Traditionsbetrieb rüstet sich für die Zukunft: Langjähriger Inhaber findet Nachfolger mit großem Talent

Uwe Kosalla übergibt Limbacher Kfz-Betrieb an Amin Ali Sofi

Limbach-Oberfrohna

Der "Autopark Limbach" am Gießerweg hat Tradition. Seit Jahrzehnten - zu DDR-Zeiten als Produktionsgenossenschaft des Handwerks im Bereich Fahrzeug - werden hier Autos repariert. Seit 1973 an Bord des Betriebs ist Uwe Kosalla. Er hat seine Ausbildung dort gemacht, den Betrieb kurz nach der Wende gekauft, zu Höchstzeiten 15 Mitarbeiter gehabt und auch etliche junge Leute ausgebildet. "Ich bin mein ganzes Leben lang hier geblieben", sagt Uwe Kosalla, der mittlerweile 69 Jahre alt ist und immer noch an Autos werkelt.

 

Unterstützung aus Afghanistan

Unterstützung bekommt er dabei seit fünf Jahren von einem jungen Mann aus Afghanistan. Sein Name ist Amin Ali Sofi. Er kam 2015 mit seiner Familie als Kriegsflüchtling nach Deutschland. "Ich wollte schon immer was mit Autos machen", sagt der heute 23-Jährige. "Was er alles kann, ist wirklich selten", lobt ihn Uwe Kosalla.

Und da der mit seinen Ende 60 an den wohlverdienten Ruhestand denkt und Amin Ali Sofi nicht nur begabt sondern auch sehr fleißig ist, übertrug er ihm seine Firma. Kosalla will jetzt noch so lange als angestellter Meister im Betrieb arbeiten, bis Sofi selbst seinen Meister in der Tasche hat.

 

Leidenschaft für Motoren

"Am meisten macht es mir Spaß, am Motor zu werkeln", erzählt Amin Ali Sofi. Auch die Steuerung zu wechseln, finde er immer wieder spannend, denn: dafür braucht man Ahnung, wie er sagt. Amin Ali Sofi hat in den letzten Jahren seine Schule absolviert und intensiv die deutsche Sprache gelernt. Trotzdem wartet er noch immer auf seinen deutschen Aufenthaltstitel, wie er erzählt. "Das verstehe ich einfach nicht", sagt der junge Mann, der sich als hochmotiviert beschreibt.

 

Zukunft des Autoparks

Der Afghane will den "Autopark Limbach" in jedem Fall so fortführen, wie Uwe Kosalla es in den letzten 35 getan hat. "Es bleibt alles so wie es ist, darauf können sich die Kunden verlassen", kündigt er an.

 

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