Schwäne schrammen am Sieg im „Steigerwaldstadion“ vorbei!

FSV Zwickau gibt 2:0-Pausenführung beim FC Rot-Weiß Erfurt aus der Hand.

Zwickau

Mit einem Punktgewinn kehrt der FSV Zwickau von seinem Gastspiel beim FC Rot-Weiß Erfurt zwar zurück, doch betrachtet man den Spielverlauf – die Schwäne lagen zur Pause mit 2:0 in Führung -, so ist das Ergebnis absolut ärgerlich. Vor 6.023 Zuschauern im „Steigerwaldstadion“ endete der Ostschlager mit 2:2. Die Tore von Haubner und Eixler glichen Fehler und Durakov nach dem Seitenwechsel aus. Für den FSV geht es nächsten Samstag im „Wernesgrüner Sachsenpokal“ gegen Empor Glauchau weiter.

Zwei Veränderungen in der Startformation

Nach zuletzt zwei Auswärtsniederlagen in Folge forderte FSV-Trainer Schmitt: „Auswärts sind wir einfach zu dünne. Das müssen wir ändern. Am besten gleich in diesem Top-Spiel.“ Im Vergleich zum bockstarken 3:0-Heimsieg gegen den FSV 63 Luckenwalde musste der 57-Jährige in der Startformation zwei Veränderungen vornehmen. Für Sandro Sengersdorf, der wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel nicht zur Verfügung stand, spielte Josua von Baer als Linksverteidiger. Theo Martens fiel wegen einer Erkrankung kurzfristig aus, für ihn startete Nick Breitenbücher, der am letzten Spieltag seinen Premierentreffer für den FSV erzielte. Cemal Sezer, der ebenfalls zum ersten Mal traf, blieb in der Startelf. Sturmpartner Marc-Philipp Zimmermann ist aktuell noch nicht wieder gänzlich fit.

Haubner & Eixler schlagen eiskalt zu

Das Spiel der rot-weißen Traditionsvereine begann ausgeglichen - mit jeweils einer Möglichkeiten auf beiden Seiten. Für die Gastgeber hatte diese Caciel nach neun Minuten, für die Sachsen hatte diese Sonny Ziemer nach einem unnachahmlichen Solo in der 37. Minute. Nach dieser leistete sich RWE-Schlussmann Lorenz Otto und Caciel einen kapitalen Bock, den Daniel Haubner antizipierte und zum 1:0 traf. Für den Mittelfeldspieler war es das dritte Saisontor. Zwei Zeigerumdrehungen vor der Pause konterten die Schwäne souverän. Nach Vorlage von Veron Dobruna landete der technisch starke Abschluss von Lukas Eixler in den Maschen. Der beste FSV-Torschütze erhöhte damit sein Torkonto auf vier. Während die 968 Zwickau-Fans ihr Team mit Applaus in die Kabine schickten, gab es vom Heimpublikum ein Pfeifkonzert.

Schwäne geben Sieg aus der Hand

Die Erfurter - seit dem 31. August ohne Heimsieg - kamen besser in die zweite Halbzeit und in der 51. Minute zum schnellen Anschlusstreffer. Stanislav Fehler nutzte einen Stellungsfehler von Kilian Senkbeil aus und köpfte eine präzise Flanke von Marco Wolf ein. Die Gastgeber erhöhten daraufhin die Schlagzahl und die Schwäne kamen mehr und mehr ins Schwimmen, wussten aber mit vereinten Kräften die Führung lange Zeit zu verteidigen. Mit dem eingewechselten Till Jakobi hatte sie in der 79. Minute sogar die Chance zur Vorentscheidung. Weil diese vergeben wurde, blieb RWE im Spiel und mit seiner nächsten Möglichkeit zum Ausgleich. Sejdo Durakov narrte die gesamte FSV-Verteidigung und hämmerte den Ball an Lukas Hiemann vorbei ins Tor. In der Schlussminute hatte der eingewechselte Lennert Möbius noch das 3:2 für die Sachsen auf dem Fuß, der Schuss des 22-Jährigen wurde vor der Linie geklärt, sodass es bei der gerechten Punkteteilung blieb.

Der FSV Zwickau hat mit dieser beim heimschwachen FC Rot-Weiß Erfurt seine Auswärtsbilanz etwas aufpoliert. Dennoch war für die Schmitt-Schützlinge, die weiterhin auf dem fünften Platz in der Tabelle bleiben, in der Blumenstadt mehr drin.

Zwickau brennt auf Pokal-Revanche gegen Glauchau

Der FSV Zwickau gastiert – wie schon in der vergangenen Spielzeit – im Achtelfinale des „Wernesgrüner Sachsenpokals“ beim VfB Empor Glauchau. Vor einem Jahr mussten sich die Schmitt-Schützlinge vor 1.744 Zuschauern im „Sportpark Meeraner Straße“ dem damaligen Sachsenligisten mit 1:2 geschlagen geben. Seit dieser Saison spielt Empor in der Oberliga und kämpft in dieser um den Klassenerhalt. Am Samstag, dem 15. November, kommt es zur Neuauflage im Landespokal. Der Anpfiff ertönt um 13 Uhr. Ein Wochenende später steht in der Regionalliga-Nordost das Derby gegen den Chemnitzer FC auf der Agenda.

Auch interessant für dich