Gründelpark in Glauchau: Algenberge liegen neben dem Teich

Bei der Reinigung kommt auch ein Mähboot zum Einsatz. Ein Projekt, welches rund 1,6 Millionen Euro kostet, soll solche Probleme künftig verhindern. Was steckt dahinter?

Glauchau

Die ersten Algenberge liegen neben dem Teich: Die Reinigung des Gründelteiches in der gleichnamigen Parkanlage in Glauchau hat begonnen. An den letzten Tagen war sogar ein Mähboot auf dem Wasser im Einsatz. Damit wurde ein erster Teil der Fadenalgen, die sich wie ein Teppich auf der Oberfläche verteilt haben, entfernt. Damit soll auch wieder die Attraktivität des Bootverleihs, den das Eiscafé am Gründelhaus anbietet, erhöht werden.

Wasser fließt durch Gefälledruckleitung

Auf die Probleme im und auf dem Wasser des Gründelteichs hat die Stadtverwaltung mit einer Millioneninvestition begonnen. Der Rothenbach, der den Teich normalerweise mit Frischwasser speist, führt zu wenig Wasser. Deshalb wurde damit begonnen, eine Gefälledruckleitung zwischen dem Stausee und dem Gründelteich zu verlegen. Mitarbeiter der Firma Tief- und Straßenbau Geringswald aus Wickersdorf kümmerten sich seit dem Frühjahr um die Umsetzung – unter anderem in unmittelbarer Nähe der Tennisplätze und der Bogensportanlage.

Projektkosten und Förderung: Insgesamt rund 1,6 Millionen Euro

Die Kosten für das Gesamtprojekt summieren sich auf rund 1,6 Millionen Euro. Davon werden 1,2 Millionen Euro aus dem Programm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“ des Bundes zur Verfügung gestellt. Seit sechs Jahren kümmert sich die Stadt - nach einem Antrag der SPD-Fraktion - um die Finanzierung und die Vorbereitung der Maßnahme.

Hammerteich soll ebenfalls profitieren

Zum Projekt, was nun umgesetzt wird, gehört nicht nur die Verlegung der Gefälledruckleitung auf einem 380 Meter langen Abschnitt. Zudem sollen auf einer Länge von 530 Metern ein offener Wasserlauf geschaffen werden. Ein Entnahmebauwerk mit Stellschieber am Stausee und zwei Querungsbauwerke unter den Straßen kommen dazu. Zudem ist ein Überbaulaufwerk zum Hammerteich, der ebenfalls besser mit frischem Wasser versorgt werden soll, geplant. Damit ist die Algenplage in den Teichen des Parks nun hoffentlich Geschichte.

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