprechen Dr. Christian Landrock und Dr. Alexander Walther über geschichtsträchtige Orte in Zwickau, welche im Zusammenhang mit dem Holocaust und der Verfolgung jüdischer Zwickauer stehen. Ergänzt wird die Veranstaltung durch Geschichten jüdischer Zwickauer, welche durch Schüler des Käthe-Kollwitz-Gymnasium vorgetragen werden. Ein Klarinettenensemble des Konservatoriums spielt zwei Stücke aus der Klezmer Suite von Coen Wolfgram. Die Abschlussworte vor der Blumenniederlegung mit Schweigeminute spricht Oberbürgermeisterin Constance Arndt.

Monolog im Gewandhaus

Um 19.30 Uhr wird die Schauspielerin Ute Menzel im Foyer des Gewandhauses Martin Shermans berührenden Monolog "Rose" lesen und dazu musikalisch begleitet werden. "Rose" ist die Ich-Erzählung einer älteren jüdischen Dame, die Trauer hält und dabei ihr Leben Revue passieren lässt. Shermans Monolog erzählt eine kleine Geschichte des 20. Jahrhunderts: traurig, lustig, poetisch, skurril, mit viel Witz, Humor, Weisheit und Lebenskraft. Der Eintritt ist frei.

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