Sächsische Erfolge am ersten Euro-Moto-Renntag in Most

Euro Moto gastiert im „Sonderglutofen“ Autodrom Most

Hohenstein-Ernstthal

Zum dritten Saisonlauf der IDM-Nachfolgeserie Euro Moto ging es zum zweiten Mal hintereinander nach Tschechien. Nach dem Saisonauftakt und gleichzeitig der Premiere der überarbeiteten Rennserie im Mai auf dem Sachsenring ging es auf den tschechischen Grand-Prix-Kurs nahe Brno und an diesem Wochenende ins grenznahe Autodrom Most.

Dorthin verschlug es für den heutigen kombinierten Trainings- und Renntag, trotz der abnormal hohen Temperaturen wenigstens ein paar Rennfans, auch aus Sachsen. Während Viele bei der barbarischen Hitze offensichtlich „Besseres“ zu tun hatten, waren die Herren Rennfahrer sowie auch ein paar Rennfahrerinnen unbarmherzig gefordert. Als kleines Entgegenkommen wurden die Startaufstellungen vor den Rennen auf ein Zeitminimum verkürzt.

Am Samstag wieder nur trainiert

Bei den letzten Zeittrainingssessions der Top-Klasse Euro Moto Superbike zur Ermittlung ihrer Startaufstellungen für ihre beiden Rennen am Sonntag, sicherte sich der Vorjahresmeister und bereits wieder Gesamtführende, der Ex-Moto2-WM-Teilnehmer Lukas Tulovic, die Pole Position vor dem weiteren Ex-Moto2- sowie Supersport-WM-Piloten Marcel Schrötter und dem Niederländer Twan Smits. Hinter ihnen nehmen morgen in der zweiten Startreihe der Este Hannes Soomer, der Ex-Champion Florian Alt und Jan-Ole Jähnig aus dem ostthüringischen Nobitz Aufstellung.

Der Krostitzer Toni Finsterbusch drehte die siebtschnellste Runde, marginal schneller als der vierfache IDM-Superbike-Champion Markus Reiterberger. Die Arnsdorfer Brüder Leon und Kevin Orgis starten morgen von den Positionen neun und zehn.

Paul Fröde landete den nächsten Sieg

Danach eröffnete der Twin Cup den Rennreigen des Wochenendes und im Anschluss daran war das Rennen des Pro Superstock 1000 Cup an der Reihe. Bei diesem stand aus westsächsischer Sicht die Chance auf einen Erfolg gut. Der Hohenstein-Ernstthaler Paul Fröde hatte zuvor in Brno das erste Rennen gewonnen und im zweiten den zweiten Platz belegt. Demzufolge reiste er als Tabellenführer nach Most und galt dort als Favorit. Diese Rolle nahm er an und füllte sie zur Zufriedenheit seines Teams sowie natürlich zu seiner eigenen aus. Nach einem harmlosen Sturz musste das Rennen abgebrochen und neu gestartet werden. Sowohl im ersten wie auch im zweiten Teil hatte Paul Fröde meiste Zeit die Führung inne und hatte schließlich auch beim entscheidenden Part am Ende die Nase vorn. Einer der ersten Gratulanten war sein Honda-Markenkollege aus der Euro Moto Superbike, der Ex-Champion Florian Alt.

Kurzarbeit der Sportbiker ohne Abschluss

Im Anschluss wurde das Feld der Euro Moto Sportbike auf die Reise geschickt. Diese endete nach einem Sturz in der zweiten Kurve der engen Startschikane des Autodroms, in den Mika Siebdrath aus Wildenfels unverschuldet verwickelt wurde, bereits wieder. Da die beiden havarierten Motorräder zu brennen anfingen, aber schnell gelöscht wurden, kam es auch hier zu einem Rennabbruch.

Nach dem Neustart lief das Rennen wieder nur wenige Meter bis zum neuralgischen Nadelör. Erneut kamen die roten Flaggen heraus, doch diesmal wurde nicht neu gestartet. Damit haben die Euro-Moto-Sportbike-Fahrer per se schon mal ein Saisonrennen weniger.

Noch ein Podestplatz für sächsische Abordnung

Wie üblich, trugen auch die Akteure der Klasse Euro Moto Supersport ihr erstes von ebenfalls zwei Rennen pro Wochenende am Samstagnachmittag aus. Bei diesem gelang dem Mannheimer Dirk Geiger ein souveräner Start-Ziel-Sieg vor seinem Yamaha-Teamkollegen Lennox Lehmann aus Dresden sowie Luca Göttlicher aus dem bayrischen Schwifting. Der von Position fünf gestartete Marvin Siebdarth aus Wildenfels war in der Anfangsphase weit zurückgefallen, kämpfte sich aber noch bis auf Rang sechs nach vorn. Der Lunzenauer Freddie Heinrich schaffte mit Platz acht sein bestes Saisonresultat.

Platz zwei auch beim Kawa-Cup

Zum Tagesabschluss wurde es danach für die Teilnehmer am Kawasaki Ninja ZX-4RR Cup und am Kawasaki Ninja ZX-6R Cup ernst bzw. in der andauernden Hitze ungemütlich.

Zunächst sicherte sich der Plauener Ben Wiegner im Samstagsrennen der kleineren Kawa-Klasse den zweiten Platz. Jolina Grosschupp aus Lichtenstein fuhr unter 30 Teilnehmern als 15. erneut in die Punkteränge (bis Platz 15).

Im mit hubraumstärkeren Kawasakis ausgetragenen Cup belegte der Lichtenauer Oliver-Jon Beier den zehnten Rang.

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