Limbach-Oberfrohna: Polizei und Feuerwehr nach Anzeige in der Moritzstraße im Einsatz

Ein Mann verkaufte Gold im Wert einer sechsstelligen Summe. Als das Geld ausblieb, stellte er fest, dass das Geschäft in der Moritzstraße geräumt war.

Limbach-Oberfrohna

Am 1. Oktober kam es ab zirka 17 Uhr zu einem Einsatz von Polizei, FFW und Rettungsdienst in der Moritzstraße in Limbach-Oberfrohna. In einem Wohn- und Geschäftshaus waren Spurensicherung und die FFW auch nach 20 Uhr noch im Einsatz. Die Bewohner mussten das Haus wohl bis heute früh verlassen.

 

Spurensicherung nach Anzeige vor Ort

Die FFW Meerane war mit ihren neuen CBRN-Erkundungswagen des Katastrophenschutzes im Einsatz.

Ein Mann wurde in den letzten Tagen auf eine Werbeanzeige eines Goldgeschäftes in der Moritzstraße aufmerksam, die damit geworben hatte, Gold deutlich über dem Marktwert anzukaufen. Der Mann begab sich an die Adresse des Goldgeschäftes und verkaufte sein Gold im Wert einer sechsstelligen Summe. Das Geschäft bestätigte ihm, dass das Geld an den Mann überwiesen werde.

 

Goldgeschäft offenbar geräumt

Nach einigen Tagen, ohne Geld empfangen zu haben, begab sich der Mann wieder an die Adresse des Geschäftes und musste schnell feststellen, dass das Geschäft geräumt wurde. Daraufhin erstattete der Mann Anzeige bei der Polizei, woraufhin die Spurensicherung nach Hinweisen vor Ort suchte.

 

Feuerwehr stellt Chemikalien fest

Aufgrund gesundheitlicher Beschwerden der Polizeibeamten wurden die FFW sowie der Notarzt alarmiert, wobei die Feuerwehr später Chemikalien als Ursache der Beschwerden feststellen konnte. Der Feuerwehreinsatz vor Ort ist beendet.

 

Update der Polizeidirektion Zwickau vom 1. Oktober gegen 12.40 Uhr

Betrüger richteten ein temporäres Ladengeschäft ein und erbeuteten Gold mit einem Wert im sechsstelligen Bereich.

Ein Mann stieß in einer Zeitung auf eine Werbeanzeige, die ein angebliches Goldgeschäft an der Moritzstraße bewarb. Gemäß der Anzeige würde dort nur für kurze Zeit Gold weit über dem tagesaktuellen Marktpreis angekauft werden. Am Mittwochmittag begab sich der Mann zu dem Ladengeschäft und übergab zwei Goldbarren an die vorgeblichen Goldhändler. Das Geld - einen sechsstelligen Betrag - sollte er innerhalb weniger Tage auf sein Konto überwiesen bekommen. Eine Überweisung erhielt der Mann bisher nicht. Als er im Geschäft nach der Überweisung fragen wollte, musste er feststellen, dass dieses vollständig beräumt war.

 

Nach der Anzeigenerstattung am Donnerstagnachmittag begaben sich Polizeibeamte zu dem verlassenen Ladengeschäft an der Moritzstraße, um dort Ermittlungen durchzuführen. Nach kurzer Zeit klagten drei Beamte über gesundheitliche Beschwerden. Die Feuerwehr wurde hinzugezogen. Es stelle sich heraus, dass bestimmte Chemikalien in den Räumlichkeiten für die Beschwerden der Polizisten sorgten. Sie mussten medizinisch versorgt werden - zwei von ihnen stationär im Krankenhaus.

Die Polizei ermittelt unter anderem wegen Betrugs und sucht Zeuginnen und Zeugen zum Vorfall:

Haben Sie in den vergangenen Tagen im besagten Geschäft an der Moritzstraße Gold verkauft oder hatten Sie Kontakt zu angeblichen Goldhändlern? Sind Ihnen im Bereich der Moritzstraße im Zusammenhang mit dem Goldhandel Personen oder Fahrzeuge aufgefallen? Hinweise nimmt die Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 0375 428 4480 entgegen.

 


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Die Polizei rät:

  • Seien Sie besonders vorsichtig, wenn angebliche Goldhändler über Werbeanzeigen befristete oder vermeintlich attraktive Angebote machen.
  • Prüfen Sie vor dem Aufsuchen der Ankaufstelle die Seriosität des Händlers. Besteht das Geschäft schon für längere Zeit an diesem Standort? Gibt es positive Bewertungen in einschlägigen Foren?
  • Halten Sie vor dem Verkauf Rücksprache mit Vertrauenspersonen.
  • Lassen Sie sich nicht durch zeitlich begrenzte Angebote zu einem schnellen Verkauf zwingen.
  • Überlassen Sie unbekannten Personen niemals Wertgegenstände ohne eine direkte finanzielle Gegenleistung.
  • Informieren Sie im Zweifelsfall unverzüglich die Polizei.

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