Landwirte sind im Erntestress, befürchten Hitzeeinbußen und hoffen auf Verständnis

Getreide, Grassamen, Raps oder Mohn werden derzeit von den Feldern geholt. Die Juni-Hitze hat geschadet und die Landwirte hoffen auf Verständnis der Bevölkerung.

Region

In der Landwirtschaft hat die hektischste Zeit des Jahres begonnen. Denn die Ernte läuft jetzt auf Hochtouren, was so manche Herausforderung mit sich bringt. Das liegt unter anderem am Wetter.

Erst die Hitze, jetzt Gewitter

Als Ende Juni extreme Hitze herrschte, war das für viele Feldfrüchte zu zeitig. Statt Wachstum gab es die Notreife. „Das hat massive Einbußen zur Folge“, sagt Georg Stiegler von der Waldenburger Agrar GmbH. Berufskollegen bestätigen diese Einschätzung.

Temperaturen über 35 Grad seien für nahezu alle hiesigen Feldfrüchte problematisch. Auf einigen Flächen gab es nun weitere Schäden durch Gewitter.

Gute Logistik ist gefragt

Da das Wetter voraussichtlich wechselhaft bleibt, sind die Zeitfenster für Erntearbeiten klein. Denn Getreide muss möglichst trocken sein, wenn es von den Mähdreschern vom Feld geholt wird. Ansonsten entstehen Mehrkosten für die Trocknung. Wenn die Landwirte mit ihren großen Maschinen auf den Straßen unterwegs sind, kann dies zu Behinderungen führen.

Deshalb bitten sie wie jedes Jahr um Verständnis und Rücksicht.

Wirtschaftliche Lage ist angespannt

Bei manchen Feldfrüchten wird je nach Wetterlage bei der Ernte auch mächtig Staub aufgewirbelt, was hier und da für Unmut sorgt. Vermeiden lässt es sich aber kaum, weil Getreide oder auch Grassamen, die von einigen Betrieben der Region als Vermehrungskultur angebaut werden, eben vom Feld geholt werden müssen, wenn sie reif sind und die Bedingungen passen.

Verluste können sich die Betriebe kaum erlauben, denn die Weltmarktpreise, die für ihre Feldfrüchte gezahlt werden, sind nach wie vor niedrig.

Die Erntezeit zieht sich über mehrere Wochen

Nachdem bisher bereits Heu, Grassamen oder Wintergerste von den Feldern geholt wurden, geht es mit Weizen und Raps weiter. Später folgen beispielsweise auch noch die gerade in der Glauchauer Region vielerorts angebauten Kartoffeln und der Mais, der vor allem als Futter für Milchkühe genutzt wird.

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