Hohenstein-Ernstthal erinnert an die Opfer des Nationalsozialismus

Kranzniederlegung zum Tag des Gedenkens an die NS-Opfer

Hohenstein-Ernstthal

Eine Kranzniederlegung zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus ist den Verantwortlichen der Stadt Hohenstein-Ernstthal schon seit vielen Jahren ein wichtiges Anliegen. Sie fand wieder am Mahnmal am Anton-Günther-Weg statt, wo Oberbürgermeister Lars Kluge betonte, dass dieser Tag eine große Bedeutung hat. Vor 81 Jahren, am 27. Januar 1945, wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit. Das Gedenken daran sei wichtig, weil es bis heute Menschen gibt, die den millionenfachen Mord an Juden, Andersdenkenden und kranken Menschen verharmlosen oder leugnen und sogar Pläne schmieden, Millionen Menschen aus Deutschland zu vertreiben. „Das ist völlig inakzeptabel und wir dürfen so etwas nicht hinnehmen“, sagte Kluge.

Denkmal wurde an einem besonderen Tag eingeweiht

Wie Bauamtsleiter Ulrich Weber im Rahmen der Gedenkveranstaltung erklärte, wurde das Mahnmal am Anton-Günther-Weg am 8. Mai 1965, also 20 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges eingeweiht. Damals wie heute habe es trügerische Gewissheiten gegeben, dass es Schrecken der Vergangenheit so nicht wieder geben könnte. Doch spätere Kriege wie in Jugoslawien oder die Entwicklung nach der Jahrtausendwende zeigen, wie schnell es auch in zivilisierten Gesellschaften wieder Hass und Verrohung geben kann.

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