Rogo-Investoren haben Pläne, brauchen aber auch Unterstützung der Politik

In Oberlungwitz soll ein riesiges Baudenkmal mit Leben gefüllt werden

Oberlungwitz

Das Rogo-Tauscher-Areal hat Oberlungwitz über viele Jahrzehnte als riesige Strumpffabrik geprägt. Seit dem Ende der Strumpfindustrie wird nach Zukunftsperspektiven gesucht, die es nun durch unternehmerisches Engagement vorangetrieben wird.

Unternehmer wünscht sich Unterstützung für die Wirtschaft

Reinhardt Lindner, dem der westliche Teil des Geländes gehört, hat kürzlich Gäste aus der Politik. Landtagspräsident Alexander Dierks und die Landtagsabgeordnete Ina Klemm machten sich ein Bild von den Herausforderungen, die es bei der Sanierung und Neubelebung der alten Industriegebäude gibt. Eine Wäscherei, der Strumpfshop, ein IT-Unternehmen und Handwerker sind bereits eingemietet, auf etwa 2000 Quadratmetern. „Momentan haben wir 15.000 Quadratmeter zur Verfügung“, sagte Lindner. Für die weitere Sanierung, unter anderem der denkmalgeschützten Fassade der Tauscher-Fabrik, hofft er auf Fördermittel.

Politiker wollen helfen

„Da ist Kreativität gefragt“, sagte Alexander Dierks. Denn Fördertöpfe für private Projekte dieser Größenordnung gibt es aktuell nicht. Für Teilvorhaben könnte es aber Möglichkeiten geben. Reinhardt Lindner hofft auf konkrete Ideen und Antworten, denn nur so könne es weitergehen. Sein Sohn Tony Lindner, der mittlerweile das Bauunternehmen Lindner aus Hohenstein-Ernstthal leitet, sieht nicht nur mit Blick auf das große Sanierungsvorhaben Handlungsbedarf. „Was man nicht braucht, sind Knüppel zwischen den Beinen“, sagte er mit Blick auf die allgegenwärtige Bürokratie. Die Gesamtsituation für die Wirtschaft sei aktuell „haarsträubend und kritisch“, nicht zuletzt durch die fehlende Planbarkeit aufgrund wechselhafter Politik.

Schweizer Investoren machen Fortschritte

Auf der Ostseite des Areals, wo unter anderem die „Rote Fabrik“ mit der markanten Klinkerfassade und dem hohen Turm steht, hat die deutsche Tochtergesellschaft der Volare Group AG aus der Schweiz die Regie. Loftwohnungen, Gewerbeflächen und Gastronomie sind geplant. Seit rund einem Jahr laufen die Planungen und erste Arbeiten auf dem Gelände sowie an der Mauer in Richtung Erlbacher Straße sind bereits erfolgt.

Bauantrag wird eingereicht

Nun soll ein wichtiger Schritt folgen: Im Sommer wird der Bauantrag für das Gesamtprojekt eingereicht, das umfangreiche Sanierungs- und Umbauarbeiten umfasst. Die bisherige Zusammenarbeit mit verschiedenen Behörden loben die Schweizer, die nun auf eine zügige Zustimmung und perspektivisch auch auf Fördermittel hoffen.

Start der ersten Maßnahmen ab Herbst

Ab Herbst dieses Jahres sollen erste Arbeiten an der Fassade sowie die Trockenlegung beginnen.

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