Am kommenden Sonntag, dem 22. März, startet die Internationale Deutsche Enduromeisterschaft (DEM) im nordsächsischen Dahlen in ihre Saison 2026.
Mit der Int. 30. ADAC Geländefahrt "Rund um Dahlen" feiert der rührige Motorsportclub in Nordsachsen den nächsten runden Geburtstag seiner Kult-Veranstaltung, die es, unter anderem Namen, freilich schon viel länger gibt und die ihre Wurzeln in den 1950er-Jahren hat. Los geht es am Sonntag ab 8 Uhr auf dem Dahlener Marktplatz.
Die wieder rund 80 Kilometer lange Runde ist von den DEM- und DEC-Klassen (Deutscher Enduro Cup) drei Mal zu fahren, die Senioren, Super-Senioren und Damen haben nur zweieinhalb Runden zu absolvieren. Auf Zeit geht es diesmal nur auf den beiden Dahlener Sonderprüfungsklassikern, der Motocross-Strecke auf dem Dahlener Burgberg plus dem angrenzenden Gelände sowie im Steinbruch Meltewitz. Außer auf diesen Sonderprüfungen, wird auch an den weiteren interessanten Streckenpunkten, wie neu beim Graben in Schöna sowie den bekannten Schlammpassage Mahlsen, Bortewitzer Schlammparadies und Schlammparadies Drei Eichen/Krautgarten reichlich Rennaction und Enduro-Sport vom Feinsten zu erleben sein.
Nach aktuellem Stand haben sage und schreibe 294 Fahrer und Fahrerinnen ihre Nennung abgegeben. Mit der Zielankunft der ersten DEM-Piloten ist gegen 14:45 Uhr zu rechnen.
Die Favoriten
Schon allein auf Grund der Klassenvielfalt werden auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Fahrer mit einem Pokal nach Hause fahren. In der wichtigsten Wertung, dem klassenübergreifenden Championat, ist der Kreis der Sieganwärter allerdings überschaubar.
Hier ist allen voran Jeremy Sydow zu nennen. Der Chemnitzer hat seit seinem Wechsel vom Motocross zum Enduro seit 2023 jede Dahlener Geländefahrt gewonnen und gilt auch bei seinem ersten Rennen auf einer britischen Triumph als heißester Anwärter auf den Gesamt- sowie demzufolge auch Klassensieg in der hubraumschwächsten Kategorie E1.
Als klarer Siegkandidat in der E3 versucht Luca Fischeder aus Geringswalde ihm "Overall" so nahe wie möglich zu kommen. Mehr Würze verspricht die Konstellation in der mittleren Hubraumklasse E2. Hier macht der seit dem 1. März 38-jährige Edward "Eddi" Hübner aus Penig Jagd auf seinen achten DM-Klassen-Titel und will es den Jungen, bestens motiviert, erneut zeigen.
Die drei Genannten belegten im Vorjahr als Klassenmeister auch in der Abschluss-Championatswertung der DEM die ersten drei Plätze. Klar, dass sie auch dieses Jahr weit vorn zu erwarten sind.
Heimspiel auch für …
Darüber hinaus sind aber noch weitere Fahrer aus Mittel- und Westsachsen sowie dem Erzgebirge mit guten Erfolgsaussichten am Start. In der E1 sind das neben Jeremy Sydow Kevin Nieschalk aus Lengefeld, Arvid Meyer aus Reinsdorf und Hannes Lehmann aus Penig.
In Eddi Hübners E2 starten des Weiteren Patrick Irmscher aus Dittersdorf, Andreas Beier aus Chemnitz, Karl Weigelt aus Wolkenstein, Eddis jüngerer Bruder Julius aus Burgstädt, der im vorigen Jahr in der Pokal-Klasse E2B Meister wurde, Fritz Hunger aus Grünhainichen und der weitere Aufsteiger aus dem Deutschen Enduro Pokal, Florian Pfefferkorn aus Penig. In der Klasse E3 tritt Florian Görner aus Dittmannsdorf vorerst nur in Dahlen an. Neben Julius Hübner sind auch die zwei weiteren Klassengesamtsieger der zweiten Liga in der deutschen Enduro-Landschaft, Luca Reinhold aus Hohenfichte (E3B sowie Gesamt) und Kenny Riedel aus Zwönitz (E1B) ins DEM-Feld aufgestiegen. Sie treten in der Junioren 1 bzw. Junioren 2 an.
Hinzu kommen in der international ausgerichteten J1 Pascal Sadecki aus Zschopau, Jeremy Nimmrich aus Gelenau sowie der Umsteiger vom Motocross Jimmy Opitz aus Langenhessen. In der J2 vertreten uns neben Kenny Riedel Max Schäfer aus Geringswalde, Sky Maddox Dombrowski aus Marienberg, Collin Lang aus Reichenbach und Lance Vogler aus Großolbersdorf.
In der Damenklasse tritt Lucy Glöckner aus Waldkirchen zur Titelverteidigung an.
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