MotoGP am Sachsenring: Polizei zieht nach Rekord-Wochenende positive Bilanz

261.813 Besucher kamen zum Grand Prix 2026 an den Sachsenring. Trotz Rekordkulisse blieb der Einsatz mit mehr als 1.500 Kräften weitgehend ruhig.

Hohenstein-Ernstthal

Die Polizei blickt auf ein sportlich spannendes und friedliches Motorsport-Wochenende zurück. Von Freitag bis Sonntag fand auf dem Sachsenring der alljährige Liqui Moly Motorrad Grand Prix 2026 statt. Die Polizeidirektion Zwickau führte ab Donnerstag einen Polizeieinsatz durch, um einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung zu gewährleisten. In diesem Jahr waren 261.813 Besucherinnen und Besucher am Sachsenring zu Gast - ein Rekord in fünfter Folge.

Mehr als 1.500 Polizisten im Einsatz

Während des mehrtägigen Rennsportevents waren insgesamt mehr als 1.500 Polizeikräfte im Einsatz. Die Polizeidirektion Zwickau wurde von Beamtinnen und Beamten aus allen anderen sächsischen Polizeidirektionen, der Bereitschaftspolizei, dem Polizeipräsidium für Service und IT und dem Landeskriminalamt unterstützt.

Neben den sächsischen Polizistinnen und Polizisten waren auch Polizeikräfte aus Bayern, Berlin, Brandenburg und Thüringen sowie aus Tschechien und Kräfte der Bundespolizei im Einsatz.

MotoGP-Wochenende bleibt weitgehend friedlich

Die Veranstaltungen rund um den MotoGP verliefen im Allgemeinen friedlich und störungsfrei. Trotz des erneuten Besucherrekords hielt sich die Notwendigkeit polizeilicher Interventionen in engen Grenzen.

Die große Mehrheit der Motorsportfans verhielt sich aus polizeilicher Sicht unauffällig. In einigen wenigen Einzelfällen musste die Polizei tätig werden.

Deutlich weniger Straftaten als im Vorjahr

Im Zusammenhang mit den Veranstaltungen anlässlich des MotoGP 2026 am Sachsenring registrierte die Polizei insgesamt 47 Straftaten und damit deutlich weniger als im Jahr zuvor. Ein Schwerpunkt war dabei in den Abend- und Nachtstunden zu verzeichnen.

Zwei Anzeigen wurden gefertigt, da tatverdächtige Personen Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verwendeten, weiterhin wurden 21 Körperverletzungsdelikte und fünf Diebstahlshandlungen erfasst.

In insgesamt 15 Fällen musste uneinsichtigen Personen ein Platzverweis ausgesprochen werden. Eine Person verbrachte die Nacht in Polizeigewahrsam.

Drohnenabwehr besonders oft gefordert

Die Einsatzkräfte der Drohnenabwehr mussten dieses Jahr besonders häufig tätig werden. Immer wieder starteten Piloten ihre Flugobjekte ohne Genehmigung über dem Veranstaltungsgelände. Das Führen von unbemannten Flugobjekten unterliegt, besonders in der Nähe von Großveranstaltungen, strengen Regularien.

Von einem solchen Flugobjekt kann in der Nähe von Menschenansammlungen einige Gefahr ausgehen. So mussten im Laufe des Wochenendes diverse Flüge unterbunden und in einigen Fällen Anzeigen gefertigt werden.

Polizei zieht positives Fazit zum Einsatz

Der Polizeiführer des Einsatzes, Polizeidirektor Andreas Müller, zieht ein positives Fazit:

"Wir blicken auf einen durchgehend erfolgreichen Einsatz zurück. Die Abreise am Sonntag verlief bis auf die erwartbaren Stauerscheinungen problemlos. Das ist das Ergebnis unseres langjährig erprobten und bewährten Verkehrskonzeptes und der professionellen Umsetzung durch unsere Einsatzkräfte. Die Kriminalität bewegte sich bezogen auf die hohe Besucherzahl auf niedrigem Niveau und im Mittel der Vorjahre. Wir bedanken uns bei allen beteiligten Partnern und auch bei den Besucherinnen und Besuchern, die mit ihrem Verhalten zum friedlichen Ablauf der Veranstaltung beigetragen haben."

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