Beim sechsten Rennwochenende auf dem Sachsenring (22. bis 24. August) wollen sich die Fahrer die bestmögliche Ausgangslage für den Titel-Endspurt sichern. Dass die Duelle auf der Strecke hitziger werden, hat bereits das vergangene Rennwochenende am Nürburgring gezeigt. Lucas Auer (Mercedes-AMG Team Landgraf) zeigt sich davon bislang unbeeindruckt. Der Österreicher reist als Spitzenreiter im Mercedes-AMG GT3 zur Strecke bei Chemnitz, führt aber nur knapp vor dem Briten Jack Aitken (Emil Frey Racing) im Ferrari 296 GT3.
Tickets online verfügbar
Tickets gibt es ab 49 Euro unter dtm.com. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt. ProSieben zeigt beide DTM-Rennen live im TV und berichtet am Samstag sowie am Sonntag ab 13 Uhr vom Sachsenring.
Auer glänzt mit Nervenstärke
Spitzenreiter Auer glänzt in dieser Saison mit Nervenstärke und taktischer Reife. Am Sachsenring erwartet der 30-Jährige wieder einen heißen Tanz: „Das ist ein cooler Kurs mit großen Höhenunterschieden und High-Speed-Kurven. Es wird auf der Strecke wieder aggressiv zur Sache gehen, in der zweiten Saisonhälfte wird der Ton etwas rauer. Aber genau das macht die DTM aus.“
Dass mit Mercedes-AMG auf dem Sachsenring zu rechnen ist, zeigt der DTM-Testtag mit allen 24 Fahrern am vergangenen Sonntag: Auers Markenkollege Jules Gounon (Mercedes-AMG Team Mann-Filter) aus Frankreich setzte die Bestzeit vor dem Meisterschaftsdritten Südafrikaner Jordan Pepper (ZA / TGI Team Lamborghini by GRT) im Lamborghini und Porsche-Werksfahrer Thomas Preining (A/Manthey EMA).
Nur acht Punkte bis zum ersten Platz
Nur acht Punkte hinter Auer lauert der Tabellenzweite Aitken auf einen Fehler von Auer. Der 29-Jährige mit Formel-1-Erfahrung gehört am Sachsenring zu den Favoriten und könnte Auer zum zweiten Mal in der Saison die Tabellenführung entreißen. Schon im vergangenen Jahr siegte Aitken in Sachsen und auch beim offiziellen Test präsentierte er sich stark.
Tabellenvierter meldet sich zu Wort
Während der Gesamtdritte Pepper in der Eifel solide punktete, kommt der Tabellenvierte René Rast (Bregenz) mit einer Extraportion Selbstvertrauen im Gepäck nach Sachsen. Der Dreifach-Champion im BMW M4 GT3 Evo von Schubert Motorsport glänzte zuletzt bei seinem zweiten Saisonsieg mit einer Galavorstellung und will am Sachsenring daran anknüpfen. „Unser größtes Problem war in der Vergangenheit, dass wir fast immer von weit hinten ins Rennen gegangen sind und uns mühsam nach vorne kämpfen mussten. Es wäre ein großer Fortschritt, wenn wir in den nächsten Läufen von den Top-Ten aus starten könnten“, erklärt Rast seinen Matchplan. Vorne angreifen möchte auch Preining: Der Österreicher bewies im vergangenen Jahr mit einem neuen Rundenrekord im Qualifying, dass er auf dem Sachsenring schnell unterwegs ist.
Große Höhenunterschiede beim Sachsenring
Der verwinkelte Sachsenring ist mit großen Höhenunterschieden und einem maximalen Gefälle von 12,8 Prozent einzigartig im DTM-Kalender. Das Streckenlayout wird geprägt von schnellen Kurven und blinden Kuppen.
Reifenverschleiß ziemlich hoch
Als Motorradkurs und Austragungsort des Liqui Moly Motorrad Grand Prix Deutschland bietet der Fahrbahnbelag vergleichsweise viel Grip. Darauf müssen sich die DTM-Piloten einstellen, weiß Lokalmatador Maximilian Paul (Paul Motorsport).
„Der Reifenverschleiß ist auf meiner Heimstrecke ziemlich hoch und lässt im Qualifying in der Regel nur eine schnelle Runde zu. Man muss daher alles genau auf den Punkt bringen. Ich freue mich riesig auf das Wochenende mit meinen Fans“, sagt der Dresdener.
Im Rahmenprogramm starten am sechsten DTM-Wochenende auf dem Sachsenring drei Serien: die ADAC GT4 Germany, der Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland und der vollelektrische NXT Gen Cup. Für nostalgisches Flair sorgen an allen drei Veranstaltungstagen Showruns mit Kult-autos aus 40 Jahren DTM wie einen Abt Audi TT-R oder einen Mercedes-Benz 190E Evo II bei der DTM Classic.
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