Saisonprognose für den FSV Zwickau: Gesunde Balance zwischen Defensive und Offensive entscheidet über Tabellenplatz!
Hinter den Schwänen liegt eine eher durchwachsene Vorbereitung. Während sich die Offensive treffsicher zeigte, offenbarte die Defensive hingegen eklatante Schwächen. Werden diese nicht schnellstmöglich behoben, rutschen die Schmitt-Schützlinge aus der Spitzengruppe heraus.
FSV-Trainer Rico Schmitt erlebte mit seinen Schwänen eine durchwachsene Vorbereitung. Unter anderem ging die Generalprobe gegen die zweite Mannschaft von Sparta Prag daneben. Foto: Marcus Hengst
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Die Schwäne kassierten mindestens drei Tore. Foto: Marcus Hengst
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Neuzugang Paul-Philipp Besong und Veron Dobruna zeigten sich in der Vorbereitung treffsicher. Foto: Marcus Hengst
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Auf FSV-Kapitän Andrej Startsev und seine Mannschaftskameraden wartet am ersten Spieltag mit dem FC Carl-Zeiss Jena der Vorjahresvizemeister. Foto: Marcus Hengst
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Randolf Riesen kehrte nach seiner Leihe zu Empor Glauchau wieder zurück und trat mehrfach sowohl als Torschütze als auch Vorlagengeber in Erscheinung. Foto: Marcus Hengst
Zwickau
Der FSV Zwickau hat die vergangene Spielzeit auf einem starken dritten Platz (64 Punkte, 19 Siege, 7 Unentschieden, 8 Niederlagen, 52:44 Tore) abgeschlossen - und sich damit zum dritten Mal in Folge in der Regionalliga-Nordost verbessert. Ein Grund dafür ist die beachtliche Heimserie gewesen. Seit fast zwei Jahren ist das Team von FSV-Trainer Rico Schmitt in der "GGZ-Arena" ungeschlagen. Auswärts wiederum sind die Schwäne wesentlich anfälliger. Besonders bedenklich dabei: Sobald ein Gegentor fällt, lassen die nächsten nicht lange auf sich warten.
Die alte Leier von den drei Gegentoren
Die Schmitt-Elf hat in den fünf Testspielen gegen ebenbürtige sowie ambitionierte Gegner - ausgeklammert sind die Schützenfeste gegen Planitz (20:0) und Mülsen St. Niclas (18:1) - insgesamt 14 Gegentore kassiert. Gegen den 1. FC Schweinfurt (2:4) verlor die - wenngleich ersatzgeschwächte - die Schwäne zwischen der 34. und 45. Minute völlig den Faden und fing sich drei Gegentore ein. Während gegen den VFC Plauen (7:3) und FK Ústí nad Labem (6:3) gewonnen werden konnte, ging die Generalprobe gegen die zweite Mannschaft von Sparta Prag (2:3) verloren.
Mehr Stabilität mit Max & Moritz?!
Mit Ben-Luca Moritz (168 Spiele in der Regionalliga-Nordost) konnte ein Leistungsträger von Liga-Konkurrent FC Rot-Weiß Erfurt verpflichtet werden. Der gebürtige Zwickauer kam in allen Testspielen zum Einsatz und konnte sich bereits in die Torschützenliste eintragen. Der regionalliga-erfahrene Rechtsverteidiger soll dabei helfen, die FSV-Defensive noch weiter zu stabilisieren. In Summe unterlief dieser in der Vorbereitung zu viele individuelle Fehler, aus denen die Gegner mehrfach Kapital schlagen konnten. Ein Gegentor ging ebenso auf die Kappe von Lucas Hiemann. Der 27-jährige Torhüter, welcher in der vergangenen Saison seinen Kasten vierzehn Mal sauber hielt, patzte bei der Generalprobe in der "Goldenen Stadt". Maximilian Somnitz kehrt nach seinem mit Wadenbeinbruch und Syndesmosebandriss frühestens im Herbst zurück.
Schwäne sind Frühaufsteher
Während FSV-Trainer Schmitt allerhand defensive Themen auf der Agenda hat, zeigt sich seine Offensive wiederum effizient vor dem gegnerischen Kasten und glänzt mit frühen Toren. Gegen Schweinfurt (8. Minute) und Plauen (4. Minute) schoss Veron Dobruna die Schwäne jeweils in Führung. Der 25-jährige Offensivspieler, der bereits auf mehr als 100 Einsätze für die Rot-Weißen zurückblicken kann, erzielte insgesamt sechs Tore und absolvierte entsprechend eine stabile Vorbereitung. Gegen Ústí nad Labem (7. Minute) traf Cemal Sezer sehenswert via Freistoß und legte anschließend sicher vom Elfmeterpunkt nach. Der 30-jährige Angreifer zeichnete sich außerdem gegen Plauen als Torschütze aus.
Neuzugänge im Angriff ergänzen sich gut
Gegen die zweite Mannschaft von Greuther Fürth (4. Minute) köpfte Neuzugang Paul-Philipp Besong (75 Spiele in der 3. Liga sowie 29 in Regionalligen) den Ball zum 1:0 ein. Der 25-jährige Stürmer - ausgebildet bei Borussia Dortmund - zeigte zudem gegen Sparta Prag II seine Qualitäten. Im XXL-Test gegen die Zweitvertretung des tschechischen Vize-Meisters stellte Besong innerhalb von sieben Minuten auf 2:2. Eine Vorlage lieferte dabei mit Philipp Harant (12 Spiele in der 3. Liga und 124 in Regionalligen) ein weiterer Neuzugang. Aus dem einstigen Innenverteidiger ist mittlerweile ein Stürmer geworden - und das stellte der 27-Jährige mit fünf Toren in der Vorbereitung unter Beweis.
Spielstarke Mittelfeldkicker aus CFC-Nachwuchs
Randolf Riesen, welcher in der letzten Saison zum VfB Empor Glauchau ausgeliehen war, spielte sich - unter anderem wegen seiner sechs Tore - ins Rampenlicht. Der 21-jährige Mittelfeldspieler bestach weiterhin als Vorlagengeber. Gegen Ústí nad Labem gelangen ihm derer drei in 45. Minuten. Vom Liga-Konkurrenten BSG Chemie Leipzig holte der FSV Zwickau Fynn Seidel (8 Spiele in der 3. Liga und 67 Spiele in Regionalligen). Der 22-jährige Mittelfeldspieler, der genau wie Riesen im Nachwuchs des Chemnitzer FC ausgebildet wurde, erzielte einen Treffer und überzeugte bei seinen Einsätzen zudem mit Spielübersicht und Zweikampfstärke.
Randolf Riesen kehrte nach seiner Leihe zu Empor Glauchau wieder zurück und trat mehrfach sowohl als Torschütze als auch Vorlagengeber in Erscheinung. Foto: Marcus Hengst
Zwischen schweren Auswärts- & leichteren Heimaufgaben
Der Spielplan hat den FSV Zwickau mit zwei schweren Auswärtsbrocken beschenkt. So geht es am ersten Spieltag zum Vorjahresvizemeister FC Carl-Zeiss Jena, ehe es am dritten zum Bezirksderby mit dem Chemnitzer FC kommt. Der FCC und der CFC gehören - zusammen mit der VSG Altglienicke und Drittliga-Absteiger FC Erzgebirge Aue - zu den Top-Favoriten in der Regionalliga-Nordost. Mit dem Greifswalder FC (2. Spieltag) und dem FSV 63 Luckenwalde (5. Spieltag) gastieren zwei Teams in der "GGZ-Arena", die im Sommer einen enormen qualitativen Umbruch hinnehmen mussten. Mit den Ausflügen zum BFC Dynamo (4. Spieltag) und Aufsteiger RSV Eintracht Stahnsdorf 1949 (6. Spieltag) können die Schwäne sofort an ihrer Berlin-Bilanz arbeiten.
BLICK.de-Tipp: Die Wettrüstenmannschaften machen die ersten vier Plätze unter sich aus!
Der FSV Zwickau wird an die Vorjahressaison nicht gänzlich anknüpfen können. Grund dafür ist vor allem das Wettrüsten, welches sich andere Teams im Kampf um die Meisterschaft und damit verbunden den direkten Aufstieg in die 3. Liga geleistet haben. Damit die Schwäne aber sicher zwischen dem fünften und achten Platz landen können, muss zum einen die Heimstärke manifestiert sowie zum anderen die Auswärtsbilanz zwingend aufpoliert werden.