Schwäne stürmen Paradies und siegen beim Staffelfavoriten!

Der FSV Zwickau zeigte eine bockstarke Leistung beim FC Carl-Zeiss Jena und startet mit einem 2:1-Sieg in die neue Spielzeit. Sezer und Harant drehten den Rückstand vor 1.000 rot-weißen Schlachtenbummlern.

Jena

Der FSV Zwickau hat das schwere Auswärtsspiel beim Aufstiegsaspiranten FC Carl-Zeiss Jena mit 2:1 gewonnen – und damit bereits am ersten Spieltag das erste Ausrufezeichen der neuen Spielzeit gesetzt. Verschlief die Schmitt-Elf in den letzten drei Spielzeiten den Saisonstart, war sie diesmal sofort topfit und im Angriffsmodus. Vor 9.002 Zuschauern auf dem „ad-hoc-arena im Ernst-Abbe-Sportfeld“ waren die beiden Stürmer Sezer und Harant erfolgreich. Der FCC ging durch Munser in Führung. Das erste Heimspiel der Saison bestreiten die Schwäne gegen den Greifswalder FC.

Zwei Ex-Erfurter fangen gegen Jena an

Im Vergleich zur 1:5-Niederlage von vor vier Monaten veränderte FSV-Trainer Rico Schmitt sein Team auf drei Positionen. Für Kilian Senkbeil startet der Ex-Erfurter Ben-Luca Moritz als rechter Außenverteidiger. Ansonsten tauchte in der Startformation kein weiterer Neuzugang auf. Joshua Putze startete für Theo Martens, der aufgrund seiner Rotsperre noch für diese Partie gesperrt war. Außerdem ersetzte Daniel Haubner den nach Düsseldorf gewechselten Lukas Eixler. Cemal Sezer erhielt bei seinem alten Arbeitgeber den Vorzug gegenüber Paul-Philipp Besong und war der einzige Angreifer. Die Schwäne wurden von Kapitän Andrej Starsev aufs Feld geführt, der von 2020 bis 2024 für RWE spielte.

Fanszenen sauer: „Aufstiegsreform? Vereine & Fans betrogen!“

Die 1.000 rot-weißen Schlachtenbummler, von denen ein beachtlicher Teil mit dem Zug angereist war, präsentierten zu Spielbeginn zusammen mit der „Südkurve Jena“ blockübergreifend das Spruchband „Aufstiegsreform? Vereine & Fans betrogen!“. Auf dem Feld ruhte derweil 60 Sekunden der Ball und aus den Kurven sorgten allerhand Trillerpfeifen für einen fünfminütigen Alarm. „Der Fussball wehrt sich: Das ist eure letzte Saison!“ folgte als zweites unmissverständliches Spruchband.

Sezer patzt & Startsev pennt

Die taktische Grundausrichtung der Sachsen lag auf der Defensive, sodass den favorisierten Thüringern das Spiel aufgezwungen wurde. Es dauerte 18 Minuten, ehe Dion Ajvazi den ersten Distanzschuss für die Gastgeber abgab. Nach einer knappen halben Stunde hatte der FCC seine zweite Chance – und diese zappelte im Kasten von Lucas Hiemann. Der 27-jährige Schlussmann war beim Führungstreffer von Emilio Munser machtlos. Vorausgegangen waren diesem ein Sezer-Fehlpass sowie ein Startsev-Stellungsfehler. Drei Zeigerumdrehungen später flankte Munser mustergültig auf Kevin Lankford, der seinen Kopfball allerdings knapp neben den Pfosten setzte.

Schwäne gleichen nach Eckball aus

Die Schwäne schwärmten nach dem Rückstand erstmals zielstrebig aus und hatten mit Lennert Möbius einen guten Abschluss, der jedoch zu einem Eckball, aus dem nichts resultierte, abgeblockt werden konnte. Aus der nächsten Ecke resultierte der schnelle Ausgleich. Sandro Sengersdorf fand in Sezer am langen Pfosten den passenden Abnehmer. Damit machte der 30-Jährige seinen Fehler in der 40. Minute wieder wett, traf noch dazu gegen seinen Ex-Verein. Im Gästeblock erblickte daraufhin ein roter Rauchtopf das Licht der Welt.

Dreifacher Wechsel mit Neuzugängen

Sezer hatte nach dem Seitenwechsel sofort den nächsten Abschluss, erneut ging dieser aus einem Eckball hervor. Auf der Gegenseite pflückte Hiemann zwei Hereingaben sicher herunter. Das von FSV-Trainer angekündigte „intensive Spiel mit offenem Visier“ nahm zumindest etwas mehr Fahrt auf. In der 54. Minute hätte sich der FSV-Torwart den Ball selbst ins eigene Nest gelegt, als er den Ajvazi-Rücken anschoss. Jena wurde wieder stärker und Lankford gab einen Distanzschuss ab. Mitte der zweiten Halbzeit kamen die Neuzugänge Fynn Seidel, Paul-Philipp Besong und Philipp Harant auf den Rasen.

Harant sorgt für rot-weißes Happyend

Letztgenannter zirkelte einen Freistoß aus 25 Metern knapp über die Kiste von Marius Liesegang. In der 82. Minute erzielte der 27-jährige Stürmer nach einem Traumpass von dem unermüdlichen Hauber abgezockt den 2:1-Siegtreffer. Am Ende blieb der FSV Zwickau stabil und gewann erstmalig seit dem Abstieg ein Auftaktspiel. Der Schlüssel zum Erfolg war eine geschlossene Mannschaftsleistung.

Heimauftakt gegen Hansestadtverein

Der FSV Zwickau begrüßt am Samstag, dem 01. August, den Greifswalder FC in der „GGZ-Arena“ - und damit ein Team, gegen welches sich die Schmitt-Schützlinge in der vergangenen Saison zweimal durchsetzen konnten. Aber aufgepasst: Der Verein aus der Hansestadt war – nach der VSG Altglienicke – der vorletzte Gast, der in Zwickau siegte. Letztes Jahr erzielte Daniel Haubner das siegbringende 1:0 vor 3.740 Zuschauern. Der Anstoß ertönt um 14 Uhr.

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