Lichtensteiner Holzkünstler widmet sich ironisch der Fußball-Weltmeisterschaft

Danny Reinhold hat sich viele ungewöhnliche Kunstwerke gefertigt. Nun wurde es sportlich und schmerzhaft.

Lichtenstein/Sa.

Ein Fußballfan ist Danny Reinhold aus Lichtenstein beileibe nicht. Das Millionenspektakel und der Fan-Wahnsinn lassen ihn kalt, doch einen kleinen Seitenhieb auf die Weltmeisterschaft konnte er sich nicht verkneifen. Sein neues Werk mit dem Titel „Sport ist Mord“ stellte er pünktlich vor.

Schmerzhafter Tritt komplett aus Holz

Ein Fußball, ein Fuß und eine Hose – alles wurde aus verschiedenen Hölzern gefertigt und zeigt eine Szene, bei der sich Männer den entsprechenden Schmerz wahrscheinlich vorstellen können.

Denn der Fußballer trifft eben nicht nur den großen Ball, sondern auch zwischen die Beine.

Bei der Aufschrift wurde es kreativ

Die Sporthose trägt die Marke „Dieschor“, was im besten Sächsisch Tiger heißt. „Das ist mein Bezug zur Marke Puma“, sagt Reinhold lachend.

Mit der Holzbearbeitung und verschiedenen Sorten von Ahorn bis geräucherter Eiche oder Stämmen, die Jahrhunderte im Moor lagen, kennt sich der Lichtensteiner deutlich besser aus als mit Fußball.

Schon etliche Werke sorgten für Schlagzeilen

In den vergangenen Jahren hat Danny Reinhold immer wieder Holzkunstwerke präsentiert, bei denen deutlich wurde, mit wie viel Geduld und Liebe zum Detail er arbeiten kann. In einem lebensgroßen Samurai steckten 2500 Arbeitsstunden.

Riesige Fabergé-Eier haben nicht nur aufwendige Oberflächen, sondern auch interessante Geheimnisse im Inneren. Ein hözerner Revolver, der umgedreht ist und den Schützen erschießt, wurde als Kritik an Gewaltherrschern und Kriegstreiberei gefertigt.

Vor einigen Jahren gewann Danny Reinhold auch schon den Europäischen Gestaltungspreis in Karlsruhe.

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