„Habe mit der Stadt noch eine Rechnung offen“: Wieso ein Musiker unbedingt noch einmal in Glauchau sein Können zeigen möchte

Björn Casapietra kehrt ins Stadttheater Glauchau zurück – mit einer offenen Rechnung, einer großen Stimme und dem Versprechen, dass diesmal kein Auge trocken bleibt.

Glauchau

Manche Konzerte bleiben wegen des Applauses im Gedächtnis. Andere, weil man selbst weiß: Das war noch nicht alles. Für Björn Casapietra ist Glauchau so ein Ort. „Ich habe mit Glauchau noch eine Rechnung offen“, sagt der Tenor. Und man spürt sofort: Das meint er ernst.

Ein voller Saal – und eine schwere Erkältung

Es war Weihnachtszeit, das Theater voll besetzt, ein ortsansässiger Chor sang sich in die Herzen des Publikums. Alles hätte perfekt sein können. Doch Casapietra war krank – so krank, wie er es selten ist. „Eine dieser Erkältungen, bei der man vor lauter Niesen und Schnupfen kaum geradeaus gucken kann.“ Absagen kam für ihn nicht infrage. Also sang er. Mit Technik. Mit Disziplin. Mit Willenskraft.

Applaus – und trotzdem Unzufriedenheit

Die Menschen waren begeistert. Später las er Kommentare, in denen seine „schöne Stimme“ gelobt wurde. Doch für ihn blieb ein Gefühl zurück, das nur Sänger kennen. „Es ist furchtbar, wenn man weiß, man kann nicht das geben, was man normalerweise geben kann.“ Wer auf der Bühne steht, will alles geben – und nicht nur durchhalten.

Jetzt will er zeigen, wie er wirklich klingt

Genau deshalb liegt ihm der 28. März im Stadttheater Glauchau so am Herzen. Diesmal will er gesund auf der Bühne stehen. „Ich möchte dort endlich wirklich zeigen, wie ich singen kann.“ Es ist kein gewöhnlicher Tourtermin. Es ist ein persönliches Versprechen.

Himmelslieder für unruhige Zeiten

Mitgebracht hat er Die schönsten Himmelslieder 2.0 – ein Programm, das Hoffnung und Zuversicht schenken soll. „Das brauchen wir in diesen Zeiten ja nun wirklich“, sagt Casapietra. Seit über 20 Jahren gehören vertonte Gebete zu seinem Markenzeichen. Musik müsse Herz und Seele berühren, besonders wenn die Welt draußen laut und unruhig ist.

Von Ave Maria bis Sound of Silence

Schuberts Ave Maria, Brahms‘ Wiegenlied, Maria durch den Dornwald ging, Tochter Zion – Lieder, die Generationen tragen. Dazu Leonard Cohens Hallelujah, bei dem Casapietra jedes Mal das Gefühl hat, „dass gleich die Wände des Theaters einstürzen, weil die Menschen es so lieben“. Ganz neu im Programm: Sound of Silence von Simon & Garfunkel, gesungen mit klassischer Tenorstimme. „Die Menschen nehmen dieses Lied wahnsinnig an“, erzählt er.

Zwischen Andacht und Gänsehaut

Casapietras Konzerte sind mehr als reine Darbietungen. Mit warmem, baritonal gefärbtem Timbre, hoher Musikalität und einem feinen, augenzwinkernden Humor spannt er den Bogen zwischen geistlicher und weltlicher Musik. Begleitet wird er von seinem langjährigen Pianisten Peter Forster. Die Presse schrieb von „beseeltem Vortrag“ und „beeindruckender Klangfülle“. Und immer wieder: stehende Ovationen.

Ein Abend, den niemand vergisst

Sein Anspruch für Glauchau ist klar formuliert. „Ich möchte ein Konzert singen, das niemand mehr vergisst.“ Das erste Mal habe den Menschen gefallen, sagt er. Aber diesmal wolle er so singen, „dass kein Auge trocken bleibt“. Er liebe es, mit seiner Stimme Menschen glücklich zu machen – besonders an Orten, an denen er spürt, dass noch etwas offen ist.

Vorverkauf läuft bereits

Björn Casapietra gastiert am Samstag, 28. März 2026, um 18 Uhr im Stadttheater Glauchau. Karten gibt es direkt im Stadttheater Glauchau (Telefon 03763/2421) sowie in der Tourist-Information Glauchau (Telefon 03763/2555). Online sind Tickets unter theater-glauchau.reservix.de und eventim.de erhältlich. Reservix-Kartentelefon: 0761/88849999, Eventim-Hotline: 01806/570070.

Habt ihr eine Meinung zu diesem Artikel oder einen Fehler entdeckt? Dann weist uns gern darauf hin.

Auch interessant für dich