„Keen Getue, keen Gemache“: Uwe Steimle kommt nach Limbach-Oberfrohna

Schauspieler und Kabarettist ist am 11. Juni in der Stadthalle zu Gast

Limbach-Oberfrohna

Es gibt Sachsen, die können sich eine halbe Stunde nur mit „Nu“ unterhalten. „Nu ist Ökonomie der Sprache! Reinste Dialektik und meint ja, nein, vielleicht. Einfach alles oder nichts. Wie in der Politik, so auch im richtigen Leben.“ So sieht es Schauspieler und Kabarettist Uwe Steimle. Über seine Heimat Sachsen, in dem das Nu zuhause ist, will er am 11. Juni in der Limbacher Stadthalle unterhalten - ab 19.30 Uhr ist er mit seinem Programm „Nu! Keen Getue, Keen Gemache“ zu Gast.

Gelernter Industrieschmied

Uwe Steimle beschreibt sich gerne als den größten Kleinbürger. Mit seiner lakonischen Art und Ironie hat er sich ein treues Publikum erobert. 1963 in Dresden geboren, lernte Steimle zunächst des Beruf des Industrieschmieds. Es folgten ein Schauspielstudium in Leipzig und ein erstes Engagement am Dresdner Kabarett „Herkuleskeule“. Seit 1994 ist Uwe Steimle freischaffend unterwegs. Er textet unter anderem die Dialoge der Kultfiguren Bähnert und Zieschong für die TV-Serie „Ostalgie“.

Missverstandener Satiriker?

In den letzten Jahren wurden ihm aber auch immer wieder „grenzwertige Satire“, eine Nähe zur AfD und extremen Rechten sowie Antisemitismus vorgeworfen. Seine Zusammenarbeit mit dem MDR endete 2019, nachdem der Sender seine Formate aufgrund von Vertrauensverlusten und jahrelangen Provokationen abgesetzt hatte. Steimle selbst sieht sich oftmals in der Rolle eines missverstandenen Satirikers, der Kritik an der Regierung übt und sich für Meinungsfreiheit sowie den Osten einsetzt.

Aktuelle Themen On- und Offline

Zu seinen aktuellsten Produktionen gehören „Authentisch – ein Stück weit“, „Heimatstunde“ und „Fourschbar“. Auch zahlreiche Hörbücher unter dem Label „Der Zauberer von Ost“ sind von ihm erschienen. Zudem wird regelmäßig auf seinem YouTube-Kanal das Format „Steimles aktuelle Kamera“ ausgestrahlt, in dem sich der Schauspieler und Kabarettist aktuellen Themen der Zeit widmet. Dem Format folgen 190.000 Menschen.

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