Neue Sonderausstellung: Was Karl May mit dem Erzgebirge zu tun hatte

Karl-May-Haus in Hohenstein-Ernstthal lädt ein

Hohenstein-Ernstthal

Eine neue Sonderausstellung ist ab Samstag im Karl-May-Haus zu sehen. Sie wird 11 Uhr eröffnet und trägt den Titel „In der Heimat. Karl Mays Erzgebirge“. Gezeigt wird anhand von Bildern, Dokumenten und Auszügen aus Büchern wie sich der Abenteuerschriftsteller, der von 1842 bis 1912 lebte, mit dem Erzgebirge beschäftigt hat. „Er hat geschrieben, wie er es sich vorgestellt hat“, sagt Henry Kreul, der an der Vorbereitung der Ausstellung beteiligt war.

Vom Bergbau zur Tourismusregion

Gezielt ins Erzgebirge reisen, konnte May später als er wohlhabend war. Nach dem Niedergang des Bergbaus wurde Ende des 19. Jahrhunderts damit begonnen, das Erzgebirge für Touristen zu erschließen. Damals entstanden auch die Erzgebirgsvereine.

Auch Comics sind zu sehen

Zu sehen ist die Ausstellung „In der Heimath. Karl Mays Erzgebirge“ bis zum 14. Februar 2027. Bis Mitte April 2026 wird auch noch eine Kabinett-Ausstellung mit Karl-May-Comics gezeigt. Sie stammen aus der Sammlung von Hartmut Schmidt, der zahlreiche deutsch- und fremdsprachige Comics mit den Helden Mays zusammengetragen hat. Viele davon sind mehr als 50 Jahre alt. In der DDR waren die Figuren und Geschichten von Karl May aber nicht gern gesehen.

Viele Millionen May-Bücher weltweit

Außerdem gibt es im Karl-May-Haus auch noch die Dauerausstellung zum Leben und Werk des bekanntesten Sohnes der Stadt, dessen Bücher weltweit in einer dreistelligen Millionenzahl verkauft wurden. Einen Einblick in diese Vielfalt zeigt auch eine Präsentation mit fremdsprachigen May-Büchern, unter anderem aus Japan, Jugoslawien und vielen anderen Ländern.

Nicht nur das Karl-May-Haus fällt auf

Geöffnet ist das Karl-May-Haus an der Karl-May-Straße, wo es neben dem Geburtshaus des Literaten seit ein paar Jahren auch noch das ebenso imposante und vieldiskutierte futuristische Depotgebäude sowie die Begegnungsstätte gibt, von Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr. Weitere Informationen gibt es im Internet und www.karl-may-haus.de

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