Landespokal: Schwäne schreiben Geschichte neu

FSV Zwickau gewinnt bei Empor Glauchau mit 2:1

Glauchau

Fußballgeschichte wiederholt sich nicht, sondern wurde umgeschrieben: War der FSV Zwickau vor einem Jahr im Achtelfinale im „Wernesgrüner Sachsenpokal“ dem unterklassigen VfB Empor Glauchau noch mit 1:2 unterlegen, hat es das Team von Rico Schmitt diesmal besser gemacht und mit 2:1 gewonnen. Vor 1.738 Zuschauern im „Sportpark Meeraner Straße“ war Sezer mit einem Doppelpack in der ersten Halbzeit erfolgreich, den Ehrentreffer erzielte Anger nach dem Seitenwechsel.

Neuer Defensivspieler an Bord: Putze fehlendes Puzzleteil

Joshua Putze ist das „fehlende Puzzleteil“, welches der FSV Zwickau gesucht hat. Der defensive Mittelfeldspieler - aktiv zuletzt für Energie Cottbus sowie davor für Union Fürstenwalde, die Sportfreunde Lotte und den BFC Dynamo - hat bis dato 179 Spiele in der Regionalliga-Nordost sowie 47 Spiele in der 3. Liga absolviert. In der 2. Bundesliga stand der gebürtige Berliner beim Duell FC Ingolstadt gegen Cottbus die gesamte Spielzeit über auf dem Platz. „Mit seiner Erfahrung, mit seiner fußballerischen Qualität und seiner Präsenz auf sowie neben dem Platz hilft er uns im gesunden Zustand sicher weiter“, betont FSV-Sportdirektor Robin Lenk. Der 30-jährige Neuzugang sieht sich „als Führungsspieler, als ein Organisator auf dem Platz.“ Gegen Glauchau konnte Putze noch nicht in diese Rolle schlüpfen.

Empor startet mit neuem Torhüter

Gegen den Oberliga-Aufsteiger schickte Schmitt jene elf Kicker auf den Rasen, die beim 2:2 in Erfurt starteten. Mit Marc-Philipp Zimmermann nahm der torgefährlichste Spieler im FSV-Kader auf der Ersatzbank Platz, der aber nicht zum Einsatz kan. Neben Putze waren die verletzten Jasper Kühn, Sandro Sengersdorf und Theo Martens in zivil vor Ort. Bei Empor stand mit Maik Ebersbach ein in Sachsen bekanntes Gesicht zwischen den Pfosten. Der mittlerweile 35-jährige Torwart wurde beim Chemnitzer FC ausgebildet und spielte danach unter anderem für den VFC Plauen, den VfB Auerbach und Erzgebirge Aue. Zuletzt war Ebersbach Torwarttrainer bei Budissa Bautzen. Bei den Gastgebern startet mit Randolf Riesen ein beim FSV Zwickau unter Vertrag stehender Spieler, der seit August an den Oberligisten ausgeliehen ist.

Sezer schnürt einen Doppelpack, Werrmann trifft den Pfosten

Die Schmitt-Schützlinge gingen sogleich mit ihrer ersten Chance sofort in Führung. Cemal Sezer verwandelte in der 13. Minute einen Handelfmeter. Ebersbach ahnte die Ecke, konnte den platzierten Schuss jedoch nicht halten. Für den Schwänestürmer war es der Premierentreffer im Landespokal. Anschließend blieb Zwickau dominant und kam in der 34. Minute zur zweiten guten Gelegenheit. Daniel Haubner zog von der Strafraumgrenze ab, fand aber in Ebersbach seinen Meister. Fünf Zeigerumdrehungen vor der Pause schnürte Sezer mit einem sehenswerten Schuss nach einem Haubner-Eckball einen Doppelpack.

Kurz vor der Pause hatten die Platzbesitzer zwei Möglichkeiten, um den Anschluss zu erzielen. Nachdem Sonny Ziemer in der Vorwärtsbewegung leichtfertig den Ball verloren hatte, kam Luis Werrmann zum Abschluss. Der 21-jährige Linksaußen traf allerdings nur den Pfosten. Außerdem landete ein Schuss von Andre Luge am Außennetz.

Anger trifft nur zum Anschlusstreffer

Die zweite Halbzeit fing direkt mit einer Chance für Empor an. Einen Freistoß von Luge konnte Lucas Hiemann nur vor die Füße von Fabio Anger abwehren, dessen Schuss geblockt werden konnte. Ein Kopfball des 20-jährigen Innenverteidigers landete dann in der 51. Minute zum schnellen 1:2-Anschlusstreffer in Netz. Nick Breitenbücher schoss vier Minuten später das erste Mal nach dem Seitenwechsel für den FSV aufs Tor. Wie schon in Erfurt, tat sich das Team von Schmitt nach der Pause schwer. Den Glauchauern fehlten aber die Ideen, um aus dem Ballbesitz Torchancen zu kreieren. Der eingewechselte Lennert Möbius verpasste in der 78. Minute die Vorentscheidung. Nach Haubner-Vorlage schoss der 23-jährige Außenengreifer am Tor vorbei. Haubner - neben Sezer auffälligster FSV-Kicker - hatte den nächsten Abschluss. Ein dritter Treffer blieb den Schwänen verwehrt.

Viertelauslosung am Donnerstag beim MDR

Der FSV Zwickau konnte den Spieß - im Vergleich zum letztjährigen Duell - gegen den VfB Empor Glauchau umdrehen und mit einem 2:1 ins Viertelfinale des „Wernesgrüner Sachsenpokals“ einziehen. Dieses wird am Donnerstag, dem 20. November, um 15 Uhr im Funkhaus des „Mitteldeutschen Rundfunks“ (MDR)ausgelost. Als Spieltermin ist der 28. und 29. März 2026 vorgesehen. Zuletzt stand der FSV Zwickau 2019 im Endspiel und verlor dieses gegen den Chemnitzer FC.

Bezirksderby vor großer Kulisse

Aporopos CFC: Am Samstag, dem 22. November, kommt es zum Bezirksderby zwischen dem FSV Zwickau und Chemnitzer FC. Anstoß in der „GGZ-Arena“ ist um 14 Uhr. Beide Fanlager sind bereits heiß auf die Partie, wie die Vorverkaufszahlen verdeutlichen. So haben die Himmelblauen vorzeitig alle 1.450 Gästekarten abgerufen. Gegenwärtig laufen zwischen den Vereinen Gespräche über ein mögliches Zusatzkontingent. Beim FSV wiederum sind bereits über 5.200 Tickets über den Ladentisch gegangen. Zum letzten Duell Anfang Februar, welches 2:2 endete, kamen 9.094 Zuschauer in die „GGZ-Arena“.

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