Projektwoche der Oberfrohnaer Grundschüler als Clowns, Artisten und Co.

Beim Projektzirkus können die Grundschüler Manegenluft schnuppern und sich als Artisten, Fakire oder Jongleure ausprobieren.

Limbach-Oberfrohna

Es ist eine langjährige Tradition, dass alle vier Jahre die Kinder der Gerhart-Hauptmann-Grundschule aus Oberfrohna eine Woche lang Teil eines Zirkus sein dürfen.

Aktuell hat sich der beschauliche Bräunsdorfer Sportplatz einmal mehr zum Zuhause eines Zirkusteams verwandelt. Die laufende Projektwoche, die zu den Feierlichkeiten „140 Jahre Gerhart-Hauptmann-Schule“ gehört, wird dieses Mal vom Projektzirkus „Probst“ ausgestaltet.

Dieser wurde im September 1945 von Rudolf Probst in Großkühnau, einem Stadtteil von Dessau, gegründet und zählte zu den führenden Zirkusunternehmen in Deutschland. Sein Stammsitz ist bis heute im sachsen-anhaltischen Staßfurt.

Aktuell führt Jessika Petrache-Probst das Erbe ihres vor elf Jahren verstorbenen Großvaters und ihres Vaters weiter. Letzterer hatte ab 2015 den Projektzirkus aufgebaut und Petrache-Probst übernahm nach dem Tod des Vaters vor vier Jahren die Leitung.

Eltern und Schüler müssen mit anpacken

Die einwöchigen Projekte folgen einem festen Ablauf: Samstags reist das Zirkusteam an, am Sonntag wird mit Eltern und Schülern das erst ein Jahr alte blau-gelbe Zirkuszelt aufgebaut.

Wenn sich am Montag die Schüler und das Zirkusteam kennenlernen, wird zuerst ein Beispielauftritt gezeigt, bevor die Kinder in ihre Gruppen eingeteilt werden und das erste Training beginnt.

Dienstag und Mittwoch Vormittag wird geprobt, damit Akrobaten und Drahtseiltänzer, Clowns und Piraten, Fakire und Tänzer sowie Jongleure und Zauberer für die drei großen Auftritte fit sind.

Zirkusshows für die ganze Familie

Am morgigen Mittwoch sowie am Donnerstag und Freitag um jeweils 17 Uhr gibt es öffentliche Vorstellungen, für die die Eintrittskarten an der Abendkasse auf dem Sportplatz Bräunsdorf erhältlich sind.

Die Vorstellungen gehen mit einer Pause rund zwei Stunden. Es ist zu beachten, dass vor Ort keine Parkmöglichkeiten bestehen. Von der Haltestelle an der Gerhart-Hauptmann-Schule fahren vor der Show Shuttlebusse, die auch nach der Aufführung Darsteller und Zuschauer in wenigen Minuten nach Oberfrohna zurückbringen.

Nach der Show geht es weiter

Wenn am Freitag Abend nach 19 Uhr so langsam Ruhe auf dem Sportplatz einkehrt, währt diese nur kurz: Dann wird bereits das große Zirkuszelt abgebaut, wobei das Team Probst wieder auf Unterstützung von Seiten der Eltern hofft.

Nach einer letzten Nacht im Grünen, die der Bräunsdorfer Sportplatz bietet, geht es dann wieder auf Tour: Zur nächsten Stadt, zur nächsten Schule, zu den nächsten Projektkindern. Das geht so bis tief in den Herbst, bevor es Ende November zumindest reisetechnisch ruhiger wird: Unter dem Motto „Staßfurter Nikolauszirkus Probst“ wird dann gut eine Woche lang zwei Mal täglich eine große Show geboten.

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