"Riesige Herausforderung": Wichtiger Abschnitt bei Zwickauer Kita-Bau geschafft

Einrichtung um ein Stockwerk erweitert

Zwickau

Ein wichtiger Bauabschnitt ist geschafft: in der integrativen Kindertagestätte "Tausendfüßler" in Zwickau, die seit August 2024 nachhaltig saniert und erweitert wird, ist das neue Dach fertig. Das alte Satteldach ist komplett abgetragen worden, wodurch Platz gewonnen wurde für ein weiteres Stockwerk in Holzständerbauweise. Das neue Dach wird als Flachdach ausgeführt. Die Gesamtmaßnahme mit neu aufgesetztem Dachgeschoss, wo sich die Investition auf rund 2,5 Millionen Euro beläuft, soll im 4. Quartal diesen Jahres abgeschlossen werden. Bis zur Fertigstellung sind die Kinder in einem Ausweichobjekt in der Karl-Marx-Straße untergebracht. Der Bau wird mit rund 1,3 Millionen Euro von der Sächsischen Aufbaubank gefördert. Der kommunale Eigenanteil beläuft sich auf rund 1,2 Millionen Euro.

Ausweichobjekt stellt Herausforderung da

Die Kindertagesstätte "Tausendfüßler" im Stadtteil Marienthal befindet sich in der Trägerschaft des Zwickauer Kinderhaus-Vereins. Der geschäftsführende Vorstand Hans-Jürgen Melle spricht mit Blick auf das Ausweichobjekt von einer riesigen Herausforderung für die Eltern: "Man muss quer durch die Stadt, um dort hinzukommen. Es gibt einige wenige Elternpaare, die den weiten Weg über einen so langen Zeitraum nicht auf sich nehmen können. Aber über 90 Prozent der Eltern tragen das Ganze mit und freuen sich darauf, wenn wir im Herbst hoffentlich wieder zurückziehen können mit den Kindern." So eine Baumaßnahme kostet Geld, doch deshalb gibt es keine Gebühren-Erhöhung für die Eltern. "Wir haben in Zwickau eine einheitliche Regelung, was Elternbeiträge anbetrifft. Egal welcher Träger die Einrichtung führt, ob öffentlicher Träger oder freier Träger, wir haben überall die gleichen Elternbeiträge, die sich nach dem Alter des Kindes richten, ob Krippenkinder, Kindergartenkinder und Hortkinder", erklärt Hans-Jürgen Melle. Die Kindergarten-Leiterin Susann Röhrborn freut sich über das, was geschaffen wird: "Wir haben jetzt im Obergeschoss die Räume schaffen können, die uns noch gefehlt haben." Entstanden sind ein neuer Bewegungsraum für die Kinder, ein Personalraum, den es bisher nicht gegeben hat und auch ein größeres Büro. Hinzu kommen ein Bauzimmer und ein Musikzimmer. Im Erdgeschoss wird zudem ein Krippenbereich entstehen. Die Einrichtung besteht seit 1962. "Das Gebäude wurde als Kindergarten gebaut, damals mit vier Gruppenräumen. Nach der Wende wurden wir eine integrative Einrichtung. Ein Gruppenraum ist weggefallen, der zum Therapie- und Bewegungsraum umfunktioniert worden ist. Bis zum heutigen Tag haben wir drei altersgemischte Gruppen mit insgesamt 58 Plätzen", so Röhrborn.

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