Später Haushaltsbeschluss und Finanzsorgen: Millionenminus droht

Trotz angespannter Lage wird der Anstieg der Krippenkosten gebremst

Callenberg

Es war ein hartes Stück Arbeit mit vielen Beratungen in Ausschüssen und der Verwaltung, wo das riesige Zahlenwerk sicherlich auch Sorgenfalten zur Folge hatte.

Beschluss eher fraglich

Doch während der Sitzung im Juli konnte der Callenberger Gemeinderat nun endlich den Haushalt für das Jahr 2025 beschließen. Dass er exakt so Realität wird, wie er geplant wurde, ist aber eher fraglich. Sogar Bürgermeister Daniel Röthig (CDU) rechnet mit deutlichen Abweichungen. Die sollen aber eher positiv als negativ werden. „Wir sind vorsichtige Haushälter“, sagt Röthig, der davon ausgeht, dass das Minus längst nicht so deutlich ausfällt, wie es im Haushalt steht.

Noch ist genug Geld auf dem Konto

Jener besagt, dass die Ausgaben um reichlich eine Million Euro über den Einnahmen liegen könnten, denn die wirtschaftliche Lage im Land und die finanziellen Probleme auf allen Ebenen schlagen sich auch in Callenberg mit seinen sieben Ortsteilen und rund 4700 Einwohnern nieder. Wird es so, muss die Gemeinde in den aktuell mit 3,5 Millionen Euro noch recht gut gefüllten Sparstrumpf greifen. In den vergangenen Jahren entwickelten sich die Finanzen im Jahresverlauf besser als gedacht, was aber auch nicht immer ein Grund zur Freude. Denn werden Bauvorhaben gestrichen, weil es keine Fördermittel gibt, spart Callenberg zwar den Eigenanteil, kann aber eben auch teils wichtig Projekte nicht realisieren.

Beschlüsse zugunsten von Vereinen und Familien

Wichtig ist der Verwaltung und den Gemeinderäten, dass die Vereine im Ort trotz der schwierigen Lage unterstützt werden: Reichlich 17.000 Euro wurden deshalb als Vereinsförderung bewilligt. Außerdem kommt die Gemeinde auch Familien ein Stück entgegen. Damit die Erhöhung der Elternbeiträge für Krippenkinder, die aus gestiegenen Personal- und Betriebskosten resultiert, nicht ganz so hoch ausfällt, wird der von den Eltern zu zahlende Anteil prozentual gesenkt.

Gemeindeverwaltung muss bezahlen

Was fehlt, muss die Gemeindeverwaltung zahlen, laut Röthig über 18.000 Euro. In die drei Callenberger Kitas gehen reichlich 200 Kinder, in den Hort etwa 160.

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