Neueröffnung von Kinderarztpraxis: Zwei Ärztinnen sichern medizinische Versorgung

Christiana Bauch und Nadja Zibulka sind in ihre moderne Praxis eingezogen.

Oberlungwitz

Zwei neue Kinderärztinnen sorgen in Oberlungwitz dafür, dass die Strumpfstadt bei diesem Thema optimistisch in die Zukunft schauen kann. "Wir wollen bis zur Rente hier bleiben", sagt Christiana Bauch, die zusammen mit Nadja Zibulka jetzt in der Praxis im Stadtwerke-Gebäude an der Hofer Straße 221 tätig ist. Beide sind 38-Jahre alt und kennen sich schon seit der gemeinsamen Arbeit am DRK Krankenhaus Rabenstein. Danach waren sie in der Kinderklinik in Chemnitz und Aue tätig.

 

Nachfolge gesichert und Übergangslösung gefunden

In Oberlungwitz treten sie die Nachfolge von Katharina Schulze an, die in Ruhestand gegangen ist. Da die Praxisräume zunächst umfassend saniert und erweitert wurden, gab es eine Übergangslösung in einer ehemaligen Zahnarztpraxis an der Brückenstraße.

 

Rund 300.000 Euro für Umbau und Erweiterung investiert

Da gab es eine tolle Unterstützung durch die Stadtwerke und die Stadtverwaltung", betont Nadja Zibulka nicht nur mit Blick auf das Finden dieses Zwischenlösung, sondern vor allem auch beim Umbau der Praxis im Stadtwerke-Gebäude. "Insgesamt haben wir rund 300.000 Euro investiert", sagt Stadtwerke Geschäftsführer Volker Brabandt. Denn nicht nur der Anbau war zu realisieren, sondern auch eine Erweiterung um zwei Räume in dem Gebäude. Fußbodenheizung, moderne Datentechnik und vieles kamen in die Räume, die zuvor zum letzten Mal in den 1990er Jahren grundlegend renoviert wurden. Von der Stadtverwaltung Oberlungwitz gab es einen Startzuschuss von 30.000 Euro.

 

Tierische Helfer für die kleinen Patienten

Bei einer kleinen Einweihungsfeier konnten Besucher auch die "tierischen Helfer" in der Arztpraxis kennenlernen. Die Figuren stammen aus dem Theater, in dem Christiana Bauchs Vater tätig ist. Sie helfen, wenn Kinder einmal Angst haben oder getröstet werden müssen.

 

Herausforderungen durch Medienkonsum und soziale Netzwerke

Durch die neuen Medien hat sich die Arbeit der Kinderärztinnen hier und da verändert. "Eltern gehen oft vom Schlimmsten aus, wenn sie im Internet recherchiert haben. Da müssen wir Ängste nehmen", sagt Nadja Zibulka. Wenn wiederum schon Kleinkinder zu hohen Medienkonsum haben, sei das sehr problematisch, genau wie die sozialen Netzwerke für Kinder und Jugendliche. Ein Verbot wie in Australien, wo soziale Medien für unter 16-Jährige jetzt tabu sind, finden die neuen Oberlungwitzer Kinderärztinnen richtig.

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