Die wichtigste Nachricht zu Beginn: Das Auswärtsspiel des FSV Zwickau am Sonntag, dem 22. Februar, beim ZFC Meuselwitz kann stattfinden. Das ergab die finale Platzbegehung, an der auch FSV-Sportdirektor Robin Lenk teilnahm. Anstoß in der „bluechip-Arena“ ist um 14 Uhr. Vor mehr als zwei Monaten bestritten sowohl die Schmitt-Schützlinge als auch die Zipsendorfer ihr letztes Spiel in der Regionalliga-Nordost. Im Fußballjahr 2026 gab es für beide Vereine bis dato nur Testspiele.
Die Testspielbilanz der Schwäne
Die Schwäne haben insgesamt sechs davon absolviert. Im Wintercamp in der Türkei sprangen unter idealen Bedingungen souveräne Siege gegen den Wuppertaler SV (2:0) und den usbekischen Erstligisten FK Nasaf (6:1) heraus. Aufgrund der Spielabsagen gegen Babelsberg, Jena und Hertha testete das Team von Rico Schmitt außerdem gegen Dynamo Dresden und Empor Glauchau. Beide Partien wurden mit 3:0 gewonnen. Die einzige Niederlage setzte es mit 0:2 gegen den FC Eilenburg. Am Dienstagabend musste das – hoffentlich – letzte Testspiel gegen den FC Grimma zur Pause wegen Schneefall abgebrochen werden. „Die Jungs haben all die schwierigen und zum Teil widrigen Umstände hervorragend angenommen und ordentlich mitgezogen“, erklärte FSV-Trainer, der froh darüber ist, dass die Wintervorbereitung mit satten 47 Tagen endlich endet.
FSV-Trainer Schmitt geht unter die Groundhopper
Schmitt war in dieser Zeit auch als Groundhopper unterwegs und hat sich drei Spiele von Liga-Konkurrenten angeschaut. Zuletzt wurde der 57-Jährige am Mittwoch beim Testspiel zwischen dem ZFC Meuselwitz und VFC Plauen gesichtet. „Freundschaftsspiele – und das gilt auch für unsere – sollte man nicht überbewerten. Wichtig sind die Spiele unter Wettkampfbedingungen– und jetzt gilt es, wieder in den Ratter-Modus zu schalten“, betont Schmitt.
Mit Luca Prasse – ausgeliehen von Zweitligisten Holstein Kiel – steht ihm ein talentierter Offensivmann zur Verfügung. Der 21-Jährige hinterließ in den Testspielen einen guten Eindruck. „Luca ist ein technisch versierter Spieler, der sich in engen Räumen behaupten kann und ein gutes Auge für die Mitspieler hat“, bewertet FSV-Kapitän Andrej Startsev die Stärken des Neuzuganges. Ob dieser am Sonntag gleich in der Startformation stehen wird, ließ Schmitt offen. Lukas Eixler kehrt nach Rückenproblemen wieder in den Kader zurück. Lucas Albert wiederum wird ausfallen. Startsev ergänzt hinsichtlich der langen Vorbereitungszeit: „Wir haben diese effektiv genutzt und dabei genügend Körner für die Restrückrunde gesammelt.“
(K)ein Wiedersehen mit Pilger
Der ZFC Meuselwitz hat sechs Testspiele gegen unterklassige Teams sowie eins gegen den Halleschen FC unter Ausschluss der Öffentlichkeit bestritten. Das Team von Georg-Martin Leopold besiegte dabei unter anderem Empor Glauchau (3:1) und den VFC Plauen (5:4). Felix Pilger, der in der Winterpause aus Zwickau nach Zipsendorf wechselte, trug sich gegen Einheit Rudolstadt (7:0) und den SSC Weissenfels (3:3) in die Torschützenliste. Gegen seinen Ex-Verein wird der 23-jährige Stürmer allerdings nicht zum Einsatz kommen. Der ZFC verpflichtete außerdem in der Winterpause Innenverteidiger Niklas Jeck. Mit Jan Halasz hat ein wichtiger Spieler den Verein verlassen. Aus beruflichen Gründen zog es den 24-jährigen Rechtsverteidiger in seine Heimat zurück, wo er ab sofort für Motorlet Prag kickt.
Liga-Dino hat Klassenerhalt fest im Blick
Der ZFC Meuselwitz spielt seit nunmehr 14 Jahren in der Regionalliga-Nordost und ist damit zweifelsfrei ein Liga-Dino. Die Zipsendorfer rangieren aktuell auf dem 13. Platz. Zwölf seiner 19 Punkte wurden auswärts geholt, in der heimischen „bluechip-Arena“ sprang in acht Spielen erst ein Sieg heraus. Dieser gelang beim 2:1 über Hertha 03 Zehlendorf. Den Führungstreffer erzielte Andy Trübenbach, der mit insgesamt sechs Toren die meisten Treffer erzielt hat. Die meisten Vorlagen gab Stürmerkollege Christoph Pauling. „Der Tabellenplatz spiegelt nicht das Potenzial wider, welches in der ZFC-Mannschaft steckt“, bewertet FSV-Trainer Schmitt den Kontrahenten.
Alle guten Dinge sind nicht drei, sondern: Auswärtssieg
In den letzten beiden Jahren gewann der ZFC Meuselwitz seine Heimspiele gegen den FSV Zwickau. Diesmal soll sich das ändern. „Für uns heißt es nicht, alle guten Dinge sind drei, sondern: Auswärtssieg“, gibt der Schwäne-Coach den Kurs vor. In der vergangenen Saison erzielte Daniel Haubner – seit Sommer ein Schwan – den Führungstreffer. Wegen einer schweren Schulterverletzung fällt der Mittelfeldspieler noch bis April aus. Aktuell absolviert der 27-jährige Mittelfeldspieler seine Reha beim 1. FC Nürnberg. „Haube macht bereits erste Laufeinheiten und damit sehr gute Fortschritte“, so Schmitt.
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